Plectranthus

Harfenstrauch, Lippenblütler, Lamiaceae

Gattung:

Plectranthus umfasst etwa 83 Arten (Kew 2023), die in Afrika und Südasien beheimatet sind. Plectranthus umfasste lange Zeit um die 350 Arten, bis phylogenetische Untersuchungen zeigten, dass viele Arten zu Gattungen wie Coleus, Solenostemon, Pycnostachys und Anisochilus zu stellen sind (Platon & al. 2019).
 

Plectranthus fruticosus

Echter Harfenstrauch, Mottenkönig,
Plectranthus fruticosus,
Lippenblütler, Lamiaceae

 

Steckbrief:

Bis 70 cm hohe, durch enthaltene ätherische Öle aromatisch riechende Staude mit gestielten Blättern und ei- bis herzförmigen Spreiten und gekerbtem Blattrand. Blüten hell-violettblaue Lippenblüten in rispig angeordneten Blütenständen. Blütezeit von subspontanen Vorkommen im Gebiet unbekannt.
 

Heimat:

Südöstliches Afrika.
 

Nutzung:

Zierpflanze. Bei den als „Weihrauch“ oder „Mottenkönig“ in einer meist panaschiertblättrigen Form für Blumenkästen und Tröge genutzten Form handelt es sich meist um andere Plectranthus-Arten wie P. coleoides oder P. forsteri (Platon & al. 2019).

 

Ausbreitung:

In Europa seit spätestens 1817 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008).
DEUTSCHLAND:
1910 für den Friedhof von Mannheim in Baden-Württemberg angegeben (Hegi 1975, Hand & Thieme 2024). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1996) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 4). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg.

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.



Paton A. J., Mwanyambo M., Govaerts R. H. A., Smitha K., Suddee S., Phillipson P. B., Wilson T. C., Forster P. I. & Culham A. (2019): Nomenclatural changes in Coleus and Plectranthus (Lamiaceae): A tale of more than two genera. – PhytoKeys 129: 1–158.

Sebald O., Seybold S, Philippi G. & Wörz A. (1996): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 5: Buddlejaceae bis Caprifoliaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.