Oxybasis

Gänsefuß, Amarantgewächs, Amaranthaceae

Gattung:

Oxybasis umfasst etwa 13 Arten (Kew 2023) in Eurasien, Amerika, Australien und Nordwest-Afrika. Die Gattung wurde 1841 aufgestellt, aber erst 2012 neu umschrieben. Mehrere Arten, die zuvor innerhalb Chenopodium geführt wurden, sind zu Oxybasis gestellt worden.
 

Oxybasis antarctica

Patagonischer Gänsefuß,
Oxybasis antarctica
(Syn.: Chenopodium antarcticum, Blitum antarcticum)
Amarantgewächs, Amaranthaceae
 

Steckbrief:

Bis 25 cm lange, niederliegende bis aufsteigende, von der Basis aus reich verzweigte, mehlig bestäubte Mehrjährige mit gestielten Blättern und tief gelappten Blattspreiten. Blüten unscheinbar, in Knäueln in den Blattachseln sitzend. Blütezeit im Gebiet nicht bekannt.
 

Heimat:

Patagonien.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

Mit Wolle verschleppt.
DEUTSCHLAND: ---
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
1924 und 1927 für Derendingen in Solothurn angegeben (Hegi 1979).
ANDERE LÄNDER:
Schottland (Hegi 1979).

 
Weitere Arten:

Oxybasis macrosperma

Im westlichen und südlichen Südamerika ist der Großsamige Gänsefuß, Oxybasis macrosperma (Syn.: Chenopodium macrospermum), beheimatet. Ins Gebiet ist er vor allem mit Wolle und Ölfrüchten eingeschleppt gekommen, so 1932 in Salach in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1990, Hand & Thieme 2023), in Hamburg (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), 1930 Hannover-Döhren in Niedersachsen (Aellen & Scheuermann 1936, Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), Siegen und 1915 Hafen Neuss in Nordrhein-Westfalen (Hegi 1979, Bonte 1930, Hand & Thieme 2023), 1934 bei der Kläranlage Leipzig-Rosental in Sachsen (Fiedler 1936, Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), Rodleben in Sachsen-Anhalt (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023) und Derendingen in Solothurn (Hegi 1979). Eine Fundangabe für Schleswig-Holstein wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023 sub Chenopodium macrospermum) als irrig geführt.
 

Oxybasis parodii

Der Parodi-Gänsefuß, Oxybasis parodii (Syn.: Chenopodium parodii) ist in Salzsümpfen in Südamerika beheimatet und wird für 1927 aus Derendingen bei Solothurn eingeschleppt angegeben (Hegi 1979). Benannt zu Ehren des argentinischen Botanikers und Agraringenieurs Lorenzo Raimundo Parodi (1895-1966). Parodi war Spezialist für Süßgräser und Erforscher der Flora Paraguays. Nach ihm sind Gattungen wie Parodianthus aus der Familie der Verbenengewächse und Parodiodendron aus der Familie der Wolfsmilchgewächse benannt.
 

Quellen

Aellen P. & R. Scheuermann (1936): Fünfter Beitrag zur Kenntnis der Adventivflora Hannovers – Jahresbericht der Naturhistorischen Gesellschaft zu Hannover 81-87: 258-260.

Bonte L. (1930): Beiträge zur Adventivflora des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. Verh. D. naturh. Ver. D. preuß. Rheinlande und Westfalens 86: 141−255.

Fiedler O. (1936): Die Fremdpflanzen an der Mitteldeutschen Großmarkthalle zu Leipzig 1932–1936 und ihre Einschleppung durch Südfruchttransporte – Hercynia 1: 124–148.

 



Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1979): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 3 (Teil 2). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 453–1264.

Sebald O., Seybold S. & G. Philippi (1990): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 1: Lycopodiaceae bis Plumbaginaceae. 2. Aufl., Verlag E. Ulmer, Stuttgart.