Modiolastrum gilliesii
Storchschnabel-Modiole,
Modiolastrum gilliesii
Malvengewächs, Malvaceae
Steckbrief:
Bis 30 cm lange, niederliegende bis aufsteigende Staude mit knollenartigen Wurzeln und wurzelnden Stängelknoten. Blattspreiten tief gespalten, Blattabschnitte gelappt. Kronblätter pinkfarben, etwa 15 mm lang. Blütezeit im Gebiet nicht bekannt.
Name:
Benannt zu Ehren des schottischen Pflanzensammlers John Gillies (1792−1834). Gillies war Schiffsarzt und Botaniker. Als 28-Jähriger erhoffte er sich durch eine Reise nach Südamerika dem frühen Tod durch Tuberkulose zu entkommen. Er blieb bis 1828 in Südamerika und sammelte in Argentinien, Brasilien und Chile eine Vielzahl an Pflanzen. Seine nach der Rückkehr nach Europa verbliebene Zeit nutzte er, um seine große Pflanzensammlung zu ordnen und jeweils in Teilen an befreundete Botaniker zur weiteren Auswertung zu geben. Neben mehreren Arten ist auch die Gattung Gilliesia aus der Familie der Amaryllisgewächse nach ihm benannt.
Heimat:
Zentrales Südamerika.
Nutzung:
Keine.
Ausbreitung:
Obwohl bereits der britische Botaniker J.G. Baker 1885 Werbung für die Art als Gartenpflanze machte, in dem er schrieb „This is a fine plant, tolerably well known in gardens it has been in full flower on the Kew rockery for the last month“ (Cheek & Mathew 2001), konnte sich die Art als Gartenstaude in Mitteleuropa nicht durchsetzen.
DEUTSCHLAND:
Mit Ölfrüchten eingeschleppt angegeben 1929 im Hafen Emmerich in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1937). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---