Leibnitzia anandria
Murasaki-Leibnizie,
Leibnitzia anandria
Korbblütler, Asteraceae
Steckbrief:
Bis 30 cm hohe Mehrjährige mit sehr variablen, ungestielten, eilanzettlichen, stumpf gezähnten, rosettig angeordneten Blättern, die auf der Unterseite weißfilzig behaart sind. Blütenkörbe einzeln, unscheinbar, mit oder ohne weißen bis schmutzigrosa Zungenblüten. Frühjahrs/Sommerblütenkörbe bilden Zungenblüten aus, Herbstblütenkörbe nicht, sind kleistogam und öffnen sich nicht. Blütenstängel mit mehreren unscheinbaren Schuppenblättern. Blütezeit im Gebiet bisher um den Juni mit kleistogamen Blüten.
Name:
Die Gattung ist zu Ehren des deutschen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646−1716) benannt, der auch Leibnitz oder Leibnütz geschrieben wurde. Leibniz wird oft als letzter Universalgelehrter bezeichnet. Er hatte starken Einfluss auf die nachfolgenden Aufklärer, die klassische deutsche Philosophie, den deutschen Idealismus und die Literatur der Weimarer Klassik. Seine Schriften und Entdeckungen werden bis heute von Gelehrten beachtet. Leibniz repräsentierte als letzter großer Denker den vor dem 18. Jahrhundert praktizierten Wissenschaftsstil der vielfältigen Verknüpfung von Zusammenhängen. Zu seinen Forschungsergebnissen und Initiativen zählen unter anderem die Infinitesimalrechnung, die Gründung einer Witwen- und Waisenkasse, die Beschreibung des Dualsystems, der Beweis für das Unbewusste des Menschen und die Entwicklung der Dezimalklassifikation. Leibniz zu Ehren sind zahlreiche Straßen, Schulen, Universitäten und andere Einrichtungen benannt (Burkhard 2018).
Heimat:
Zentral- und Ostasien.
Nutzung:
Keine. Sehr selten aber als „Japanische Gerbera“ oder „Leibnitzia nivea“ als Liebhaberpflanze im Samenhandel.
Ausbreitung:
DEUTSCHLAND:
Mehrere Jahre überdauernd in Pflasterfugen am Stifterweg in Bayreuth in Bayern (Fleischmann & Lauerer 2023, Meierott & al. 2024). Wie die Pflanze nach Bayreuth gekommen ist, ist unbekannt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---