Galanthus

Schneeglöckchen, Amaryllisgewächs, Amaryllidaceae

Gattung:

Galanthus umfasst etwa 21 Arten (Kew 2023), die von Südeuropa bis zum Kaukasus-Gebiet beheimatet sind. Mannigfaltigkeitszentrum sind die Länder um das Schwarze Meer. Galanthus-Arten enthalten das Alkaloid Galanthamin, das in mehreren Ländern für die Behandlung von Alzheimer zugelassen ist (Heinrich & Teoh 2004). Zahlreiche Galanthus-Arten sind leicht durch Samen zu vermehren, die frisch gesät werden. Selbstaussaat mit anschließender Ameisen-Verbreitung kommt bei mehreren Arten vor (Jäger & al. 2008).
 

Galanthus elwesii 

Elwes-Schneeglöckchen,
Galanthus elwesii 
Amaryllisgewächs, Amaryllidaceae

 

Steckbrief:

10–20 cm hohe Mehrjährige mit unterirdischer Zwiebel als Überdauerungsorgan. Blätter blaugrün, glanzlos, breit linealisch, 5–25 cm lang, 1,3–2,5 cm breit, vorne meist kapuzenartig zusammengezogen. Perigonblätter eiförmig bis keilförmig, innere Perigonblätter mit grünem Fleck und meist grünem Grund. Blütezeit Februar bis März.
Verwechslungsmöglichkeit: Beim heimischen Echten Schneeglöckchen, Galanthus nivalis, sind die Blätter zur Blütezeit 0,5–0,9 cm breit.
 

Name:

Benannt nach dem britischen Naturforscher und Großwildjäger Henry John Elwes (1846–1922), der Sammelreisen in die Türkei, nach Indien, ins Altai-Gebirge und in den Himalaya unternahm.  
                                       

Nutzung:

Zierpflanze, auch in wenigen Sorten wie `Komet´.
 
Naturschutz: Das Absammeln der Wildbestände sorgt mittlerweile für drastische Bestandseinbußen im Ursprungsgebiet, besonders in der Türkei. So wurden allein 1998 fast 15 Millionen Zwiebeln aus der Türkei ausgeführt (Breitfeld & al. 2017).
 

Ausbreitung:

Beheimatet im Schwarzmeergebiet und dort 1854 durch den französischen Botaniker und Forschungsreisenden Benedict Balansa (1825–1891) entdeckt. 1874 wiederholt durch Henry John Elwes bei Smyrna (Izmir) in Anatolien gefunden (Krausch 2003). Elwes brachte Zwiebeln nach England und kultivierte diese in seinem Garten. Im Pflanzenhandel befindet sie sich seit etwa 1890.
Im Gebiet gegenwärtig vielfach und besonders in und um Friedhöfe und in Parkanlagen verwildert mit steigender Ausbreitungstendenz.

 
DEUTSCHLAND:
Vielfach, so etwa Heidelberg, Hohenheim und Uhlbach in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), Bad Windsheim, Wollbach, Schlosspark Graheim, Rottenstein, Aidhausen, Goßmannsdorf, Oberndorf, Grafenrheinfeld, Unfinden, Zeil, Ebern, Maria Limbach, Schweinfurt, Bamberg, München und Amendingen in Bayern (Breitfeld & Horbach 2014, Meierott 2008, Hetzel 2006, Dickore & al. 2012, Dörr & Lippert 2004), in Berlin seit 1980 und vielfach verwildert und teilweise etabliert, so am Tempelhofer Parkfriedhof (Seitz & al. 2012), Friedhof Perleberg und Stavenow in Brandenburg (Fischer 2017), 2008 im Rhododendronpark in Bremen (Feder 2009), Hamburg (Floraweb 2023), Friedhöfe Höchst, Westhausen, Südfriedhof und Hauptfriedhof Frankfurt am Main in Hessen (Stich 2013), Büttelkow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), 2003 an der Lachte bei Lachtehausen im Landkreis Celle, 2005 in einem Gehölz in Braunschweig-Riddagshausen und 2017 am Friedhof Gartow in Niedersachsen (Langbehn & Gerken 2004, Grote 2008, Feder & Langbehn 2018), Bonn-Godesberg, Köln, an der Hönnestraße in Hagen, Aplerbecker Straße in Dortmund, in Werne, Mettmann, 2021 auf dem Friedhof Gladbeck-Brauck und 2021 am Friedhof Bochum-Günnigfeld in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, Sumser & al. 2015, BBV 2017, BBV 2016, BBV 2022, BBV 2023), 2005 am Friedhof Speyer und Friedhof Venningen in Rheinland-Pfalz (Horbach in Breitfeld & al. 2021), Eubabrunn, Adorf, Markkleeberg und Leipzig in Sachsen (Breitfeld 2021, Gutte & Krusche 2015, Gutte 2006), Eisleben, Schkopau, Merseburg, Kötzschen und Leuna in Sachsen-Anhalt (John & Stolle 2006), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022) und Jena, Winzerla und Drackendorf in Thüringen (Schönfelder-Notizen in Breitfeld & al. 2021).
ÖSTERREICH:
Selten, so Tribuswinkel, Mödling, Retzbach und Haselbach bei Stockerau in Niederösterreich (Sauberer 2014, Essl 2006, Melzer & Barta 2002, Vitek 2021), 2014 am Schärdinger Friedhof in Oberösterreich (Hohla 2014), Osttirol (Pagitz & al. 2023) und Prater, Laaer Wald, Gütenbachtal, Geweygasse und 2020 Stammersdorf in Wien (Adler & Mrkvicka 2003, Vitek & al. 2021, Karrer 2021). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2002 (Seebens & al. 2017, Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Mehrfach, so in den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Graubünden, Neuenburg, Tessin, Uri, Waadt und Wallis (Infoflora 2024). Im Kanton Zürich seit 2016 in Männedorf, bei Winkel und bei Kleinandelfingen (Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. seit 1984 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), 1860 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1988 in Schweden (Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), Italien (Galasso & al. 2024), seit 2001 in Irland (Seebens & al. 2017) und seit 1957 in Großbritannien (Seebens & al. 2017).

 
Weitere Sippen:

Galanthus alpinus

In der montanen bis subalpinen Stufe des Kaukasus-Gebietes ist das Kaukasus-Schneeglöckchen, Galanthus alpinus (Syn.: G. caucasicus), beheimatet, welches in Mitteleuropa bereits sehr zeitig im Februar bis Anfang März blüht. 
Es ist seit etwa dem Jahr 1800 in gärtnerischer Kultur und bildet Hybriden mit G. woronowii, die den Namen G. ×allenii tragen. Galanthus alpinus wird im Gebiet selten als Zierpflanze gezogen und tritt lokal verwildert auf.
So auf der nördlichen Frankenalb und 2012 am Friedhof Perlacher Forst bei München in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Dickore & al. 2012). In Bayern bisher aus 8 Quadranten bekannt (Meierott & al. 2024). In Österreich im Grazer Stadtpark in der Steiermark (Eigenfund Griebl 2017).
 

Galanthus elwesii × G. nivalis

Galanthus elwesii × G. nivalis. An Standorten, wo das Elwes-Schneeglöckchen mit dem Echten Schneeglöckchen, Galanthus nivalis, zusammen vorkommt, kann es zur spontanen Hybridbildung kommen, wie etwa in den Friedhöfen Schweinfurt und Hallstadt und am Bahndamm in Breitengüßbach in Bayern (Meierott 2008), im Naturschutzgebiet Barssee und in den Gutsparken Marienfelde und Britz in Berlin (Seitz & al. 2012), am Gelände des Bieneninstitutes Celle und im Klosterpark Wienhausen in Niedersachsen verwildert (Langbehn 2015) und am Westfriedhof und Lousberg in Aachen in Nordrhein-Westfalen (Bomble 2022). In Bayern bisher aus 5 Quadranten bekannt (Meierott & al. 2024). Mehrfach auch in Großbritannien. Die Hybride wird, wenngleich sehr selten, kultiviert und findet sich als `Carlos von Santana´ im Pflanzenhandel. Sie ist nicht dem Gitarristen Carlos Santana gewidmet, sondern von Clemens Heidger beim Sparzierengehen in einem Rosenbeet mit der Rosensorte `Santana´ gefunden worden, was Anlass für die Namensgebung war (Mail-Brandt 2023).
 

Galanthus fosteri

In Anatolien, Syrien und im Libanon ist das Foster-Schneeglöckchen, Galanthus fosteri, beheimatet. Es ist zu Ehren des britischen Physiologens, Botanikers und Iris-Spezialisten Michael Foster (1836– 1907) benannt. Foster kreuzte die diploiden Schwertlilien-Arten Iris pallida und I. variegata mit tetraploiden Arten aus dem mittleren Osten und schuf so die modernen Formen der Bart-Iris. Um 1885 brachte Foster die Schneeglöckchen-Art aus Amasia in Kleinasien nach Europa, wo sie nach ihm benannt wurde und seither selten gärtnerisch genutzt wird. Sie ist durch ihr frischgrünes Laub auffällig, gedeiht in Gartenkultur allerdings nur schlecht (Jelitto & al. 1990). 2018 subspontan im Friedhof Gefrees-Streitau und 2005 im Friedhof Waldershorst in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024).
 

 

Galanthus gracilis

In Rumänien, Bulgarien, Nordost-Griechenland, der Türkei und in der Südwest-Ukraine ist das Zierliche Schneeglöckchen, Galanthus gracilis, beheimatet. Es wird selten als Gartenzierstaude verwendet und findet sich im Gebiet lokal subspontan, so 2013 in Aiching und 2016 und 2017 am Friedhof Altdorf in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Breitfeld & Horbach 2017, Meierott & al. 2024) und in Brandenburg (Hand & Thieme 2023).
 

Galanthus ikariae

Auf den Ägäischen Inseln Ikaria, Andros, Naxos und Skyros ist das Ikaria-Schneeglöckchen, Galanthus ikariae, in 2 Unterarten beheimatet. Es findet sich seit etwa dem Jahr 1800 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008). Im Gebiet wird es selten als Zierpflanze genutzt und findet sich unbeständig verwildert, so 2005 am Friedhof Hallstadt in Bayern (Breitfeld & al. 2021), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), 2012 am Südfriedhof Leipzig in Sachsen (Gutte & Fischer 2013) und in Schleswig-Holstein (Hassler & Muer 2022), wobei darunter auch Verwechslungen mit dem sehr ähnlichen G. woronowii vorliegen können. Der Fund für Bayern wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als fraglich und in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al 2024) nicht geführt. Subspontan auch in Belgien (Verloove 2021).
Bei den im Pflanzenhandel als Ikaria-Schneeglöckchen dargebotenen Pflanzen handelt es sich tatsächlich oft um Galanthus woronowii (Jäger & al. 2008). Die beiden Sippen lassen sich am besten wie folgt unterscheiden: Die grüne Markierung an den Spitzen der inneren Tepalen ist bei G. woronowii kleiner im Vergleich zu G. ikariae, in dem sie die Hälfte oder mehr der Fläche des Tepals einnimmt. Die Blätter von G. woronowii sind hellgrün, die von G. ikariae mattgrün. Ein Blattquerschnitt zeigt bei G. woronowii keine mit dem freien Auge sichtbaren Luftkammern, bei G. ikariae schon.

 

Galanthus plicatus

Um das Schwarze Meer ist das Clusius-Schneeglöckchen, Galanthus plicatus, in 2 Unterarten beheimatet. Es wird in Sorten wie `Cordelia´, `Three Ships´ oder `Warham´ kultiviert und vermehrt sich reichlich durch Selbstaussaat (Jäger & al. 2008)
Vereinzelt verwildert, so in München und Schweinfurt in Bayern (Dickoré & al. 2012, Meierott 2008, Meierott & al. 2024) im Botanischen Garten Berlin-Dahlem (Seitz & al. 2012), lokal etabliert in Brandenburg (Hand & Thieme 2023), 2015 am Saaleufer in Jena in Thüringen (Schönfelder-Notizen in: Breitfeld & al. 2021) und 2021 an der Uferböschung der Antiesen nördlich von Bodenhofen bei St. Marienkirchen in Oberösterreich (Hohla 2022). In Bayern bisher aus 5 Quadranten bekannt (Meierott & al. 2024). Subspontan u.a. seit 2015 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1996 in Schweden (Seebens & al. 2017) und seit 1947 in Großbritannien (Seebens & al. 2017).
 

Galanthus rizehensis

An den Küsten des asiatischen Schwarzen Meeres ist das Rizasee-Schneeglöckchen, Galanthus rizehensis, beheimatet, das seit spätestens 1934 gärtnerisch kultiviert wird (Jäger & al. 2008) und im Gebiet u.a. unbeständig am Friedhof Trebgast in Bayern (Breitfeld & al. 2017) und am Friedhof Schönlind und in Sträßel, Reichenbach und Plauen in Sachsen (Breitfeld 2021, Gutte & al. 2013) subspontan auftritt. In Bayern bisher aus 6 Quadranten bekannt (Meierott & al. 2024).
 

Galanthus ×valentinei

Das Valentine-Schneeglöckchen, Galanthus ×valentinei, ist eine Hybride aus G. nivalis × G. plicatus.
Die Schneeglöckchenzucht begann nach dem Krimkrieg (1853–1856), als Soldaten von der Halbinsel Krim Zwiebeln von Galanthus plicatus nach England mitbrachten, welche sich in den Gärten mit Galanthus nivalis und G. elwesii kreuzten. Waren über Jahrzehnte nur ein paar Sorten bekannt, ist die Sortenvielfalt durch die Arbeit erfolgreicher Züchter heute schon fast unübersichtlich groß geworden. Derzeit sind etwa 800 Sorten, davon rund 500 registrierte, von Schneeglöckchen bekannt, die aus mehreren Arten hervorgegangen sind.
Verwildert konnte das Valentine-Schneeglöckchen in Berlin (Hand & Thieme 2023), im Landkreis Celle in Niedersachsen im Klosterpark Wienhausen, an der Brunau bei Hermannsburg, im Heilpflanzengarten Celle und an der Landesstraße 281 von Eschede bis zum Forsthaus Queloh, insbesondere bei Starkshorn (Langbehn 2017, Langbehn 2020), gefunden werden.
 

 

Galanthus woronowii

Aus dem Kaukasus stammt das zu Ehren des russischen Botanikers Juri Nikolajewitsch Woronow (1874−1931) benannte Woronow-Schneeglöckchen, Galanthus woronowii. Woronow arbeitete u.a. am Botanischen Garten in Tiflis und nach der Oktoberrevolution in St. Petersburg. Er befasste sich mit der Flora des Kaukasus und unternahm botanische Expeditionen u.a. nach Südamerika (Burkhardt 2018).
Die Art ist seit etwa 1880 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008). Trotzdem werden jedes Jahr in Georgien und Anatolien Millionen Knollen der Art gesammelt, die für den Pflanzenhandel vor allem in Westeuropa bestimmt sind (CITES 2019). Galanthus woronowii findet sich im Zwiebelhandel nicht selten auch als G. platyphyllus, einer ähnlichen, ebenfalls im Kaukasus beheimateten Art (Jäger & al. 2008) oder auch als G. ikariae.
 
Das Woronow-Schneeglöckchen ist in Deutschland lokal auf dem Weg der Einbürgerung begriffen (Buch & Jagel 2018). Subspontan etwa in Tischenreuth, Bad Windsberg, auf Friedhöfen in München, 2006 Hofheim, 2006 Ebern, 2007 Oberhaid, Glasberg im Landkreis Neumarkt und 2020 Marktoberdorf in Bayern (Breitfeld & Horbach 2014, Dickoré & al. 2012, Meierott 2008, Fürnrohr 2011, Bauer 2021), 2014 in Kassel-Wehlheiden, in Frankfurt am Main, 2020 Seligenstadt und 2021 in Kassel in Hessen (Raese 2014, Buttler 2009, Gregor 2022, Sauerwein 2022), Mecklenburg-Vorpommern (Hand & Thieme 2023), Albani-Friedhof Göttingen und Französischer Garten Celle in Niedersachsen (Dickore & al. 2009, Langbehn 2020a), Bonn-Godesberg, Bochum-Querenburg, Rüthen, Düsseldorf-Wersten und 2023 Erkrath-Hochdahl in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, Sumser & al. 2015, BBV 2015, Jagel 2021, BBV 2021, BBV 2022, BBV 2023, BBV 2024), am Donatsfriedhof in Freiberg in Sachsen (Hardtke & al. 2013), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022), Kalksburg und 2021 Tribuswinkel in Niederösterreich (Barta 2018, Sauberer & al. 2025), 2022 bei St. Jakob in Salzburg (pers. Mitt. von Peter Pilsl am 8. Okt. 2025), Schlossberg in Graz und Gamsgebirg bei Stainz in der Steiermark (Leonhartsberger 2016, Griebl 2023), Nussdorf-Debant in Osttirol (Stöhr 2020) und beim Hohenauer Teich im Lainzer Tiergarten und am Kahlenberg in Wien (Vitek & al. 2021, Barta 2018). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2013 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz in den Kantonen Appenzell-Außerrhoden, Basel, Bern, Tessin, Waadt und Zürich (Infoflora 2024). Inwieweit es sich bei den Fundpunkten in Infoflora (2024) um subspontane oder kultivierte Pflanzen handelt, ist mir unbekannt. Im Text findet sich: „Aus Kultur verwilderter Neophyt“ und „Kultivierter Neophyt: nach dem Jahr 1500 in der Schweiz aufgetreten“. In der „Flora des Kantons Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) wird die Art nicht angegeben
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Italien (Galasso & al. 2024) und in den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Quellen

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