Onobrychis

Esparsette, Hülsenfrüchtler, Fabaceae

Gattung:

Onobrychis umfasst etwa 205 Arten (Kew 2023) in Eurasien und Nordafrika mit Mannigfaltigkeitszentrum vom Iran bis Zentralasien.
 

 

Onobrychis caput-galli

Hahnenkamm-Esparsette,
Onobrychis caput-galli
Hülsenfrüchtler, Fabaceae

 

Steckbrief:

Bis 40 cm hohe Einjährige mit unpaarig gefiederten Blättern und 4−9 Fiederpaaren. Blättchen linealisch bis breit-lanzettlich, bis 20 mm lang und 6 mm breit, vorne mit einem Stachelspitzchen. Blütenstand 3−8 cm lang gestielt, mit 2 bis 8 dunkelrosa Blüten. Krone 7−8 mm lang, Flügel wenig kürzer als das Schiffchen. Kelchzähne 2−4 × so lang wie die Kelchröhre. Früchte kugelig, mit mehreren Kämmen, diese mit jeweils 4−9 Stacheln. Blütezeit April bis Juni.
 

Name:

Der ungewöhnliche deutsche Name Esparsette leitet sich vom provenzalischen Namen „esparceto“ für den etwas ähnlichen Süßklee, Hedysarum, ab. 
 

Heimat:

Weites Mittelmeergebiet, östlich bis in den Iran.
 

Nutzung:

Keine.
 
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Unbeständig verschleppt, so 1882 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1910, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023) und 1894 für Rüdersdorf in Brandenburg (Behrendsen 1896, Hassler & Muer 2022) angegeben. Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1992) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan auch in Belgien (Verloove 2021).

 

Quellen

Behrendsen W. (1896): Zur Kenntnis der Berliner Adventivflora – Verhandlungen des Botanischen Vereins für die Provinz Bradenburg 38: 76-100.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hassler M. & Muer T. (2022): Flora Germanica – Bildatlas der Farn- und Gefäßpflanzen Deutschlands. 2 Bände.

Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 4 (Teil 3). 2.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 1114–1750.



Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Sebald O., Seybold S. & G. Philippi (1992): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 3: Rosaceae bis Fabaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Verloove F. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11−171.