Nutzung:
Keine. Die Blätter können als Wildgemüse genutzt werden.
Ausbreitung:
Die im Mittelmeergebiet, östlich bis in den Iran reichende Art wird vor allem durch Vogelfutter und unreines Saatgut verschleppt. Im Gebiet findet er sich seit spätestens 1850 subspontan (Müller & al. 2021). Im Steinbruch am Gutrathberg bei Hallein in Salzburg wahrscheinlich durch die Einfuhr von Zuschlagstoffen für die Zementerzeugung aus Griechenland miteingereist (Pflugbeil & al. 2017). Im Gebiet weit verbreitet, aber vereinzelt und vorübergehend.
DEUTSCHLAND:
Vereinzelt und unbeständig, so in Weil am Rhein, 1973 Backnang, 1966 Rheinhafen Karlsruhe und 1921 Hügelsheim in Baden-Württemberg (Amarell 2010, Sebald & al. 1990), 1967 an Abstellgleisen am Bahnhof Nürnberg-Doos, Regensburg, 1999 auf Granitgrus im Hafen Bamberg, 1980 am Reinhausener Donaudamm bei Regensburg, 2003 in München-Großhadern, 1999 Bahnübergang bei Lindau-Zech, Lindau-Reutin, 1954 Güterbahnhof Memmingen und 1973 Müllplatz bei Schongau in Bayern (Meierott 2008, Dörr & Lippert 2001, Meierott & al. 2024), mehrfach in Berlin (Seitz & al. 2012, Sukopp & Schneider 2013), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), Hamburg (Poppendieck & al. 2010), Frankfurt am Main in Hessen (Lotz 1998, Hand & Thieme 2023), Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Teplingen und Piesberg bei Osnabrück in Niedersachsen (Feder 2011, Weber 1995), Troisdorf, Bornheim, Bonn, Heckhofweg in Köln-Bilderstöckchen, Bochum-Kornharpen, Bo-Stahlhausen, Bo-Ehrenfeld, Bo-Westpark, Dortmund-Hörde und Duisburg-Kasslerfeld in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, BBV 2009, BBV 2010, BBV 2011, BBV 2013, BBV 2014, BBV 2016, BBV 2022), Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Amarell 2010), Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau, Treuen, Gröbern, Arnsdorf und Cunnersdorf in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006, Hardtke & al. 2013, Fiedler 1936), Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023), Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) und Schnauderhainichen, Altenburg, Sondershausen und Untitz in Thüringen (Zündorf & al. 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1868 bei Unterschlauersbach im Landkreis Fürth (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
Vereinzelt, so Mönchhof bei Frauenkirchen, St. Margarethen und St. Georgen am Leithagebirge im Burgenland (Janchen 1977, Gilli & al. 2022), St. Veit an der Glan und Annenheim in Kärnten (Melzer 1968, Melzer 1976, Glaser & al. 2025), Aspersdorf bei Hollabrunn und Radlbrunn bei Ziersdorf in Niederösterreich (Janchen 1977, Glaser & al. 2025), Roseggerstraße Linz in Oberösterreich (Hamann 1967), Steinbruch am Gutrathberg bei Hallein in Salzburg (Pflugbeil & al. 2017), mehrfach im Grazer Stadtgebiet und Umland in der Steiermark (Melzer 1954, Melzer 1974, Glaser & al. 2025), Mühlau, Innsbruck und Pradl in Nordtirol (Polatschek 1999, Pagitz & al. 2023), Osttirol (Glaser & al. 2025), Bahnhof Lochau-Hörbranz in Vorarlberg (Dörr & Lippert 2001) und Obere Augartenstraße, Karlsplatz, Kaiserebersdorf, Albern, Meidling, Tuersgasse, Brigittenau und Stammersdorf in Wien (Adler & Mrkvicka 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1954 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Vor allem mit alten Fundangabe, so in den Kantonen Aargau (Welten & Sutter 1982, Infoflora 2024), Liestal im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018), in den Kantonen Basel-Stadt, Bern, Genf (Welten & Sutter 1982, Infoflora 2024), ehemals bei Disentis in Graubünden (Thellung 1919), in den Kantonen Luzern, Nidwalden, Schaffhausen, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Unterwalden, Uri, Waadt, Wallis (Welten & Sutter 1982, Infoflora 2024) und Hardau, Bahnhof Letten, Sihlufer, Neufrankengasse, Hohlstraße und Limmatufer in Zürich (Lauber & al. 2012, Moser & Palese 1999, Landolt 2001). Im Kanton Zürich ist sie aktuell aus Zürich-Stadt, Dübendorf und Rütli bekannt (Wohlgemuth & al. 2020).