Heterotheca

Goldauge, Korbblütler, Asteraceae

Gattung:

Heterotheca umfasst etwa 69 nordamerikanische Arten (Kew 2024).
 

Heterotheca camporum

Echtes Goldauge, Feld-Goldaster,
Heterotheca camporum
(Syn.: Chrysopsis camporum)
Korbblütler, Asteraceae

 

Steckbrief:

Bis 100 cm hohe, aufrechte Staude mit unterirdischen Ausläufern. Stängel behaart, Stängelblätter zahlreich, breit-lanzettlich, 4−7 cm lang, 0,7−1,4 cm breit, am Rand schwach gesägt. Korbstände rispig, mit 5–20 Körbchen. Zungenblüten gelb, 15–30, 10–17 mm lang, 1–2 mm breit. Röhrenblüten dunkler als die Zungenblüten. Hülle zylindrisch bis glockig, 7–9 mm lang, Hüllblätter angedrückt, in 4–5 Reihen. Pappus bräunlichweiß. Blütezeit September bis Oktober.
 

Heimat:

Zentralöstliches Nordamerika.
 

Nutzung:

Sehr selten als Zierstaude, dann oft unter dem Namen „Chrysopsis speciosa“.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Subspontan 2021 auf einer Kiesbrache in München-Messestadt in Bayern (Hassler & Muer 2022, Meierott & al. 2024) und im November 2014 in Frankfurt am Main in Hessen auf einer städtischen Brachfläche in etwa 60 Exemplaren mit reichlich Samen aufgetreten (Kasparek & Buttler 2015).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Heterotheca villosa

Im zentralen und westlichen Nordamerika ist das Zottige Goldauge, Heterotheca villosa (Syn.: Chrysopsis villosa) beheimatet. Es wird seit 1811 sehr selten als Zierstaude kultiviert (Jäger & al. 2008). Die Sorte `Golden Sunshine´ wurde als Aster [Symphyotrichum] novae-angliae `Golden Sunnyshine´ eingeführt (Jäger & al. 2008)
Die Art wird ehemals unbeständig für den Hafen Hamburg (Mang 1991) und 1911 für den Ludwigshafener Hafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1914, Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Quellen

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hassler M. & T. Muer (2022): Flora Germanica. Bildatlas der deutschen Flora. Mit Artbeschreibungen von Thomas Meyer. Unter Mitarbeit zahlreicher Spezialisten und Revisoren. - Band 1 und Band 2, zus. 1712 S., Ubstadt-Weiher.

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.



Kasparek G. & Buttler P. (2015): Ein Vorkommen von Heterotheca camporum (Asteracea) in Frankfurt am Main - Florist. Rundbriefe 48/49 (2014/15), 67-76.

Kew (2024): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Mang F.W.C. (1991): Neues und Altes zur Flora von Hamburg. – Ber. Botan. Ver. Hamburg 12: 41 – 56.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Zimmermann F. (1914): Neue Adventiv- und neue Kulturpflanzen nebst einigen neuen Pflanzenformen der Pfalz – Pfälzische Heimatkunde X: 7-10.