Lepidium

Kresse, Kreuzblütler, Brassicaceae

Gattung:

Lepidium umfasst, inklusive Cardaria, Coronopus und Stroganowia, etwa 262 Arten (Kew 2023) und ist fast weltweit verbreitet. Mannigfaltigkeitszentren sind Südamerika, Nordamerika, Zentralasien und Südwest-Asien. Mehrere Arten sind auch in Australien heimisch.
 

 

Lepidium densiflorum

Dichtblütige Kresse,
Lepidium densiflorum 
Kreuzblütler, Brassicaceae

 

Steckbrief:

5–40 cm hohe Ein- bis Zweijährige mit linealen bis lanzettlichen, entfernt gezähnten, am Grund bewimperten, dreinervigen oberen Stängelblättern und behaartem Stängel. Untere Blätter ungeteilt und gezähnt oder einfach fiederteilig mit großem Endabschnitt. Kronblätter meist fehlend oder unscheinbar fadenförmig. Fruchtstand sehr dicht, Schötchen länger als breit, 3–4 mm lang, 2,5–3 mm breit, mit enger Ausrandung. Flügelartiger Rand an den Samen höchstens 0,1 mm breit. Blütezeit Mai bis Juli.
Verwechslungsmöglichkeit: Bei der Verkannten Kresse, Lepidium neglectum, sind die oberen Stängelblätter einnervig und am Grund nicht bewimpert.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

Nordamerikanische Art, in Europa eingebürgert seit etwa 1870 (Sebald & al. 1990), in Franken seit 1894 aus Nürnberg bekannt (Meierott 2008), in Salzburg seit 1897 (Pilsl & al. 2008) und in der Prignitz Brandenburgs seit 1956 (Fischer 2017). Besiedelt werden vor allem Bahngelände, Truppenübungsplätze, Wegränder und Schuttplätze. Gegenwärtig im Gebiet weit verbreitet mit Verbreitungsschwerpunkten im Osten.
 
DEUTSCHLAND:
In allen Bundesländern verschleppt bis eingebürgert mit Verbreitungsschwerpunkten in den östlichen Bundesländern, in Ober- und Unterfranken (Hetzel & Meierott 1998) und im Oberrheingebiet (Floraweb 2013). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1894 in Nürnberg (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH: 
In allen Bundesländern etabliert (Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1897 (Pilsl & al. 2008). Auch in Südtirol.
SCHWEIZ: 
Vielfach, so in den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, St. Gallen, Tessin, Waadt, Wallis und Zürich (Welten & Sutter 1982, Infoflora 2024). Im Kanton Zürich um das Jahr 1900 in 7 Quadranten gefunden, aktuell aus 12 Flächen bekannt (Wohlgemuth & al. 2020). Auch in Liechtenstein, so in Eschen (Waldburger & al. 2003).

 
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. seit 1886 auch in Belgien (Verloove 2021), seit 1861 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), in Frankreich (Jalas & al. 1996), Italien (Jalas & al. 1996), Slowenien (Jalas & al. 1996), Ungarn (Jalas & al. 1996), seit 1980 in Rumänien (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Moldawien (Jalas & al. 1996), seit 1895 in der Ukraine (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), seit 1898 im europäischen Russland (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), in Weißrussland (Jalas & al. 1996), seit 1888 in Polen (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Königsberg (Jalas & al. 1996), seit 1937 in Litauen (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), seit 1898 in Lettland (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), seit 1931 in Estland (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Finnland (Jalas & al. 1996), seit 1940 in Island (Seebens & al. 2017), Schweden (Jalas & al. 1996), Dänemark (Jalas & al. 1996), seit 1904 in Tschechien (Jalas & al. 1996, Pyšek & al. 2012) und seit 1920 in der Slowakei (Jalas & al. 1996, Medvecká & al. 2012).
 

 
Weitere Arten:

Lepidium africanum

Die Sparrige Kresse, Lepidium africanum (Syn.: L. africanum subsp. divaricatum, L. divaricatum) ist von Südafrika bis Saudi-Arabien beheimatet. Im Gebiet angegeben 1928 für den Hafen Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1937) und 1989 für Seehausen und 1978 für Leipzig-Möckern in Sachsen (Gutte 2006). Eine Fundangabe aus Hessen ist nach Hand & Thieme (2023) irrig, die aus Sachsen fraglich. Subspontan u.a. 1904 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1913 in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1964 in Estland (Seebens & al. 2017) und seit 1964 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

 

Lepidium apetalum

Die Kronblattlose Kresse, Lepidium apetalum, ist vom osteuropäischen Russland bis Japan verbreitet und wird im Gebiet für zahlreiche Stellen, allerdings nur früher ohne aktuelle Meldungen, angegeben. So 1895 am Hallertor Nürnberg in Bayern (Schwarz 1897), 1894 in Berlin-Kurfürstendamm (Behrendsen 1896), 1899 in Forst in Brandenburg (Decker 1924), 1892 Osterdeich in Bremen (Bitter 1893), Mühlenkamp und Ausschlägerweg in Hamburg (Schmidt 1890), Demmin in Mecklenburg-Vorpommern (Winkelmann 1891), Kugelbaake Cuxhaven in Niedersachsen (Buchenau 1891), Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen (Koenen 1916), Zwalbach bei Weiskirchen im Saarland (Wirtgen 1911), 1883 Görlitz in Sachsen (Ascherson & Wünsche 1887), Magdeburg in Sachsen-Anhalt (Ascherson 1892) und 1897 in Nordhausen-Krimderode in Thüringen (Brandes 1900). Die Sippe wird in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024) als Synonym von L. densiflorum geführt und in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt. Von manchen Taxonomen wird die Sippe innerhalb von L. densiflorum bzw. L. virginicum gesehen.
 

Lepidium argentinum

In Nordwest-Argentinien ist die Argentinische Kresse, Lepidium argentinum, endemisch, die 1922 als Getreidebegleiter eingeschleppt für die Gottschalkmühle im Hafen Krefeld in Nordrhein-Westfalen angegeben wird (Bonte 1937, Hand & Thieme 2023).
 

Lepidium aucheri

Von Ägypten über Saudi-Arabien bis Kasachstan ist die Aucher-Kresse, Lepidium aucheri, verbreitet. Benannt ist sie zu Ehren des französischen Botanikers Pierre Martin Rémi Aucher-Éloy (1792−1838), der vor allem im Orient Pflanzen sammelte und diese dann ans naturkundliche Museum in Paris verkaufte. Im Gebiet subspontan angegeben für Hamburg (Hand & Thieme 2023).
 

Lepidium auriculatum

Die Kelch-Kresse, Lepidium auriculatum (Syn.: L. aletes, L. calycinum) ist in Südamerika beheimatet und wird für das Gebiet 1914 adventiv für Hannover-Döhren in Niedersachsen (Probst 1949, Hassler & Muer 2022) und 1913 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hassler & Muer 2022) angegeben.
 

Lepidium austrinum

Die Südliche Kresse, Lepidium austrinum, ist in den südlichen USA und in Nordmexiko beheimatet und wird mit Baumwolle eingeschleppt für Atzenbach in Baden-Württemberg (Baumgartner 1975) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Lepidium bonariense

In Südamerika weit verbreitet ist die Buenos-Airos-Kresse, Lepidium bonariense. Sie wird in Europa vielfach subspontan angegeben, im Gebiet 1936 für Stuttgart-Wangen in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), wohl mit Ölfrüchten eingeschleppt für den Hafen Osnabrück in Niedersachsen (Preuss 1929, Weber 1995, Hand & Thieme 2023), 1928 und 1929 für den Hafen Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen (Scheuermann 1930, Hand & Thieme 2023), 1938 für die Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006, Hand & Thieme 2023) und für Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023). Subspontan u.a. auch 1906 in Belgien (Verloove 2021), 1889 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017) und 1911 in Großbritannien (Seebens & al. 2017).
 

Lepidium chalepense

Die Aleppo-Pfeilkresse, Lepidium chalepense (Syn.: Cardaria draba subsp. chalepensis) ist in Südwest- und Zentralasien beheimatet und wird 1924 für den Güterbahnhof Freiburg im Breisgau in Baden-Württemberg (Jauch 1938, Hassler & Muer 2022), 1903 für den Südbahnhof München in Bayern (Vollmann 1914, Jauch 1938, Lippert & Meierott 2018), für Hamburg-Finkenwerder (Christiansen 1929), 1958 für Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005) und für Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) angegeben. Subspontan u.a. 1912 auch in Belgien (Seebens & al. 2017) und in Großbritannien (Cabi 2024).
 

 

Lepidium didymum

Aus Südamerika stammt der Zweiknotige Krähenfuß, Lepidium didymum (Syn.: Coronopus didymus), der im Gebiet unbeständig bis eingebürgert auftritt und der inzwischen in großen Teilen der Erde verschleppt zu finden ist. 
Die Blätter der Art sind essbar und haben einen kresseartigen Geschmack. 
Subspontan seit 1808 in Deutschland und 1909 in Österreich (Glaser & al. 2025). Im Kanton Zürich seit 1875 bekannt (Wohlgemuth & al. 2020). Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1857 in Belgien (Verloove 2021), in Portugal (Jalas & al. 1996), Spanien (Jalas & al. 1996), seit 1930 in Frankreich (Seebens & al. 2017), seit 1981 auf Korsika (Seebens & al. 2017), seit 1778 in Großbritannien (Hegi 1959, Jalas & al. 1996), seit 1819 in Irland (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), seit 1886 in Dänemark (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Norwegen (Jalas & al. 1996), Schweden (Jalas & al. 1996), Finnland (Jalas & al. 1996), seit 1836 in Lettland (Seebens & al. 2017), Polen (Jalas & al. 1996), Slowenien (Jalas & al. 1996), Kroatien (Jalas & al. 1996), Italien (Jalas & al. 1996), seit 1976 in Albanien (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Griechenland (Jalas & al. 1996), Rumänien (Jalas & al. 1996), seit 1903 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1975 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012)
Die Art wird mancherorts als Viehfutter eingesetzt.
 

Lepidium ecklonii

Die Ecklon-Kresse, Lepidium ecklonii, ist in der Kapprovinz Südafrikas beheimatet und wird im Gebiet 1923 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023) angegeben. Die Art ist zu Ehren des deutsch-dänischen Botanikers und Pharmazeutens Christian Friedrich Ecklon (1795−1868) benannt. Ecklon sammelte ab 1823 Pflanzen in der Kapregion und lebte ab 1838 nach der Auswertung der Funde in Hamburg dann ganz in Südafrika (Burkhardt 2018).
 

Lepidium fasciculatum

Die Büschel-Kresse, Lepidium fasciculatum, ist in Ost- und Westaustralien beheimatet und wird im Gebiet 1857 für Aschaffenburg in Bayern (Lippert & Meierott 2018) und 1913 und 1923 vorübergehend mit Wolle eingeschleppt für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Höppner & Preuss 1926, Hand & Thieme 2023) angegeben. Die Art ist in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024) nicht enthalten. Subspontan 1837 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021).
 

Lepidium heterophyllum

Die südwesteuropäische Smith-Kresse, Lepidium heterophyllum (Syn.: L. smithii) ist im Synonym nach dem englischen Botaniker James Edward Smith (1759−1828) benannt. Smith war Gründer der Linnean Society und verfasste mehrere Tausend botanische Artikel. 
Die auch Verschiedenblättrige Kresse genannte Art tritt auf nährstoffreichen, auch metallbelasteten Böden auf, in Deutschland sehr zerstreut, öfters nur in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Karlsruher Stadtgebiet sich einbürgernd (Hassler 2021). Weiters 1933 am Güterbahnhof Reutlingen in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1990), 1992 am Sportplatz Wurlitz, 2002 auf einer Erdschüttung im Hafen Bamberg und 1940 am Bahnhof Wolnzach in Bayern (Meierott & al. 2024), Berlin (Seitz & al. 2012), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), im Bremer Hafen (Misskampf & Züghart 2000), Hamburg (Hand & Thieme 2023), bei der Cambrai-Fritsch-Kaserne bei Darmstadt in Hessen (Jung 2010), in Mecklenburg-Vorpommern in Rostock, Grünz und Teterow (Fukarek & Henker 2005), 1984 in Osnabrück in Niedersachsen am Mittellandkanal entdeckt und seither ausgebreitet bis Bramsche-Hafen und Venne (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), bei Ahrweiler, Laubach, Pluwig und Hermeskeil in Rheinland-Pfalz (Gerstberger & Düll 1990, Hoffmann 2003, Hand & al. 2016), in Zittau, Rothenburg, Bautzen, Leipzig und Weißensand in Sachsen (Gutte & al. 2013), in Sachsen-Anhalt (Müller & al. 2021), Sylt, Amrum, Lübeck-Krummesse und Geesthacht in Schleswig-Holstein (Hebbel 2018, Hebbel 2023) und Thüringen (Hand & Thieme 2023). Aus Österreich sind unbeständige Vorkommen u.a. aus dem Burgenland (Gilli & al. 2022), Kärnten (Walter & al. 2002) und 1936 Hofgastein in Salzburg (Walter & al. 2002) bekannt. Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1936 (Glaser & al. 2025). Eine Fundangabe für die Steiermark wird in Walter & al. (2002) und Glaser & al. (2025) als fraglich geführt. In der Schweiz ehemals im Tessin (Hegi 1986). 
Subspontan u.a. seit 1866 auch in Belgien (Verloove 2021), seit 1862 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1892 in Island (Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), Dänemark (Jalas & al. 1996), Schweden (Jalas & al. 1996), Finnland (Jalas & al. 1996), Italien (Galasso & al. 2024), seit 1931 in Polen (Seebens & al. 2017), im nordwesteuropäischen Russland (Jalas & al. 1996), in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1965 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Lepidium hirtum

Die im Mittelmeergebiet in 7 Unterarten auftretende Raue Kresse, Lepidium hirtum, wird für das Gebiet 1901 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Höck 1910, Hand & Thieme 2023) und ehemals für einen Bahndamm der Bodenmaiser Bahn in Bayern (Graf 1938, Hassler & Muer 2022) angegeben. Die bayrische Fundangabe wird in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024) als vermutlich irrtümlich geführt.
 

Lepidium latifolium

Die mediterran-asiatische Breitblättrige Kresse, Lepidium latifolium, auch Pfefferkraut genannt, ist ein Kulturrelikt und wurde im Mittelalter seit der Zeit der Heiligen Hildegard von Bingen wegen ihres scharfen Geschmackes als Küchenkraut kultiviert (Hegi 1959). Die reichliche Kultur nördlich der Alpen endete um das Jahr 1800, erst seit kurzer Zeit ist sie wieder im Pflanzenhandel als mehrjährige Gartenkresse zu finden. Sie breitet sich zusehends an Flussufern und Autobahn-Mittelstreifen aus. Nach Nordamerika dürfte sie als Verunreinigung mit Zuckerrübensamen eingeschleppt worden sein. 
Die Art vermehrt sich sowohl generativ als auch vegetativ über Wurzelausläufer. L. latifolium kann das Ökosystem verändern, in dem es als "Salzpumpe" fungiert und Salzionen aus der Tiefe des Bodens aufnimmt und diese in Oberflächennähe ablagert (CABI 2024).
Im Westen und Südwesten von Deutschland befindet sich die Art zurzeit am Rand von Autobahnen und Bundesstraßen in rascher Ausbreitung. Aktuell kommt sie in Deutschland v.a. im Bereich von Rhein, Mosel und dem Ruhrgebiet vor, im Osten in den Bereichen der Elbe und der Saale sowie dem angrenzenden Trockengebiet. An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins befindet sich ein weiteres, kleineres Schwerpunktgebiet (Rätzel & al. 2021). Sonst, so wie auch in Österreich und der Schweiz nur sehr vereinzelt. Im Kanton Zürich um das Jahr 1900 in Felsen beim Schloss Laufen und bei Unterthürnen nachgewiesen, seither nicht mehr (Wohlgemuth & al. 2020). Nach Hassler & Muer (2022) ist sie an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein indigen, nach Hand & Thieme (2023) in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ursprünglich!

 
Subspontan u.a. auch in Königsberg (Jalas & al. 1996), seit 1885 in Litauen (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), seit 1960 in Lettland (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Weißrussland (Jalas & al. 1996), seit 1900 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1931 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 
 

Lepidium neglectum

Nordamerikanisch ist die Verkannte Kresse, Lepidium neglectum, die aus dem Gebiet seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt ist und sehr zerstreut, aber fast flächendeckend gemeldet wurde. 
Im Kanton Zürich etwa wurde sie um 1900 in 4 % der Quadranten um Zürich, am Katzensee, bei Rheinau, Samstagern, Embrach und Hornbrechtikon registriert, heute fehlt sie dort (Wohlgemuth & al. 2020). Die Art tritt sehr zerstreut auf Ruderalflächen auf, wird aber auch oft übersehen bzw. als L. densiflorum geführt. Andererseits dürften einige Fundmeldungen auch Fehlbestimmungen sein (Hassler & Muer 2022). Die bisher gesehenen Belege aus Bayern mussten zu L. densiflorum bzw. L. virginicum gestellt werden (Meierott & al. 2024). Angaben aus Bayern sind fraglich und vermutlich alle Fehlmeldungen (Meierott & al. 2024). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1906 (Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. seit 1871 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 1892 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017) und in den Niederlanden (FLORON 2021). Die Artberechtigung wird in Nordamerika nicht immer anerkannt und die Sippe oft in L. densiflorum eingeschlossen.
 

Lepidium niloticum

Im nordöstlichen Afrika, genauer in Tschad, Ägypten und im Sudan ist die Nil-Kresse, Lepidium niloticum, beheimatet. Im Niger ist sie verwildert, im Gebiet vorübergehend eingeschleppt 1903 für das Elbufer bei der Hautwollfabrik Rodleben in Sachsen-Anhalt angegeben (Ascherson & Retzdorf 1904, Hand & Thieme 2023). Subspontan auch in Frankreich (Cabi 2024).
 

Lepidium ramosissimum

In Nordamerika von Mexiko bis Alaska weit verbreitet ist die Ästige Kresse, Lepidium ramosissimum. Sie wird 1928 unbeständig für Dortmund-Huckarde in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023) angegeben. Subspontan auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012).
 

Lepidium sativum

Die Garten-Kresse, Lepidium sativum, ist in ihrer Stammsippe subsp. spinescens in Nordost-Afrika und Südwest-Asien beheimatet. Die Pflanze ist reich an Vitamin A, C und K und Mangan. Sie enthält Senfölglykoside, die eine milde antibiotische Wirkung zeigen, ohne die Darmbakterien zu schädigen (Düll & Kutzelnigg 2022).
Der Anbau war im Altertum in Griechenland und Rom bekannt (Mansfeld 1986). Im Gebiet wird sie seit spätestens dem 8. Jahrhundert kultiviert und kommt sehr zerstreut verwildert oder als Vogelfutterpflanze verschleppt vor. Neuerdings vermehrt in Gründünger-Saatmischungen enthalten, zusammen mit Sand-Hafer (Avena strigosa), Ölrettich (Raphanus sativus var. oleiferus), Sonnenblumen (Helianthus annuus) und anderen kurzlebigen Arten.
Außerdem findet die Gartenkresse Verwendung in der Bioindikation. Bei diesen sogenannten Kressetests kann anhand des Keimverhaltens eine Belastung von Luft, Wasser und Boden detektiert und auch der Reifegrad des Komposts erfasst werden. 
Mehrfach subspontan, so etwa acht Mal aus Hamburg gemeldet (Poppendieck & al. 2011), Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Halle-Künsebeck, Bochum-Alsenstraße, Gütersloh, Beuel und Bonn in Nordrhein-Westfalen (Lienenbecker 1980, Jagel 2021, Weber 1995, Gorissen 2015), Brauneberg, Trier, Oggersheim und Ludwigshafen-Donnersbergweg in Rheinland-Pfalz (Hand & al. 2016, Mazomeit 1995), Chemnitz und Leipzig-Gohlis in Sachsen (Grundmann 1992, Gutte 2006), ehemals auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022) und Bergsulza bei Apolda in Thüringen (Peterlein 2024). In Österreich in allen Bundesländern (Glaser & al. 2025), so im Nord- und Mittelburgenland (Gilli & al. 2022), Villach in Kärnten (Pehr 1932, Glaser & al. 2025), Niederösterreich (FKÖ 2021), ehemals Ried im Innkreis in Oberösterreich (Hohla 2022), Salzburg (FKÖ 2021), Graz in der Steiermark (Hamburger 1948, Glaser & al. 2025), Nord- und Osttirol (Pagitz & al. 2023) und ehemals in Bregenz und Bregenz-Riedenberg in Vorarlberg (Dörr & Lippert 2001). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1756 (Kramer 1756, Glaser & al. 2025). Mehrfach auch in Südtirol (FloraFaunaSüdtirol 2023). In der Schweiz vielfach mit oft alten Angaben, so 1952 im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973), Füllinsdorf und Gelterkinden im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018), in den Kantonen Bern, Genf, Graubünden, Luzern, Schaffhausen, Waadt, Wallis (Welten & Sutter 1982, Infoflora 2024) und Belvoir und Hardplatz in Zürich (Landolt 2001). Im Kanton Zürich um das Jahr 1900 in 9 Quadranten registriert, heute ist sie dort aus 6 Flächen bei Seegräbern, Rümlang, Kappel, Au, Flurlingen und um Zürich nachgewiesen (Wohlgemuth & al. 2020).
Subspontan u.a. seit 1859 auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1830 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Lepidium schinzii

Im südlichen Afrika ist die Schinz-Kresse, Lepidium schinzii, beheimatet, die zu Ehren des Schweizer Botanikers Hans Schinz (1858−1941) benannt ist, der in den Jahren 1884 bis 1887 in Südafrika botanisch forschte und nach dem neben zahlreichen Arten auch vier Pflanzengattungen benannt sind. Verschleppt wird die Art im Gebiet 1896 für Bremen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023) und 1923 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023) angegeben. Subspontan u.a. 1859 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021).
 

Lepidium spinosum

Die Ostmediterrane Kresse, Lepidium spinosum, ist im östlichen Mittelmeer-Gebiet beheimatet und wird im Gebiet um 1800 für Zichow in Brandenburg (Ascherson 1892) und 1915 für Hamburg (Probst 1949, Hand & Thieme 2023) angegeben.  
 

Lepidium villarsii

In den französischen Alpen und in den Gebirgen Spaniens ist die Villars-Kresse, Lepidium villarsii, beheimatet. Benannt zu Ehren des französischen Arztes und Botanikers Dominique Villars (1745−1814), nach dem neben zahlreichen Arten die Gattung Villarsia aus der Familie der Fieberkleegewächse benannt ist. Villars praktizierte als Arzt in Grenoble, war dort Professor für Botanik und Direktor des Botanischen Gartens, sammelte in der Dauphiné, Provence und im Languedoc und war nach dem Umbruch durch die Französische Revolution Professor der Botanik in Strassburg (Burkhardt 2018).
Im Gebiet 1903 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg angegeben (Zimmermann 1910, Hand & Thieme 2023).

 

Lepidium virginicum

Die nord- und mittelamerikanische Virginia-Kresse, Lepidium virginicum, ist in Mitteleuropa im 18. Jahrhundert aus Botanischen Gärten verwildert bzw. mit Getreideimporten eingeschleppt worden und trat im Gebiet 1786 erstmals subspontan auf (Müller & al. 2021)
Ihre Blätter können roh oder gekocht gegessen werden, die unreifen Früchte sind nützlich als Gewürz für Suppen und Eintöpfe, die Samen dienen als Pfefferersatz (Wohlgemuth & al. 2020). In Mexiko wird sie von den Tarahumara-Indianern in Maisäckern ausgesät und vor Erreichen eines konkurrenzfähigen Entwicklungsstadiums geerntet und als Blattgemüse gegessen (Mansfeld 1986).
 
Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1889 bei Nürnberg (Meierott & al. 2024). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1887 (Glaser & al. 2025). Im Kanton Zürich wurde sie 1888 erstmals festgestellt, um 1900 war sie dort bereits von 5 % der Quadranten bekannt. Aktuell im Kanton in 43 % der Flächen registriert (Wohlgemuth & al. 2020). Sie besiedelt vor allem Bahngelände, zusehends aber auch Weinbergbrachen und ähnliche Ruderalstandorte und tritt im gesamten Gebiet zerstreut auf. 
Aus England sind die ersten subspontanen Vorkommen von 1881 in Surrey aufgezeichnet, von Frankreich 1923 in Calais (CABI 2024). Subspontan weiters u.a. seit 1859 auch in Belgien (Verloove 2021), seit 1897 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1946 in Island (Seebens & al. 2017), seit 1888 in den Niederlanden (Seebens & al. 2017, FLORON 2021), seit 1913 in Portugal (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Spanien (Jalas & al. 1996), Frankreich (Jalas & al. 1996), seit 1998 auf Korsika (Seebens & al. 2017), in Finnland (Jalas & al. 1996), seit 1922 in Estland (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), seit 1913 in Lettland (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), seit 1989 in Litauen (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Königsberg (Jalas & al. 1996), seit 1860 in Polen (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Weißrussland (Jalas & al. 1996), seit 1991 im europäischen Russland (Seebens & al. 2017), Ungarn (Jalas & al. 1996), Ukraine (Jalas & al. 1996), seit 1955 in Rumänien (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), seit 2014 in Bulgarien (Seebens & al. 2017), auf der Krim (Jalas & al. 1996), in Griechenland (Jalas & al. 1996), seit 1964 in Albanien (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Bosnien-Herzegowina (Jalas & al. 1996), Kroatien (Jalas & al. 1996), seit 1920 in Slowenien (Jalas & al. 1996, Seebens & al. 2017), Italien (Jalas & al. 1996, Galasso & al. 2024), seit 1936 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1947 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 
Die Art wurde in Europa zunächst in Botanischen Gärten gezogen, so etwa 1697 in Montpellier (Hegi 1959).
 

Quellen

Ascherson P. (1892): Lepidium apetalum Willd. (L. micranthum Ledeb.) und L. virginicum L. und ihre Vorkommen als Adventivpflanzen - Verhandlungen des Botanischen Vereins für die Provinz Brandenburg 33: 108-129.

Ascherson P. & Retzdorff W. (1904): Übersicht neuer, bez. neu veröffentlichter wichtiger Funde von Gefäßpflanzen des Vereinsgebietes aus den Jahren 1902 und 1903. – Verh. Bot. Ver. Prov. Brandenbg. 46: 227–243.

Ascherson P. & O. Wünsche (1887): Bericht der Commission für die Flora von Deutschland 1886, Obersächsisches Gebiet – Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft 5: XCIV-XCVIII.

Baumgartner W. (1973): Die Adventivflora des Rheinhafens Basel-Kleinhüningen in den Jahren 1950-1971 - Bauhinia 5: 21-27.

Baumgartner W. (1975): Die Baumwolladventivflora von Atzenbach (Baden BRD) und Issenheim (Elsass Frankreich) – Bauhinia 5/3: 119-129.

Behrendsen W. (1896): Zur Kenntnis der Berliner Adventivflora – Verhandlungen des Botanischen Vereins für die Provinz Bradenburg 38: 76-100.

Bitter G. (1893): Beiträge zur Adventivflora Bremens – Abhandlungen vom natuwissenschaftlichen Verein zu Bremen 13(2): 269-292.

Böcker R., Hofbauer R., Maass I., Smettan H. & Stern F. (2017): Flora Stuttgart; 732 S.

Bonte L. (1930): Beiträge zur Adventivflora des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. Verh. D. naturh. Ver. D. preuß. Rheinlande und Westfalens 86: 141−255.

Bonte L. (1937): Beiträge zur Adventivflora des rheinisch-westfälischen Industriegebietes 1930-1934 – Decheniana 94: 107-142.

Brandes W. (1900): Neue Beiträge und Veränderungen zur Flora der Provinz Hannover – Jahresbericht der Naturhistorischen Gesellschaft zu Hannover 48/49: 127-200.

Buchenau F. (1891): Bericht der Commission für die Flora von Deutschland 1890, Niedersächsisches Gebiet – Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft 9: 128-130.

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

CABI (2024): Invasive Species Compendium - https://www.cabi.org/publishing-products/invasive-species-compendium/

Christiansen D.N. (1929): 1928 beobachtete Adventivpflanzen – Jahresbericht des Naturwissenschaftlichen Vereins Altona 1929: 65-71.

Decker P. (1924): Beiträge zur Flora der südlichen Neumark und der östlichen Niederlausitz II. Verh. Bot. Ver. Prov.Brandenbg. 66: 86–119.

Düll R. & H. Kutzelnigg (2022): Die Wild- und Nutzpflanzen Deutschlands. 9. erw. Aufl. – Wiebelsheim. 948 S.

Feder J. (2003) Die Dichtblütige Kresse (Lepidium densiflorum Schrad.) im Landkreis Gifhorn wiedergefunden. Floristische Notizen aus der Lüneburger Heide 11: 7-9. [http://www.kaiser-alw.de/pdf/Fl11_03.pdf]

Fischer W. (2017): Flora der Prignitz – Verhandlungen des Botanischen Vereins von Brandenburg und Berlin, Beiheft 8 – Natur & Text, 484 S.

FKÖ (2021): Arbeits-Verbreitungskarten zum Atlas der Flora Österreichs - Projektdatenbank zur Floristischen Kartierung Österreichs.

FloraWeb (2013): Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands—http://www.floraweb.de/.

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Fukarek F. & Henker H. (2005): Flora von Mecklenburg-Vorpommern – Farn- und Blütenpflanzen. Herausgegeben von Heinz Henker und Christian Berg, Weißdorn-Verlag Jena, 428 S.

Galasso G., F. Conti, L. Peruzzi, A. Alessandrini, N. M. G. Ardenghi, G. Bacchetta, E. Banfi, G. Barberis, L. Bernardo, D. Bouvet, M. Bovio, M. Castello, L. Cecchi, E. Del Guacchio, G. Domina, S. Fascetti, L. Gallo, R. Guarino, L. Gubellini A. Guiggi, N. Hofmann, M. Iberite , P. Jiménez-Mejíase, D. Longo, D. Marchetti, F. Martini, R. R. Masin, P. Medagli, C. M. Musarella , S. Peccenini, L. Podda, F. Prosser, F. Roma-Marzio, L. Rosati, A. Santangelo, A. Scoppola, A. Selvaggi, F. Selvi, A. Soldano, A. Stinca, R. P. Wagensommer, T. Wilhalm & F. Bartolucci (2024): A second update to the checklist of the vascular flora alien to Italy – Plant Biosystems 158: 297−340.

Gederaas L., Loennechen Moen T., Skjelseth S. & Larsen L.-K. (2012): Alien species in Norway, with the Norwegian Black List - http://www.scales-project.net/NPDOCS/
AlienSpeciesNorway_2012_scr_9C0ee.pdf

Gerstberger P. & R. P. G. Düll (1990): Zum Vorkommen von Lepidium heterophyllum (DC) Benth. (Brassicaceae) in der Eifel – Decheniana – 143: 189 - 193.

Gilli C., L. Schratt-Ehrendorfer, U. Raabe, T. Barta, S. Weiss, G. Király, J. Weinzettl, K. Tkalcisics, R. Albert, S. Dunkl, P. Englmaier, K. Grafl, M. Hofbauer, G. Karrer, G. Kniely, H. Niklfeld, H. Schau u. E. Wukovatz (2022): Checkliste und Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen des Burgenlandes – Land Burgenland 21: 1−80.

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.


Gorissen I. (2015): Flora der Region Bonn (Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis) – Decheniana-Beiheft 40. Bonn, 605 Seiten.

Graf K. (1938): Beiträge zur pflanzengeographischen Erforschung der Flora des Bayerischen Waldes – Berichte des Naturwissenschaftlichen Vereins Passau 23: 18-72.

Grundmann H. (1992): Die wildwachsenden und verwilderten Gefäßpflanzen der Stadt Chemnitz und ihrer unmittelbaren Umgebung. – Veröff. Mus. Naturk. Chemnitz 15: 1 – 240.

Gutte P., Hardtke H.-J. & Schmidt P.A. (Hrsg. 2013): Die Flora Sachsens und angrenzender Gebiete. Ein pflanzenkundlicher Exkursionsführer. – 983 S. Wiebelsheim (Quelle & Meyer).

Hamburger I. (1948): Zur Adventivflora von Graz. – Unveröff. Diss., Univ. Graz.

Hand R., Reichert H., Bujnoch W., Kottke U. & Caspari S. (2016): Flora der Region Trier – 2 Bände, Verlag Michael Weyland, Trier. 1634 S.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hassler M. (2021): Flora des Landkreises Karlsruhe. Bildatlas und Datenbank. Version 4.16; Stand 13.7.2021

Hassler M. & Muer T. (2022): Flora Germanica – Bildatlas der Farn- und Gefäßpflanzen Deutschlands. 2 Bände.

Hebbel J. (2018): Funde neuer, seltener oder weniger beachteter Pflanzen in Nordfriesland und Dithmarschen.– Kieler Notiz. Pflanzenkd. 43: 113–132.

Hebbel J. (2023): Bemerkenswerte Neophytenfunde in Schleswig-Holstein (2018 –2022). – Kieler Notizen Pflanzenkd. 47: 115–159.

Hegi G. (1959): Illustrierte Flora von Mitteleuropa 4/1. 2. Auflage - Hanser Verlag, München.

Hegi G. (1986): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 4 (Teil 2), 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 598 S.

Hergt B. J. E. (1910): Bericht über die Herbsthauptversammlung in Erfurt am 25. Und 26. September 1909 – Mitteilungen des Thüringer Botanischen Vereins XXVII: 38-50.

Hetzel G. & Meierott L. (1998): Zur Anthropochorenflora fränkischer Deponiestandorte – Tuexenia 18: 377–415.

Höck F. (1910): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, XXVI - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 26: 391-433.



Hoffmann H. (2003): Archäophyten, Neophyten, unbeständige und häufig kultivierte Pflanzenarten im nördlichen Rheinland-Pfalz. – Decheniana 156: 217–243.

Hohla M. (2022): Flora des Innviertels – Stapfia 115, 720 S., unter besonderer Mitwirkung von F. Grims†, R. Krisai†, P.A.Kraml, S. Kellerer, G. Kleesadl, G. Pflugbeil, P. Pilsl, J. Samhaber, C. Schröck, J.A. Stemper, O. Stöhr & W. Zahlheimer.

Höppner & Preuss (1926): Flora des Westfälisch-Rheinischen Industriegebiets unter Einschluss der Rheinischen Bucht – Dortmund, 381 Seiten.

Infoflora (2024): Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora – https://www.infoflora.ch/de/

Jagel A. (2021): Flora von Bochum, eine Zusammenstellung der bisher im Stadtgebiet Bochum heimischen und verwilderten Pflanzen-Sippen. – jagel.nrw/Flora_Bochum_Jagel.pdf.

Jalas J., Suominen J. & R. Lampinen R. (1996): Atlas Florae Europaeae 11 – Cruciferae (Ricotia to Raphanus). Akateeminen Kirjakauppa Helsinki. 310 S.

Jauch F. (1938): Fremdpflanzen auf den Karlsruher Güterbahnhöfen – Beiträge zur naturkundlichen Forschung in Südwestdeutschland 3: 76-147.  

Jung K. D. (2010): Neue bemerkenswerte Funde aus der Flora des Darmstädter Raumes 18 – Hessische Floristische Briefe 59(1/2): 24-27.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Koenen O. (1916): Mitteilungen über die Pflanzenwelt des westfälischen Gebietes IV – Jahresbericht der botanischen Section des Westfälischen Provinzial-Vereins für Wissenschaft und Kunst 44: 118-123.

Kramer G.H. (1756): Elenchus Vegetabilium et Animlium per Austriam inferiorem observatorum. Vienna, Prag, Tergesti.

Landolt E. (2001): Flora der Stadt Zürich (1984–1998) Band 1 – Springer Verlag Basel. 711 S.

Lienenbecker H. (1980): Adventiv- und Ruderalflora einer Mülldeponie im Kreis Gütersloh. – Natur & Heimat 40(4): 109 – 111.

Lippert W. & Meierott L. (2018): Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns – Vorarbeiten zu einer neuen Flora von Bayern. 251 S.

Lüthi R. (2018): Flora des Oberbaselbiets 2012−2015, Östlicher Teil des Kantons Basel-Landschaft, Schweiz, Verlag Basel-Landschaft, 848 S.

Mansfeld R. (1986): Verzeichnis landwirtschaftlicher und gärtnerischer Kulturpflanzen - Band 1, 578 Seiten, Springer-Verlag.

Mazomeit J. (1995): Zur Adventivflora (seit 1850) von Ludwigshafen am Rhein – mit besonderer Berücksichtigung der Einbürgerungsgeschichte der Neophyten – Mitt. Pollichia 82: 157–246.

Medvecká J., Kliment J., Májeková J., Halada Ľ., Zaliberová M., Gojdičová E., Feráková V. & Jarolímek J. (2012): Inventory of the alien flora of Slovakia. – Preslia 84: 257–309.

Meierott L. (2008): Flora der Haßberge und des Grabfeldes – Neue Flora von Schweifurt. 2 Bände, IHW-Verlag, Eching.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Misskampf R. & W. Züghart (2000): Floristisch-ökologische Untersuchung der Spontanflora in Bremer Häfen unter besonderer Berücksichtigung der anthropochoren Pflanzen – Bibliotheca Botanica Heft 150

Naturmuseum Südtirol (2018): http://www.florafauna.it/index.jsp?project=florafauna&view=BOT&locale=de

Pagitz K., O. Stöhr, M. Thalinger, I. Aster, M. Baldauf, C. Lechner-Pagitz, H. Niklfeld, L. Schratt-Ehrendorfer & P. Schönswetter (2023): Rote Liste und Checkliste der Farn- und Blütenpflanzen Nord- und Osttirols – Natur in Tirol, Band 16.

Pehr F. (1932): Die Ruderalflora von Villach. Carinthia II 121–122/41–42: 12–17.

Peterlein K. (2024): Flora von Apolda und Umgebung – Thüringische Botanische Gesellschaft e.V. – Haussknechtia Beiheft 23

Pilsl P., Schröck C., Kaiser R., Gewolf S., Nowotny G. & Stöhr O. (2008): Neophytenflora der Stadt Salzburg (Österreich). – Sauteria 17: 1–596.

Poppendieck H.H., Bertram H., Brandt I., Engelschall B. & Prondzinski J. (2011): Der Hamburger Pflanzenatlas - Dölling und Galitz Verlag München · Hamburg, 568 S.

Preuss H. (1929): Das antropophile Element in der Flora des Regierungsbezirkes Osnabrück – Veröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Osnabrück 21: 17-165.

Probst R. (1949): Wolladventivflora Mitteleuropas – Solothurn. 192 Seiten.

Pyšek P., Danihelka J., Sádlo J., Chrtek J. jr., Chytrý M., Jarošík V., Kaplan Z., Krahulec F., Moravcová L., Pergl J., Štajerová K. & Tichý L. (2012): Catalogue of alien plants of the Czech Re­public (2nd edition): checklist update, taxonomic diversity and invasion patterns. – Preslia 84: 155–255.

Rätzel S., Ristow M. & Kummer W. (2021): Neuigkeiten zu den Farn- und Samenpflanzen von Berlin und Brandenburg II. – Verh. Bot. Vereins Berlin Brandenburg 152: 151 – 227.

Scheuermann R. (1930): Mittelmeerpflanzen der Güterbahnhöfe des rheinisch-westfälischen Industriegebiets – Verhandlungen des naturhistorischen Vereins der preussischen Rheinlande und Westfalen 86: 122. 
Schmidt J. (1890): Die eingeschleppten und verwilderten Pflanzen der Hamburger Flora. Hamburg, 32 Seiten.

Schwarz, A.F. (1897-1912): Phanerogamen- und Gefäßkryptogamen-Flora der Umgegend von Nürnberg-Erlangen und des angrenzenden Teiles des Fränkischen Jura. 6 Bde., Bd. 1(1897): 1-234, Bd. 2(1897): 235-418, Bd. 3(1899): 419-821, Bd. 4(1900): 825-1067, Bd. 5(1901): 1073-1450, Bd. 6(1912): 1451-1708.

Sebald O., Seybold S. & G. Philippi (1990): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 2: Hypericaceae bis Primulaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Seebens H., Blackburn T. M., Dyer E. E., Genovesi P., Hulme P. E., Jeschke J. M., Pagad S., Pyšek P., Winter M., Arianoutsou M., Bacher S., Blasius B., Brundu G., Capinha C., Celesti-Grapow L., Dawson W., Dullinger S., Fuentes N., Jäger H., Kartesz J., Kenis M., Kreft H., Kühn I., Lenzner B., Liebhold A., Mosena A. (2017): No saturation in the accumulation of alien species worldwide. Nature Communications 8(2).

Sumser H., Falk G., Wieland J., Jagel A. & Bomble W. (2015): Atlas einer zweijährigen Erhebung zur Flora von Köln (2013-2015) - Bund für Umwelt und Naturschutz Köln, 206 S.

Theisinger D. & J. Hebbel (2022): Flora von Helgoland - Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg - NHG_Flora_Helgoland_2022.pdf (nhg-nuernberg.de)

Verloove F. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be

Waldburger E., Pavlovic V. & Lauber K. (2003): Flora des Fürstentums Liechtenstein – Haupt-Verlag Bern, 810 S.

Weber H. (1995): Flora von Südwest-Niedersachsen und dem benachbarten Westfalen – H. Th. Wenner, Osnabrück.

Welten M. & R. Sutter (1982): Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen der Schweiz, 2 Bände, Birkhäuser Verlag.

Winkelmann J. (1891): Bericht der Commission für die Flora von Deutschland 1890 III, Oberrheinisches Gebiet – Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft 9: 107-110.

Wirtgen P.W. (1911): Zur Flora des Vereinsgebiets – Berichte über die Versammlungen des Botanischen und Zoologischen Vereins für Rheinland-Westfalen 1911: 160-173.

Wohlgemuth T., Del Fabbro C., Keel A., Kessler M. & M. Nobis (2020): Flora des Kantons Zürich. Zürcherische Botanische Gesellschaft. Haupt-Verlag, Bern.

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11-171.