Geococcus pusillus
Erdkresse,
Geococcus pusillus
(Syn.: G. fiedleri)
Kreuzblütler, Brassicaceae
Steckbrief:
Niederliegende Einjährige mit kurzen Seitenstielen, oft stark verzweigt und gedrängt. Blätter leierartig gelappt mit bis zu 15 Lappen je Blatt. Kelch- und Blütenblätter ca. 1 mm lang, Kronblätter weiß. Frucht linear, 3–15 mm lang, 1–3 mm breit. Fruchtstiel waagerecht bis absteigend abstehend. Blütezeit in Mitteleuropa unbekannt.
Name:
Das Synonym ist zu Ehren des deutschen Lehrers und Botanikers Otto Fiedler (1880−1974?) benannt. Fiedler befasste sich seit 1920, nach Rückkehr aus der französischen Kriegsgefangenschaft, mit der Leipziger Adventivflora. Zunächst interessierten ihn die an den neu entstandenen Kanal- und Flussböschungen auftretenden Neophyten. Später untersuchte er besonders die Adventivpflanzen der Kläranlage und der Grossmarkthalle, der Wollkämmerei und des Leipziger Hafens. Viele Adventive zog er in seinem Garten und trug damit zur genauen Kenntnis mancher dieser Arten bei. Er stand in reger Verbindung mit anderen adventivfloristisch tätigen Botanikern wie Scheuermann, Probst, Stiefelhagen, Kloos, Blom und Aellen, und entwickelte sich bald zu einem der führenden europäischen Adventivfloriste (Gutte 1970). 5 Taxa bzw. Nothotaxa sind nach ihm benannt, die heute aber durchwegs als Synonyme betrachtet werden.
Heimat:
Süd- und Südost-Australien, Tasmanien.
Nutzung:
Keine.
Ausbreitung:
DEUTSCHLAND:
1939 adventiv bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006). Der Fund für Sachsen wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als fraglich geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---