Froelichia

Frölichmelde, Amarantgewächs, Amarantaceae

Gattung:

Froelichia umfasst etwa 13 amerikanische Arten (Kew 2023).
 

Froelichia gracilis 

Zarte Frölichmelde,
Froelichia gracilis  
Amarantgewächs, Amarantaceae

 

Steckbrief:

Bis 25 cm hohe Einjährige oder kurzlebig Ausdauernde mit langen, dünnen, aufsteigenden bis schräg-aufrechten Ästen, schmal-lanzettlichen Laubblattspreiten und insgesamt weißgrauer Behaarung. Blütenstände ährenartig mit dreifach spiralig angeordneten Blütenreihen. Die beiden breit- bis rundlich-eiförmigen Vorblätter sind kahl, grünlich oder teilweise schwärzlich und schließen zunächst die Blüte ein. Blüten klein, 2,4–3,8 mm lang, grünlich bis schwärzlich grau. Fruchtperigon bis zur Spitze verwachsen, dicht filzig-wollig. Die Art blüht in ihrer Heimat das ganze Jahr über.  
 

Name:

Zu Ehren von Joseph Aloys von Frölich (1766−1841) benannt. Frölich war deutscher Arzt, Insektenkundler und Botaniker, auch hervorragender Mooskenner. Er war Ziehvater eines unehelichen Kindes von Jérôme Bonaparte, dem jüngsten Bruder von Napoleon Bonaparte, der nach der Schlacht bei Waterloo mit seiner Frau, der württembergischen Prinzessin Katharina, im Schloss Ellwangen gefangen gehalten wurde (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Nordamerika. Froelichia gracilis ist besonders in den semiariden kontinentalen Präriegebieten der USA einheimisch und hat sich in den USA sekundär als Ackerunkraut ausgebreitet, wo sie besonders in Ackerbrachen stark zunimmt. Auch in Ontario (Kanada) ist sie eingebürgert (Walter 2019).
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

Froelichia-Arten gelten als typische Kulturfolger entlang von Transportrouten.
DEUTSCHLAND: ---
ÖSTERREICH:
1996 auf einer Kompostfläche des Schönbrunner Schlossgartens in Wien mit Spontanbewuchs (Walter 2019). Die Einzelpflanze von Schönbrunn wurde ursprünglich als Atriplex gesammelt und später als Froelichia gracilis bestimmt (Walter 2019).
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Italien (Galasso & al. 2024). In Japan und Ost-Australien lokal invasiv.
 

 

Quellen

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/verzeichnis_
eponymischer_pflanzennamen_2018_teil_1.pdf

Galasso G., F. Conti, L. Peruzzi, A. Alessandrini, N. M. G. Ardenghi, G. Bacchetta, E. Banfi, G. Barberis, L. Bernardo, D. Bouvet, M. Bovio, M. Castello, L. Cecchi, E. Del Guacchio, G. Domina, S. Fascetti, L. Gallo, R. Guarino, L. Gubellini A. Guiggi, N. Hofmann, M. Iberite , P. Jiménez-Mejíase, D. Longo, D. Marchetti, F. Martini, R. R. Masin, P. Medagli, C. M. Musarella , S. Peccenini, L. Podda, F. Prosser, F. Roma-Marzio, L. Rosati, A. Santangelo, A. Scoppola, A. Selvaggi, F. Selvi, A. Soldano, A. Stinca, R. P. Wagensommer, T. Wilhalm & F. Bartolucci (2024): A second update to the checklist of the vascular flora alien to Italy – Plant Biosystems 158: 297−340.



Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Walter J. (2019: Froelichia gracilis in: Gilli C., C. Pachschwöll & H. Niklfeld: Floristische Neufunde (305-375) – Neilreichia 10: 197-274.