Marrubium

Andorn, Lippenblütler, Lamiaceae

Gattung:

Marrubium umfasst etwa 51 Arten (Kew 2023) mit der größten Artenvielfalt im Mittelmeergebiet und in Südwest-Asien und Mannigfaltigkeitszentren in Marokko, Anatolien und im Iran.
 

Marrubium catariifolium 

Katzenminzen-Andorn,

Marrubium catariifolium  
Lippenblütler, Lamiaceae

 

Steckbrief:

Bis 40 cm hohe Einjährige mit kantigem Stängel und gestielten Blättern. Blattspreiten eiförmig, eichenartig gelappt mit stumpfen Blattlappen. Blüten quirlartig oberhalb der gegenständigen Blätter, purpurn bis violettblau, mit schwach dreilappiger Unterlippe. Blütezeit Juni bis Juli.
 

 

Heimat:

Kaukasus-Gebiet.
 

Nutzung:

Keine. Bei der Art konnten antibakteriell wirkende Inhaltsstoffe festgestellt werden (Ulukanli & Akkaya 2011).
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Um 1934 unbeständig in München in Bayern aufgetreten (Suessenguth 1934, Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
 
Weitere Arten:

Marrubium incanum

In Süd- und Südosteuropa von Sardinien bis Bulgarien ist der Adriatische Andorn, Marrubium incanum, beheimatet.
Er wird sehr selten als Zierstaude kultiviert und im Gebiet 1891 für den Hafen von Mannheim in Baden-Württemberg (Hegi 1975, Hand & Thieme 2023) eingeschleppt angegeben. Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1996) nicht geführt.
 

Marrubium leonuroides

Der Herzgespann-Andorn, Marrubium leonuroides, ist auf der Krim und im nördlichen Kaukasusgebiet beheimatet und wird im Gebiet 1976 für den Hafen Trotha bei Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt (Schnedler 1977) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Quellen

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 4). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Lippert W. & Meierott L. (2018): Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns – Vorarbeiten zu einer neuen Flora von Bayern. 251 S.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.



Schnedler W. (1977): Adventive Solanum-Arten – Göttinger Floristische Rundbriefe 10(4): 88-91.

Sebald O., Seybold S, Philippi G. & Wörz A. (1996): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 5: Buddlejaceae bis Caprifoliaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Suessenguth K. 1934: Neue Beobachtungen über Phanerogamen- und Gefäßkryptogamenflora von Bayern VII. – Ber. Bayer. Bot. Ges. 21: 1-57.

Ulukanli Z. & A. Akkaya (2011): Antibacterial Activities of Marrubium catariifolium and Phlomis pungens Var. Hirta Grown Wild in Eastern Anatolia, Turkey - Microsoft Word - 18F IJAB-10-367, 105-109 (fspublishers.org)