Ausbreitung:
Ostafrikanische Art, vor allem über Vogelfutter und Gründüngung verbreitet. Art mit Ausbreitungstendenz, so zunehmend an Ackerrändern und auf Brachäckern zu finden (BBV 2016), oft auch im Klärsubstrat zusammen mit Tomate, Solanum lycopersicum, Peruanischer Blasenkirsche, Physalis peruviana, und Wassermelone, Citrullus lanatus. Wahrscheinlich häufiger als angegeben, aber oft nicht zur Blüte gelangend und daher übersehen.
DEUTSCHLAND:
Unbeständig, so Esslingen, Heidelberg, Offenburg, Ravensburg und Obermooweiler in Baden-Württemberg (Beck 2016, Amarell 2010, Dörr & Lippert 2004, Ziegler 2010), bei Hohenroth, Herbstadt, Niederlauer, Untermerzbach, Schweinfurt, Wonfurt, Zeil, Trunstadt, Hallstadt, Bamberg, Pocking, Blaichach, Sonthofen, Memmingen, Kaufbeuren, Schongau, Nellenbruck und Waltenhofen in Bayern (Meierott 2008, Hohla 2002, Zahlheimer 2004), mehrfach in Berlin (Seitz & al. 2012), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Hessen (Hand & Thieme 2023), Greifswald und Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Meetschow, Piesberg, Osnabrück, Wilsum und 2014 Altencelle in Niedersachsen (Weber 1995, Kelm 2016, Langbehn 2015), Fröndenberg-Ostbüren, 1992 Oberoesbern, Lünen, Halle-Künsebeck und Steinhagen in Nordrhein-Westfalen (Mieders 2006, Lienenbecker 1980, Runge 1979), 1992 im Kaiserwörthhafen Ludwigshafen, an der Ahr und 2003 am Rheinufer bei Berndorf in Rheinland-Pfalz (Mazomeit 1995, Krause 1990, Hoffmann 2005), Chemnitz, Schilbach, Leipzig, Dresden, Pirna und Weida in Sachsen (Grundmann 1992, Breitfeld 2021, Gutte 2006, Hardtke & al. 2013), Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022) und ehemals Eisenach und Gera in Thüringen (Zündorf & al. 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1905 in München (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
Vereinzelt und unbeständig, so bei Donnerskirchen und Wallern im Burgenland (Marschner 2014, Haberler 2016), Klagenfurt, Edling bei Spittal a.d. Drau, Bleiberg und Villach in Kärnten (Leute 1973, Melzer 1968, Hartl & al. 1992, Glaser & al. 2025), Zwentendorf, Prellenkirchen und Traiskirchen in Niederösterreich (Bernhardt & al. 2013, Nadler & Haug 2021, Sauberer & Till 2015), am Inn-Ufer bei Mühlheim und Linz in Oberösterreich (Hohla 2001), mehrfach in der Stadt Salzburg und bei Dorfbeuren im Land Salzburg (Stöhr & al. 2007, Pflugbeil 2015), bei der Kalvarienbergbrücke in Graz, in Graz-Andritz und Judenburg in der Steiermark (Hamburger 1948, Melzer 1954, Glaser & al. 2025), bei Innsbruck, Reutte und Niederndorf in Nordtirol (Polatschek 1997, Glaser & al. 2025), Osttirol (Pagitz & al. 2023), bei Bregenz, Lingenau, Feldkirch und Lochau in Vorarlberg (Murr 1923-1926, Dörr & Lippert 2004) und früher im Schönbrunner Park in Wien (Janchen 1977, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1926 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Vielfach, so in den Kantonen Aargau, Bern, Jura, Luzern, Neuenburg, Tessin, Thurgau, Waadt, Wallis, Zug und Zürich (Infoflora 2024). Inwieweit es sich dabei um subspontane oder kultivierte Pflanzen handelt, ist mir nicht bekannt. In Zürich subspontan bei Altstetten, Wiedikon und (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. seit 1908 in Belgien (Verloove 2021), in Norwegen (Gederaas & al. 2012), in den Niederlanden (FLORON 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), seit 1937 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 2005 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
Seit 1982 muss Ramtillkraut-Samen, der in die USA importiert wird, hitzebehandelt sein, damit sich etwaig mit Cuscuta kontaminierte Samen nicht weiter vermehren können. Da sich invasive Begleiter weiterhin durch Ramtill-Saat ausbreiteten, muss seit 2001 die Saat 15 Minuten lang bei 120° C wärmebehandelt sein, um ausgeführt werden zu dürfen.