Hepatica

Leberblümchen, Hahnenfußgewächs, Ranunculaceae

Gattung:

Hepatica umfasst etwa 9 Arten (Kew 2023) in Eurasien und Nordamerika.
 

Hepatica transsilvanica

Siebenbürger Leberblümchen,
Hepatica transsilvanica
Hahnenfußgewächs, Ranunculaceae

 

Steckbrief:

Bis 25 cm hohe Staude mit 3–5-lappigen Blättern und gekerbten Blattlappen. Blätter überwinternd, Blattstiel langhaarig. Blüten violettblau, mit 3 kelchartigen Hochblättern und 5–10 Blütenblättern. Staubfäden blau. Blütezeit März bis April.
Verwechslungsmöglichkeit: Das heimische Echte Leberblümchen hat ganzrandige Blattlappen und weißliche Staubfäden. Die Blüten sind bei H. transsilvanica etwas größer als bei H. nobilis.
 

Heimat:

Endemit Rumäniens.
 

Nutzung:

Selten als Zierstaude, in einigen Sorten wie `Winterfreude´, die bereits ab Februar blüht, `Donnervogel´ und `Karpatenkrone´ mit violetten Blüten, `Eisvogel´ mit weißen, auf der Unterseite bläulichen Kronblättern, `Loddon Blue´ mit hellvioletten Blüten oder `Rosea´ mit rosa Kronblättern (Jäger & al. 2008). Auch die Hybride mit Hepatica nobilis, Hepatica ×ballardii, wird gärtnerisch genutzt, etwa in der Sorte `Buis´ (Jelitto & al. 1990).
 

Ausbreitung:

1846 vom Kustos des Botanischen Gartens Wien Theodor Kotschy in Siebenbürgen entdeckt und seitdem in gärtnerischer Kultur. Verwildert aus der Kultur nur sehr selten.
DEUTSCHLAND:
Bei Bergrheinfeld und Bindlach in Bayern (Meierott 2008, Breitfeld & al. 2017, Meierott & al. 2024), angesalbt im Zweinaundorfer Park in Leipzig in Sachsen (Gutte 2006), in Sachsen-Anhalt (Müller & al. 2021) und Rosental bei Jena in Thüringen, dort um das Jahr 1900 ausgebracht (Zündorf & al. 2006).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Gutte P. (2006): Flora der Stadt Leipzig, einschließlich Markkleeberg – Weißdorn-Verlag, Jena, 278 S.

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Jelitto L., Schacht W. & Feßler A. (1990): Die Freiland-Schmuckstauden – Ulmer Verlag Stuttgart, 4. Aufl. 683 S.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Meierott L. (2008): Flora der Haßberge und des Grabfeldes – Neue Flora von Schweifurt. 2 Bände, IHW-Verlag, Eching.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Müller F., Ch. M. Ritz, E. Welk & K. Wesche (2021): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland, Gefäßpflanzen Grundband, 22. Auflage.

Zündorf H. J., Günther K. F., Korsch H. & Westhus W. (2006): Flora von Thüringen – Weißdorn-Verlag Jena, 764 S.