Halogeton glomeratus
Knäuel-Halogeton,
Halogeton glomeratus
(Syn.: H. tibeticus)
Amarantgewächs, Amaranthaceae
Steckbrief:
Bis 25 cm hohe Einjährige mit tief reichender Pfahlwurzel, oft rötlich überlaufenen Stängeln und fleischigen, blaugrünen Blättern. Blütenstände entlang der Stängelzweige, jeder Blütenstand besteht aus einer Ansammlung unscheinbarer, zweigeschlechtiger oder weiblicher Blüten, die von wachsartigen Hochblättern umgeben sind. Blütezeit Juli bis August.
Heimat:
Salzgebiete Zentralasiens.
Nutzung:
Keine.
Ausbreitung:
Die Samen haben die Fähigkeit, innerhalb einer Stunde nach Kontakt mit Wasser zu keimen.
DEUTSCHLAND:
1952 und 1953 bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen eingeschleppt angegeben (Gutte 2006).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
In den westlichen USA lokal ein gefürchtetes Unkraut, welches u.a. für Schafe aufgrund des hohen Oxalatgehaltes gefährlich sein kann. Halogeton wurde etwa 1930 erstmals für Nordamerika genannt und in den 1940er Jahren als Gefahr für Schafe erkannt, nachdem ein Rancher eine Herde von 160 Schafen durch Vergiftung verloren hatte. Das Oxalat verursacht bei den Schafen einen niedrigen Kalziumspiegel im Blutserum, der sie taumeln, krampfen und schließlich sterben lässt. Die Einnahme einer tödlichen Dosis kann bei einem Schaf in weniger als 12 Stunden zum Tod führen (Pratt & al. 2021). Viehzüchter stellen Schafen, die auf Halogeton-verseuchtem Land weiden, oft kalziumangereichertes Futter zur Verfügung.