Neopallasia

Pallaskraut, Korbblütler, Asteraceae

Gattung:

Monotypisch.
 

Neopallasia pectinata 

Pallaskraut,
Neopallasia pectinata  
Korbblütler, Asteraceae

 

Steckbrief:

Bis 35 cm hohe, an Artemisia erinnernde Einjährige oder kurzlebig Ausdauernde mit graugrünen, gefiederten Blättern und linearen Blattabschnitten. Blütenstand eine durchblätterte Rispe. Blütenkörbe unscheinbar, auf kurzen Stielen in den Blattachseln. Blütezeit im Heimatgebiet Juni bis August.
 

Name:

Benannt zu Ehren des deutsch-russischen Naturforschers und Entdeckungsreisenden Peter Simon Pallas (1741−1811), der Expeditionen durch Sibirien und das südliche Russische Reich unternahm. Pallas schrieb zahlreiche zoologische, geologische, geographische und ethnologische Werke, er befasste sich mit einem Eisenmeteoriten, einem 'Prototyp' der Pallasite und starb während seiner Arbeit an der 'Zoographica Rosso-Asiatica' in Berlin, wo er ein Ehrengrab erhielt (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Zentralasien von Kasachstan bis Ostchina.
 

Nutzung:

Keine. Kieler Zoologen haben aber in der schleimigen Schutzschicht der Pflanzensamen stark haftende Nanofasern aus Cellulose entdeckt, die beispielsweise in der Biomedizin zum Einsatz kommen könnten (Schaber & al. 2018).
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
1989 angegeben für Leipzig-Seehausen in Sachsen (Gutte 2006, Hand & Thieme 2024).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

Gutte P. (2006): Flora der Stadt Leipzig, einschließlich Markkleeberg – Weißdorn-Verlag, Jena, 278 S.



Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Schaber C.F., Kreischitz A. & S.N. Gorb (2018): Friction-Active Surfaces Based on Free-Standing Anchored Cellulose Nanofibrils - ACS Applied Materials & Interfaces Vol 10/Issue 43