Angelica pyrenaea,
Pyrenäen-Engelwurz
Angelica pyrenaea
(Syn.: Selinum pyrenaeum, Epikeros pyrenaicus)
Doldenblütler, Apiaceae
Steckbrief:
10−40 cm hohe Staude mit kahlen, gefurchten Stängeln und 6 bis 10 cm langen, kahlen, im Umriss dreieckig-eiförmigen, dreifach fiederschnittigen Blattspreiten. Blattzipfel linealisch-lanzettlich, ungeteilt oder zwei- bis dreispaltig, ganzrandig und mit einer weißen Knorpelspitze versehen. Grundblätter lang gestielt, Stängelblätter mit bauchig aufgeblasener Blattscheide. Blütenstand doppeldoldig, 3−10-strahlig. Strahlen ungleich lang, dick und fast gerade. Döldchen reichblütig, gedrungen, mit kahlen Blütenstielen. Hüllchenblätter linealisch-pfriemlich, so lang oder länger als die Blütenstiele. Kronblätter gelblich-weiß oder grünlich-weiß. Teilfrucht breit-elliptisch mit flügelförmig ausgezogenen Randrippen. Blütezeit Juni bis September.
Verwechslungsmöglichkeit: In Mitteleuropa lässt sich Angelica pyrenaea von ähnlichen Doldengewächsen unterscheiden durch: niedrigwüchsig (< 50 cm); Stängel hohl; mehrfach gefiederte Blätter mit schmalen, aber nicht haarförmigen Endzipfeln; Dolde mit < 10, ungleich langen Strahlen; Hülle fehlend; heterogen geflügelte Samen (breite Rand-, schmale Rückenflügel) (Sonnberger & Verstichel 2021).
Heimat:
Nördliches Spanien und Frankreich, nördlich bis in die Vogesen.
Nutzung:
Keine.
Ausbreitung:
DEUTSCHLAND:
2019 in Baden-Württemberg oberhalb der Passhöhe „Seibelseckle“ am Nordhang des Schwarzkopfes im mittleren Schwarzwald in etwa 100 Pflanzen entdeckt (Sonnberger & Verstichel 2021). Der Fundort befindet sich 75 km nordöstlich des nächsten bekannten autochthonen Vorkommens (Champ du feu in den Vogesen) (Sonnberger & Verstichel 2021).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---