Ausbreitung:
Beheimatet auf den Kanarischen Inseln und in Nordwest-Afrika. In Italien seit 1532 in Gartenkultur belegt, in Deutschland seit 1539 durch Hieronymus Bock. Auch Conrad Gessner nennt das Kanariengras 1561 in seinem Horti Germaniae als Gartenpflanze und im 17. Jahrhundert war die Art in Mitteleuropa ein beliebtes Ziergras (Krausch 2003). In neuerer Zeit auch häufig mit Vogelfutter eingeschleppt (Sebald & al. 1998), über weggeworfenen Vogelsand (Düll & Kutzelnigg 2022) und vielfach über Klärsubstrate verbreitet. Gegenwärtig im Gebiet vielfach und weit verbreitet, aber stets unbeständig.
DEUTSCHLAND:
In allen Bundesländern unbeständig, so 1999 bei Eichenberg, 1966 am Güterbahnhof Wangen, bei Bruchsal, Obergrombach, Durlach, Karlsruhe und Mingolsheim in Baden-Württemberg (Dörr & Lippert 2001, Hassler 2021), bei Bamberg, Haßfurt, Schweinfurt, Neustadt an der Saale, Blaichach, Sonthofen, Faulenbach, Altstädten, Fischen und Oberstdorf in Bayern (Meierott 2008, Dörr & Lippert 2001), Berlin-Neukölln (Sukopp & Schneider 2013), Perleberg und Satzkorn in Brandenburg (Fischer 2017, Kummer & Buhr 2006), Hamburg (Kuschel 1998, Poppendieck & al. 2010), Hessen (Hand & Thieme 2024), Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Bevenrode und Lehndorf in Niedersachsen (Brandes 2003), Dortmund-Buchholz, Bielefeld, Borgholzhausen, Versmold, Amshausen, Halle-Künsebeck und Steinhagen in Nordrhein-Westfalen (BBV 2016, Lienenbecker 1980, Kulbrock & Lienenbecker 2002), Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Schäfer 1965, Mazomeit 1995, Hand & Thieme 2024), Saarland (Hand & Thieme 2024), Löbau, Leipzig und Brunndöbra in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006, Breitfeld 2021), Sachsen-Anhalt (Müller & al. 2021), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022) und Erfurt in Thüringen (Reinecke 1914).
ÖSTERREICH:
In allen Bundesländern unbeständig (Glaser & al. 2025), so etwa Güssing und Grodnau im Burgenland (Traxler 1984, Gilli & al. 2022), mehrfach im Klagenfurter Becken in Kärnten (Hartl & al. 1992, Glaser & al. 2025), Mödling, Eggenburg, Stein a. d. Donau und Kottingbrunn, Möllersdorf, Traiskirchen, Tribuswinkel und Schlosspark Laxenburg in Niederösterreich (Janchen 1977, Sauberer & Mrkvicka 2020, Sauberer & al. 2025, Sauberer & al. 2025a), Mühlheim, Obernberg am Inn, an der Mühlkreisbahn bei Pürnstein, in Asten, Hargelsberg, Kronstorf und Steinbach a. d. Steyr in Oberösterreich (Hohla 2001, Hohla & al. 2002, Essl 1999, Essl 2004), Siggerwiesen, Schmiedingerstraße, Robinigstraße und Maierwiesweg in der Stadt Salzburg (Schröck & al. 2004, Pilsl & al. 2008), Graz Griesplatz in der Steiermark (Melzer 1991, Glaser & al. 2025), bei Vils, Pflach und zwischen Häselgehr und Elmen in Nordtirol (Dörr & Lippert 2001), Bannberg in Osttirol (Maier & al. 2001), 1989 bei Lingenau, in Altach, Dornbirn, Feldkirch, Lustenau und zwischen Bersbuch und Bezau in Vorarlberg (Dörr & Lippert 2001, Maier & al. 2001) und im Anton-Baumann-Park, an der Kreuzung Staudgasse/Martinstraße und der Kreuzung Nordwestbahnstraße/Pappenheimgasse in Wien (Essl 2006). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1795 (Glaser & al. 2025). In Südtirol u.a. in Meran, Bozen, Brixen, Sigmundskron, Lana, Untermais, Wangen im Sarntal, Stofels und Eppan (Kiem 1978, Wilhalm 2001).
SCHWEIZ:
In tieferen Lagen vielfach und vorübergehend, so im Aargau, im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen, in Ruchfeld in Basel-Landschaft, in den Kantonen Freiburg, Graubünden, Jura, Neuenburg, Gennersbrunn in Schaffhausen, in den Kantonen Solothurn, Thurgau, Waadt, Wallis und mehrfach in Zürich (Baumgartner 1985, Thellung 1915, Thellung 1919, Welten & Sutter 1982, Landolt 2001, Infoflora 2024). Die aktuellen Fundstellen im Kanton Zürich liegen im Limmattal, Stadt Zürich, Sihltal/Albis und Oberes Glatttal (Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. seit 1847 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 1960 in Albanien (Seebens & al. 2017), seit 1882 in Bosnien-Herzegowina (Seebens & al. 2017), seit 1791 in Estland (Seebens & al. 2017), seit 1846 in Lettland (Seebens & al. 2017), seit 1933 in Litauen (Seebens & al. 2017), seit 1800 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1816 in Schweden (Seebens & al. 2017), seit 1887 in Island (Seebens & al. 2017), seit 1866 in Irland (Seebens & al. 2017), in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1908 in Polen (Seebens & al. 2017), seit 1873 in Rumänien (Seebens & al. 2017), seit 1781 im europäischen Russland (Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1867 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1854 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).