Ambrosia

Traubenkraut, Ambrosia artemisiifolia

Gattung:

Ambrosia umfasst etwa 45 Arten (Kew 2022), die vor allem in Amerika beheimatet sind mit Mannigfaltigkeitszentrum im nördlichen Mexiko. Eine Art, A. artemisiifolia, zählt mittlerweile aus Sicht der menschlichen Gesundheit zu den weltweit gefürchtesten Neophyten.
 

Ambrosia artemisiifolia  

Beifuß-Traubenkraut,
Ambrosia artemisiifolia  
Korbblütler, Asteraceae


Steckbrief:

5–150 cm hohe, einhäusige, reich verzweigte Einjährige mit behaartem Stängel. Blätter 1–2-fach fiederschnittig, die oberen Stängelblätter meist wechselständig. Männliche Blütenkörbchen in dichten, blattlosen Trauben am Ende des Stängels und an den Seitenzweigen, weibliche Blüten in Knäueln in den Blattachseln und am Grunde der männlichen Körbchenstände. Blütenkronblätter stark reduziert und mit bloßem Auge nicht erkennbar. Frucht 2–3 mm lang, ca. 1 mm lang geschnäbelt, mit einem einzigen Samen. Blütezeit Juli bis November.
Verwechslungsmöglichkeit: Die Stauden-Ambrosie, Ambrosia psilostachya, hat gegenständig angeordnete, ganzrandige bis einfach gefiederte Blätter. A. psilostachya ist langlebig und persistiert mit unterirdischen Spross- und Wurzelsystemen. Die lokale Ausbreitung erfolgt durch die Ausbildung von Wurzelsprossen aus in etwa 10–20 cm Tiefe dahinstreichenden Feinwurzeln.

 

Name:

„Ambrosia“ ist bei Plinius der Name einer aromatisch duftenden Beifuß-Art, vermutlich des Wermuts, mit offensichtlichem Bezug zu der schon von Homers Sagen her bekannten aromatischen Götternahrung Ambrosia. Wegen der Ähnlichkeit der Blätter wurde der antike Name von Linné auf die nordamerikanische Gattung übertragen (Düll & Kutzelnigg 2022).
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

Beheimatet im östlichen Nordamerika, 1763 im Botanischen Garten Lyon in Frankreich kultiviert (Chauvel & al. 2006). Erste subspontane europäische Vorkommen sind aus dem polnischen Gebiet aus dem Jahr 1786 bekannt (Tokarska-Guzik 2005), nach anderen Quellen dort schon im Jahr 1613 (Nobanis 2018). Die Einschleppung erfolgte überwiegend mit Getreide, Kleesaat und Ölfrüchten. Heute führt der bedeutendste Einschleppungsweg über Futtermittel, die Sonnenblumenkerne enthalten und mit Ambrosiasamen verunreinigt sind. Häufig wird die Pflanze auch mit Vogelfutter für Wildvögel verschleppt. Daher kommt das Traubenkraut oft an Gartenstellen vor, an denen im Winter eine Vogelfütterung stattfand. Die Ambrosie besiedelt vor allem Äcker, Schnittblumenfelder, landwirtschaftlichen Stilllegungsflächen, Straßenränder, Industriegelände, Ruderalflächen und Deponien (Otto & al. 2008). Subspontan ist sie im Gebiet 1860 erstmals bei Hamburg in einem Kartoffelacker dokumentiert (Poppendieck 2007). Bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts blieben die Funde in einem überschaubaren Maß, um danach exponentiell anzusteigen. Grund dafür dürfte sein, dass bis dahin die Pflanzen in Mitteleuropa die Fruchtreife nicht erreichten. Um die Jahrtausendwende kam es zu einer genetischen Mutation, nach der die Samen frostverträglich wurden (Michels 2013).
Ihre Wüchsigkeit zeigt deutlich, dass die Ambrosia bereits unter den augenblicklichen klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa erhebliche Populationen aufbauen kann. Sie wird durch hohe Sommertemperaturen, milde Herbsttemperaturen und die spät einsetzenden Fröste gefördert. Auch menschliche Aktivitäten treiben die Expansion weiter voran, so dass es zu einer weiteren Verdichtung der lokalen Populationen kommen wird. Tückisch sind die nur millimetergroßen, dornigen Samen, die an Reifen und Maschinen anhaften und so entlang von Straßen und Feldwegen oder von Feld zu Feld verschleppt werden. Die Ambrosia hat sich in verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen wie Mais, Soja, Sonnenblumen und Ölkürbis zu einem Problemunkraut entwickelt, da sie bei ausreichender Wasser- und Nährstoffversorgung eine beachtliche Größe und Biomasse erreichen kann und dann zum Teil auch flächendeckend auftritt (Follak 2008). Die Samen bleiben bis etwa 40 Jahre keimfähig (Düll & Kutzelnigg 2022).

 
Das Beifuß-Traubenkraut gehört zu den stärksten bekannten Allergenen, da bereits 6 bis 10 Pollenkörner pro m³ Luft eine Reaktion auslösen können. Zum Vergleich wirkt Gräserpollen ab 15 und Birkenpollen ab 30 Körnern je m³ Luft. In den USA ist die Pflanze der bedeutendste Allergieauslöser. Etwa 10 % der US-Bevölkerung sind auf die Pollen der verschiedenen Ambrosia-Arten sensibilisiert, in Deutschland reagieren etwa 15,7 % der Menschen allergisch auf Ambrosiapollen (Baumann & al. 2013). In Ungarn sind bis zu 80 % aller Allergien auf Ambrosia artemisiifolia zurückzuführen, in Norditalien (Region Mailand) über 60 %, in Frankreich (Region Lyon) 30 bis 40 % und in der Region Wien ca. 30 % (Stöhr 2015). Es besteht eine Kreuzallergie mit Pollen von Echtem Beifuß, Artemisia vulgaris (Düll & Kutzelnigg 2022).
Aufgrund der allergenen Wirkung des Ambrosia-Pollens werden heute Wege gesucht, die invasive Art in ihrer weiteren Ausbreitung einzuschränken. Seit Juli 2017 besteht in Ungarn eine Pflicht zur Beseitigung der Ambrosia. Verstöße dagegen werden als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von 15.000 – 5 Mio. Forint geahndet. Die Bekämpfungspflicht erstreckt sich auf so gut wie jedes Grundstück, inklusive landwirtschaftlicher und öffentlich genutzter Flächen jeder Art. Auch in Österreich wurden von den Bezirkshauptmannschaften Graz Umgebung und Südoststeiermark bereits Strafen verhängt, wenn Flächen von Grundbesitzern mit Ragweed kontaminiert sind.
Gut entwickelte Pflanzen produzieren im Jahr zwischen 3000 und 30.000 Früchte.
Zu den möglichen biologischen Gegenspielern der Ambrosia gehören u.a. der Ambrosia-Blattkäfer, Ophraella communa, der Ambrosia-Streifenblattkäfer Zygogramma suturalis und der Falsche Mehltaupilz Plasmopara halstedii (Cabi 2024).

 
DEUTSCHLAND:
Aus Deutschland 1860 bzw. 1863 erstmals angegeben (Poppendieck 2007, Allard 1943). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1875 in einem Kleeacker bei Murnau am Staffelsee zwischen Seehausen und Rieden (Meierott & al. 2024). Bis Ende der 1970er-Jahre gab es nur an wenigen Stellen dauerhafte Vorkommen, so z.B. bei Guben in der Niederlausitz seit 1928 und in Ludwigshafen etwa seit den 1940er-Jahren. Seit Anfang der 1990er-Jahre mit zunehmender Ausbreitung (BfN 2013). Gegenwärtig bestehen Verbreitungszentren liegen vor allem in Süd- und Ostdeutschland (Junghans 2018).
ÖSTERREICH:
Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1883 (Glaser & al. 2025, Seebens & al. 2017). Bis 1950 fast nur von Bahnanlagen bekannt. Danach stieg die Zahl der Populationen an, wobei bis Anfang der 1970er-Jahre vor allem Ruderalstandorte neu besiedelt wurden, später waren es vor allem Straßenränder und Äcker (Essl & al. 2009). Gegenwärtig im außeralpinen Gebiet weit verbreitet und in starker Ausbreitung begriffen, vor allem in der Ost- und Südsteiermark, im Klagenfurter Becken, im Südburgenland und im pannonischen Gebiet Niederösterreichs, Wiens und des Nordburgenlands. In allen Bundesländern etabliert (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Im Kanton Zürich erstmals 1877 in Uerzlikon registriert, um 1900 in Zürich und Gibswil. Seit dem Jahr 2000 in beinahe allen Quadranten tieferer Lage im Kanton Zürich registriert. Nach einer vom AWEL organisierten Bekämpfungsaktion und infolge von gereinigtem Vogelfutter ist die Art im Kanton heute nur noch vereinzelt zu finden (Wohlgemuth & al. 2020). Sonst vor allem in der Region Genf, um den Genfer See, im Tessin und in der Nordschweiz (Infoflora 2023). Auch in Liechtenstein, so in Schaan (Waldburger & al. 2003).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch seit 1875 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1860 in den Niederlanden (FLORON 2021, Allard 1943), Frankreich (INPN 2021), seit 1883 in Belgien (Seebens & al. 2017), seit 2001 in Bulgarien (Seebens & al. 2017), seit 1700(?) in Dänemark (Seebens & al. 2017), seit 1954 in Estland (Seebens & al. 2017), seit 1863 in Frankreich (Cabi 2024), seit 1900 in Irland (Seebens & al. 2017), seit 1902 in Italien (Allard 1943, Galasso & al. 2024), seit 1965 in Portugal (Seebens & al. 2017), seit 1950 in Slowenien (Seebens & al. 2017), seit 1916 in Spanien (Seebens & al. 2017), seit 1895 in Großbritannien (Allard 1943), seit 1883 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1949 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).

 
 

Weitere Arten:

Ambrosia acanthicarpa

Im zentralen und westlichen Nordamerika ist das Dornfrüchtige Traubenkraut, Ambrosia acanthicarpa, beheimatet. Aus dem Gebiet wurde es 1973 aus Bad Oeynhausen-Dehme in Nordrhein-Westfalen gemeldet (Runge 1979). Die Art ist in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht enthalten.
 

Ambrosia bidentata

Im zentralen und östlichen Nordamerika ist das Zweizähnige Traubenkraut, Ambrosia bidentata, beheimatet, das unbeständig verschleppt in Hamburg-Wandsbeck (Junge 1915, Hand & Thieme 2023) und Nordrhein-Westfalen (Hassler & Muer 2022, Hand & Thieme 2023) angegeben wird.
 

Ambrosia maritima

Im Mittelmeergebiet, auf der Arabischen Halbinsel und in großen Teilen Afrikas ist das Strand-Traubenkraut, Ambrosia maritima, beheimatet. Es tritt im tropischen Afrika eingebürgert auf, im Gebiet nur vereinzelt angegeben, so ehemals in Mannheim in Baden-Württemberg (Wagenitz 1979), in Mering und Feucht in Bayern (Vollmann 1914, Hand & Thieme 2023), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Niedersachsen (Hassler & Muer 2022) und Schifferstadt in Rheinland-Pfalz (Vollmann 1914, Hand & Thieme 2023). Ob es sich bei den Funden nicht zumindest teilweise um Verwechslungen mit A. psilostachya handelt, muss offen bleiben (Hassler & Muer 2022). Der Beleg von Feucht in Bayern gehört jedenfalls zu A. psilostachya (Meierott & al. 2024). In der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als fraglich für Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein angegeben.
 

Ambrosia polystachya

Das im östlichen Südamerika beheimatete Reichährige Traubenkraut, Ambrosia polystachya, wird für Gebiet ehemals vorübergehend in Osnabrück in Niedersachsen angegeben (Wagenitz 1979, Hand & Thieme 2023).
 

Ambrosia psilostachya

Nordamerikanisch ist das Ausdauernde Traubenkraut, Ambrosia psilostachya (Syn.: A. coronopifolia), die im Gebiet lokal eingebürgert auftritt, so in Berlin, der Oberrhein-Ebene und in Sachsen (FloraWeb 2013). Sonst vielfach vereinzelt, so 1992 in Suebenheim, 1986 Reichenau und Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017, Sebald & al. 1996, Gutte 2004), in Bayern in Kahl am Main, Alzenau und im Großraum Nürnberg lokal eingebürgert (Lippert & Meierott 2014, Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), Deetz und Potsdam in Brandenburg (Buhr & Kummer 2009), in Hamburg-Boberg seit etwa 1950 (Poppendieck & al. 2011), Langen in Hessen (Gregor 2009), Schwerin-Görries und Pinnow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Heidenoldendorf in Nordrhein-Westfalen (Runge 1979, Hand & Thieme 2023), Ludwigshafen, Mundenheim, Oggersheim und Rheingönheim in Rheinland-Pfalz (Schäfer 1965, Mazomeit 1995, Hand & Thieme 2023), in Sachsen seit 1873, so 2015 bei Malschwitz und Radebeul (Gutte & al. 2013, Wünsche & al. 2016), zwischen Großkayna und Frankleben in Sachsen-Anhalt (John & Stolle 2006), Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) und Gera in Thüringen (Conrad 2000). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1902 bei Feucht (Meierott & al. 2024). In Österreich 1952 am Donauufer in Linz in Oberösterreich (Baschant 1955, Karrer 2021) und 2011 zwischen Obertauern und Tweng in Salzburg (Kadereit & Kadereit 2011, Karrer 2021). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1952 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz ehemals in Basel, ehemals bei Tamins in Graubünden (Infoflora 2023), Ascona im Tessin, Ballens in der Waadt und Hohtenn im Wallis (Wagenitz 1979)
Weiters subspontan u.a. in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021), in Italien (Galasso & al. 2024) und seit 1999 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Ambrosia tenuifolia

Das Feinfiedrige Traubenkraut, Ambrosia tenuifolia, ist in Südamerika beheimatet, findet sich neophytisch aber in Nordamerika, im südlichen Afrika, in Australien, Neuseeland und im Mittelmeerraum. Im Gebiet konnte es selten und unbeständig 1906 in Mannheim in Baden-Württemberg (Lutz 1910, Hand & Thieme 2023), 1916 in München-Nymphenburg in Bayern (Lippert & Meierott 2018), 1929 im Hafen Osnabrück in Niedersachsen (Preuss 1929, Hand & Thieme 2023) und 1933 im Hafen Deutz in Nordrhein-Westfalen (Wagenitz 1979, Hand & Thieme 2023) gefunden werden. Die Art wird in den “Farn-und Blütenpflanzen Baden-Württembergs” (Sebald & al. 1996) nicht genannt. Subspontan u.a. auch in Italien (Galasso & al. 2024).
 

Ambrosia trifida

Besonders im Elbe-, Neckar- und Rheintal ist das Dreispaltige Traubenkraut, Ambrosia trifida, zu finden, das in Nordamerika beheimatet ist. Anderenorts findet es sich nur unbeständig eingeschleppt, vor allem mit amerikanischem Getreide, Hühnerfutter und Kleesaaten (Wagenitz 1979) im Umfeld von Öl- und Getreidemühlen eingeschleppt (Poppendieck & al. 2011).
So etwa Neuostheim und Wieblingen in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1996, Hand & Thieme 2023), 1997 bei Eibelstadt, 1955 am Güterbahnhof Memmingen und 1906 in München in Bayern (Dörr & Lippert 2004, Vollmann 1914, Meierott & al. 2024), Berlin Tegel (Seitz & al. 2012), Hamburg (Kuschel 1998, Poppendieck & al. 2010), Hainstadt in Hessen (Buttler 1998, Hand & Thieme 2023), Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Edewecht im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Sürth bei Köln, Düsseldorf und Duisburg in Nordrhein-Westfalen (Hupke 1934, Hand & Thieme 2023), 1990 Bruchwiesenstraße in Ludwigshafen, im Hafen von Brohl, im Hafen von Koblenz-Wallersheim und Godramstein in Rheinland-Pfalz (Schäfer 1965, Mazomeit 1995, Hoffmann 2003, Vollmann 1914), in Sachsen seit 1899, so 1965 bei den Hafensilos Leipzig, Schmiedefeld, Guttau, Eubenberg und Lößnitzgrund in Sachsen (Gutte 2006, Gutte & al. 2013), Magdeburg-Salbke und Salzwedel in Sachsen-Anhalt (Brandes 2007, Brennenstuhl 2005), Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) und Thüringen (Zündorf & al. 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1906 in München (Meierott & al. 2024). In Österreich in Baldramsdorf bei Spittal an der Drau in Kärnten (Widder 1963, Glaser & al. 2024), Wegscheid und St. Martin in Oberösterreich (Schmid & Hamann 1963, Glaser & al. 2025), 1948 am Salzachdamm in der Stadt Salzburg (Pilsl & al. 2008) und Graz-Gösting und Graz-Puntigam in der Steiermark (Melzer 1954, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1948 (Glaser & al. 2025). In Südtirol ehemals bei Atzwang (Schiffner 1899). In der Schweiz zwischen 1970 und 1985 mehrfach im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973, Baumgartner 1985), ehemals bei Bern, Genf (Infoflora 2023), Buchs in Graubünden (Thellung 1915) und Altstetten, Giesshübel, Hardsee und Tiefenbrunnen in Zürich (Landolt 2001)
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), in den Niederlanden (FLORON 2021), in Frankreich (INPN 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), seit 1960 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1980 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

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