Leucaena leucocephala
Weißkopfmimose, Pferde-Tamarinde,
Leucaena leucocephala
Hülsenfrüchtler, Fabaceae
Steckbrief:
Bis 5 m hoher, halbimmergrüner Strauch oder Baum mit wechselständigen, 7−25 cm langen, doppelt gefiederten Blättern und 10−19 Blättchenpaaren. Blüten mimosenähnlich, klein, weiß und zu vielen in kugeligen, oft paarweise angeordneten Köpfchen. Hülsen gerade, abgeflacht, 12−20 cm lang, mit 15-25 Samen. Blütezeit im Gebiet nicht bekannt.
Heimat:
Mexiko bis Mittelamerika.
Nutzung:
In wärmeren Gebieten zur Wiederbewaldung und als Viehfutter genutzt. Blätter, Früchte und Blütenknospen werden roh oder gekocht gegessen, die Samen dienen geröstet und gemahlen als Kaffeeersatz. In Mitteleuropa wird die Pflanze als Kübel-Ziergehölz kultiviert.
Ausbreitung:
In verschiedene tropischen bis subtropischen Gebieten eingeführt und dort lokal invasiv. Die Art führt eine Symbiose mit Ameisen unterschiedlicher Gattungen, die von extrafloralen Nekatrien an den Blattbasen angelockt werden und dem Baum als Schutz vor der ebenfalls pantropisch verbreiteten Blattflohart Heteropsylla cubana dienen (Persad 1990, Lach & al. 2010).
DEUTSCHLAND:
Im Gebiet nur einmal subspontan in Hamburg gefunden. Hier 2019 als Keimling auf einer Eisenerzhalde im Sandauhafen entdeckt und für die Bestimmung in Kultur genommen. Das Eisenerz dürfte aus Brasilien stammen (Bodendieck & al. 2021, Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Nachweise für Europa finden sich von Zypern und Spanien. Die ersten spontanen Vorkommen auf dem europäischen Festland breiteten sich von gepflanzten Straßenbäumen aus und stammen vom Ende der 1980er-Jahre aus der Innenstadt Barcelonas (Casasayas 1989). Gut dokumentiert ist der Naturalisierungsprozess der Art im spanischen Andalusien durch Dana et. al. (2005).