Gastridium ventricosum
Südliches Nissengras,
Gastridium ventricosum
(inkl. G. scabrum)
Süßgras, Poaceae
Steckbrief:
Bis 50 cm hohe Einjährige mit rauen, 2−4 mm breiten Blättern und kahlen Blattscheiden. Ligula häutig, zerschlitzt, stumpf, 1−3 mm lang. Blütenrispe im Umriss schmal-eiförmig bis lanzettlich, 3−8 cm lang, 0,5−1 cm breit, dicht, hellgrün, glänzend. Rispenzweige in kurzen Büscheln von der Hauptachse abzweigend, kantig und rau. Ährchen einblütig. Hüllspelzen lineal-lanzettlich, einnervig, am Grunde bauchförmig verdickt, glänzend und kahl. Deckspelze eiförmig, fünfnervig, am oberen Ende gezähnelt, mit 3–5 mm langer, geknieter Granne. Blütezeit Mai bis Juni.
Heimat:
Westeuropa und Mittelmeergebiet.
Nutzung:
Keine.
Ausbreitung:
Unter anderem mit Südfrüchten eingeschleppt.
DEUTSCHLAND:
Adventiv in Salach, Ulm und Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 1932 bei der Großmarkthalle am Güterbahnhof München-Süd in Bayern (Jauch 1938, Lippert & Meierott 2018), 1937 am Güterbahnhof Dortmund-Süd in Nordrhein-Westfalen (Jauch 1938, Meierott & al. 2024), Dresden und 1937 bei der Mitteldeutschen Großmarkthalle Leipzig in Sachsen (Fiedler 1944, Conert 1998, Hand & Thieme 2023) und Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1998) nicht angegeben.
ÖSTERREICH:
1948 mehrfach vorübergehend in Graz in der Steiermark, so in Wetzelsdorf und bei der Reiterkaserne (Melzer 1954, Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
In Basel, Genf, Mett im Kanton Solothurn (Conert 1998) und 1963 am Güterbahnhof Zürich (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), den Niederlanden (FLORON 2021) und 1961 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).