Eupatorium

Wasserdost, Korbblütler, Asteraceae

Gattung:

Eupatorium umfasst gegenwärtig etwa 63 Arten (Kew 2022), vor allem in gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel mit Mannigfaltigkeitszentrum im östlichen Nordamerika. Eupatorium im traditionellen Sinne war eine große und variable Gattung, bestehend aus etwa 1000 Arten. Sie wurde von King & Robinson (1987) in mehrere Gattungen unterteilt. Ihr Standpunkt hat sich weitgehend durchgesetzt und ist deckungsnah mit molekularen Forschungsergebnissen (z.B. Schmidt & Schilling 2000)
 

 

Eupatorium serotinum 

Später Wasserdost,
Eupatorium serotinum  
Korbblütler, Asteraceae

 

Steckbrief:

Bis 1,5 m hohe, sommergrüne Staude mit lanzettlichen, gestielten Blattspreiten und gesägtem Blattrand. Blütenkörbe weiß, scheindoldig angeordnet, mit jeweils 9−15 Röhrenblüten und ohne Zungenblüten. Blütezeit August bis Oktober.
 

Name:

Der Gattungsname bezieht sich auf Mithridates VI. Eupator, König von Pontus (132−63 v. Chr.). Mithridates VI. Eupator ist bekannt für neu entwickelte Legierungen in der Münzprägung, seine Vielsprachigkeit und seine Kenntnisse in Botanik und Pharmakologie bzw. Toxikologie.
 

Heimat:

Nordamerika.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND: 1910 für den Hafen Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913, Hand & Thieme 2023) angegeben.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Eupatorium sessilifolium

Ebenfalls im östlichen Nordamerika ist der Blattstiellose Wasserdost, Eupatorium sessilifolium, beheimatet, der in Europa seit 1777 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008) ist und im Gebiet 1883 am Neckar bei Heidelberg in Baden-Württemberg subspontan angegeben wird (Zimmermann 1907, Höck 1910, Hegi 1979, Sebald & al. 1996, Hand & Thieme 2023).
 

Quellen

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1979): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 6 (Teil 3). 2.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 366 S.

Höck F. (1910): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, XXVI - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 26: 391-433.

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



King R.M. & Robinson H. (1987): The genera of the Eupatorieae (Asteraceae). Monogr. Syst. Bot. 22: IX + 581 p.

Schmidt G.J. & Schilling E.E. (2000): Phylogeny and biogeography of Eupatorium (Asteraceae: Eupatorieae) based on nuclear ITS sequence data. Am. J. Bot. 87: 716-726.

Sebald O., Seybold S, Philippi G. & Wörz A. (1996): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 6: Valerianaceae bis Asteraceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Zimmermann F. (1907): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Mannheim, 171 S.

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.