Erigeron

Berufkraut, Korbblütler, Asteraceae

Gattung:

Erigeron umfasst, inklusive Conyza, etwa 446 Arten (Kew 2022). Molekular-phylogenetische Untersuchungen zeigten, dass Conyza innerhalb von Erigeron zu führen ist (z.B. Noyes 2000). Die Gattung ist fast kosmopolitisch verbreitet, überwiegend aber in den gemäßigten Zonen beheimatet mit Mannigfaltigkeitszentrum in Nordamerika. Die meisten Vertreter der ehemaligen Gattung Conyza sind ursprünglich in subtropischen und warmgemäßigten Gebieten beheimatet, einige haben sich aber weit über ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet hinaus ausgebreitet und gelten lokal als invasiv. Die Systematik der früher als Conyza verstandenen Arten ist immer noch unzureichend geklärt, was vor allem E. floribundus und E. sumatrensis betrifft (Pruski & Sancho 2006).  
 

Erigeron annuus

Einjähriges Berufkraut, Einjähriger Feinstrahl,
Erigeron annuus agg. (inkl. E. strigosus)
Korbblütler, Asteraceae

 

Steckbrief:

40–100 cm hohe Einjährige mit grob gezähnten bis ganzrandigen, eiförmigen bis elliptischen Grundblättern und unteren Stängelblättern. Obere Stängelblätter lanzettlich. Stängel vielkörbig mit mehr als 15 Körben, diese schirmrispig angeordnet. Blütenkörbe 15–20 mm im Ø. Zungenblüten weiß bis blasslila, 6–8 mm lang, 0,4–1 mm breit. Früchte mit Pappusschirmchen. Blütezeit Juni bis Oktober.
Verwechslungsmöglichkeit: Der Philadelphia-Feinstrahl, Erigeron philadelphicus, ist 15−70 cm hoch, 4–15-körbig, hat blassrosa bis helllila Zungenblüten und im Ø 20–30 mm breite Körbe.
 

Nutzung:

Früher als Zierpflanze häufig gepflanzt. Gegenwärtig spielt die Pflanze in der Gartengestaltung keine Rolle mehr.
 

Ausbreitung:

Beheimatet in Nordamerika, hier in zumindest drei Unterarten (subsp. annuus, subsp. strigosus, subsp. septentrionalis) auftretend. Um das Jahr 1625 nach Europa gekommen, im Gebiet seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Art wurde bald zur beliebten Gartenpflanze und war im 18. Jahrhundert in mitteleuropäischen Gärten ziemlich verbreitet. Schon Volckamer erwähnt um das Jahr 1700, dass sich die Art im Garten leicht selbst aussät (Wagenitz 1979). Die Hauptauswilderungszeit war von 1770 bis 1870 (Breitfeld & al. 2017), wo sich die Art auch in der Landschaft rasch ausbreitete und heute gehört sie zu den häufigsten Neophyten Mitteleuropas. Keimfähige Samen bilden sich auch ohne Fremdbefruchtung. Obwohl das Einjährige Berufkraut nicht giftig ist, wird es vom Vieh gemieden und kann sich so in Weiden massiv ausbreiten (Neophyt 2021).
 
DEUTSCHLAND: 
Gegenwärtig in fast ganz Deutschland verbreitet und häufig, nur mehr kleinen Gebieten im Norden fehlend (Floraweb 2013).
ÖSTERREICH: 
Sehr häufig in allen Bundesländern, ebenso in Südtirol. Erste Verwilderungen aus Gartenkulturen finden sich nach Schultes 1794 „zerstreut“ (Wagenitz 1979). Genauer ist die Angabe zwischen Lustenau und Altach aus Vorarlberg aus dem Jahr 1865. In Nordtirol um Innsbruck 1871 erstmals verwildert genannt. Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1794 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ: 
Die ersten Angaben verwilderter Pflanzen stammen vom Wallis aus dem Jahr 1805. Aus dem Kanton Zürich besteht der früheste Beleg von Andelfingen um 1820 (Wohlgemuth & al. 2020). 1828 wird sie von Arlesheim bei Basel genannt (Wagenitz 1979). Um 1900 wird die ehemalige Zierpflanze als relativ häufig für den Kanton Zürich bezeichnet (Wohlgemuth & al. 2020). Gegenwärtig in der Schweiz weit verbreitet und häufig und nur mehr den höheren Alpenlagen fehlend (Tritikova & al. 2011).   

 
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. seit 1944 auch in Irland (Seebens & al. 2017), seit 1902 in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1810 in Dänemark (Seebens & al. 2017), seit 1950 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Cabi 2024), seit 1870 in Schweden (Cabi 2024), seit 1807 in Estland (Seebens & al. 2017), seit 1866 in Lettland (Seebens & al. 2017), seit 1931 in Litauen (Seebens & al. 2017), seit 1830 in Polen (Seebens & al. 2017), seit 1895 in der Ukraine (Seebens & al. 2017), seit 1826 in den Niederlanden (Seebens & al. 2017, FLORON 2021), seit spätestens 1813 in Belgien (Verloove 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), seit 1884 in Tschechien (Pyšek & al. 2012), seit 1791 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012), seit 1840 in Slowenien (Seebens & al. 2017), seit 1971 in Bulgarien (Seebens & al. 2017), seit 1957 in Rumänien (Seebens & al. 2017) und seit spätestens 2013 in Albanien (Seebens & al. 2017).

 
Weitere Arten:

Erigeron bonariensis

Das Südamerikanische Berufkraut, Erigeron bonariensis (Syn.: Conyza bonariensis) wurde ursprünglich als Gartenpflanze eingeführt, so schon 1747 im markgräflichen Garten in Karlsruhe (Sebald & al. 1996). Heute im Gebiet vereinzelt eingeschleppt, so etwa in Mannheim und im Hafen Weil-Friedlingen in Baden-Württemberg (Amarell 2010, Sebald & al. 1996), 2013 München-Nordendstraße, 2022 München-Ohlmüllerstraße, 2016 Würzburg-Residenzplatz, 2000 in Laaber, 2010 am Güterbahnhof Bamberg und 2014 Mühldorf am Inn in Bayern (Hassler & Muer 2022, Springer 2014, Hohla 2014, Meierott & al. 2024), Berlin (Hassler & Muer 2022), Bremen (Feder 2022), Hamburg (Feder 2022), Rostock-Reutershagen in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Niedersachsen (Hand & Thieme 2023), beim Dortmunder Museum für Naturkunde, in Köln-Worringen, Köln-Mülheim, Köln-Braunsfeld, Köln-Deutz, Krefeld-Fischeln, Aachen-Kornelimünster, Münster-Achtermannstraße, Düsseldorf, Erwitte, Duisburg-Beeck, Bochum-Ehrenfeld, Bochum-Langendreer und Neviges in Nordrhein-Westfalen (BBV 2013, BBV 2014, BBV 2016, BBV 2017, BBV 2023), Sternstraße und Ruthen-Park in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Mazomeit 2005), Leipzig, Großenhain und 2019 bei Pirna in Sachsen (Gutte 2006, Gutte & al. 2013, Wünsche & al. 2020), Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023), 2021 in Nordstrand-Norderhafen und 2022 in Süderstapel und vorübergehend auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Hebbel 2023, Feder 2022). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1988 im Winterhafen Regensburg (Meierott & al. 2024). Eine Fundangabe für Thüringen wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als irrig geführt. In Österreich 2025 bei Möllersdorf in Niederösterreich (Sauberer & al. 2025), 2015 bei Burgkirchen in Oberösterreich (Hohla 2015), 2020 in der Mayr-Melnhof-Gasse in der Stadt Salzburg (Pilsl in: Gilli & al. 2021), Innsbruck in Nordtirol (Simonova & Lososova 2008), wobei diese Angabe nach Pilsl in: Gilli & al. (2021) nicht sicher bestimmt ist. Weiters 2015 in Wien-Brigittenau, am Wiedner Gürtel und Weisselgasse Floridsdorf in Wien (Diran 2016, Gilli 2017, Karrer 2021). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2015 (Glaser & al. 2025). In Südtirol um Bozen (FloraFaunaSüdtirol 2023), in der Schweiz in den Kantonen Basel, Bern, Genf, Luzern (Infoflora 2024), 2013 in Gerra im Tessin (Möhl & al. 2014), in Uri, in der Waadt, im Wallis (Infoflora 2024) und wenige Funde in der Stadt Zürich ab 1950, so etwa in der Fuchsiastraße (Infoflora 2018, Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020).
 
Subspontan weiters u.a. seit 1843 in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1931 in Polen (Seebens & al. 2017), seit 1822 bzw. 1892 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 1879 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), seit 1964 in Tschechien (Pyšek & al. 2012), in der Slowakei (Medvecká & al. 2012), seit 1940 in Slowenien (Seebens & al. 2017), seit 1976 in Bulgarien (Seebens & al. 2017) und seit 1834 auf Korsika (Seebens & al. 2017).
Die Hybride aus E. bonariensis × E. canadensis wurde als
Erigeron ×foucaudi beschrieben. Sie wurde u.a. 2002 in Belgien gefunden (Verloove 2021) und ist nach dem französischen Botaniker Julien Foucaud (1847−1904), Spezialist vor allem für Asteraceae, benannt.
 

 

Erigeron canadensis

Das nordamerikanische Kanadische Berufkraut, Erigeron canadensis (Syn.: Conyza canadensis) kommt im gesamten Gebiet häufig und weitverbreitet vor. Es wurde Anfang des 17. Jahrhunderts aus Kanada nach Frankreich eingeführt. Dort breitete es sich so rasch aus, dass es 1659 um Paris bereits derart häufig war, dass der Botaniker Joncquet meinte, es müsse sich um eine einheimische Art handeln.
Im Gebiet erstmals erwähnt wird sie 1646 aus dem Botanischen Garten Altdorf bei Nürnberg. Subspontan ist sie dann erstmals 1707 aus der Pfalz nachgewiesen, 1710 aus Brandenburg, 1715 aus Hessen (Wein 1932, Wagenitz 1979), 1718 aus Nürnberg (Meierott & al. 2024), 1762 aus Österreich (Glaser & al. 2025) und 1792 für Salzburg angegeben (Lippert & Meierott 2014). Gegenwärtig weltweit verschleppt und nur in den Tropen, Subtropen und in der Arktis seltener oder fehlend, im Gebiet weit verbreitet und sehr häufig. 
Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1935 in Irland (Seebens & al. 2017), seit 1803 in Belgien (Verloove 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), seit 1750 in Tschechien (Pyšek & al. 2012), seit 1791 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012) und seit 1834 auf Korsika (Seebens & al. 2017).
Erigeron canadensis gehört in den USA zu jenen Pflanzen, die im Zusammenhang mit der hohen Ausbringung des Herbizid-Wirkstoffes Glyphosat auf Feldern mit gentechnisch veränderten Kulturpflanzen Resistenz gegen dieses Mittel entwickelt haben und daher als „superweed“ gelten (Düll & Kutzelnigg 2022). Es wird angenommen, dass sie im Zusammenhang mit der Kultur glyphosatresistenter Sojabohnen auftauchten (Sourcewatch 2018).  

 
Neben dem Kanadischen Berufkraut treten im Gebiet zunehmend zwei weitere, sehr ähnliche Arten auf, daher hier die genauere Beschreibung. Erigeron canadensis: 20–90 cm hohe Ein- bis Zweijährige mit behaartem, dicht beblättertem Stängel und unscheinbaren Blütenkörben. Stängelblätter lanzettlich, ganzrandig oder gezähnt, Grundblätter fast fiederlappig. Spreiten der oberen Blätter auf den Flächen kaum behaart. Gesamtblütenstand schmal zylindrisch. Hülle 2–3 mm breit, zur Fruchtreife bis 5 mm breit, kahl. Zungenblüten ± so lang wie die vierzipfeligen (Lupe) Röhrenblüten. Randblüten mit ca. 1 mm langer Zunge, die Hülle nur wenig überragend. Früchte 1–1,5 mm lang, mit 2–2,5 mm langem, schmutzig-weißem Pappus. Blütezeit Juli bis Oktober.Beim ähnlichen Sumatra-Berufkraut, Erigeron sumatrensis, ist die Hülle zur Blütezeit 4–5 mm breit und behaart, die Blattspreiten sind behaart und erscheinen dadurch graugrün, die Röhrenblüten sind 5-zipfelig (Lupe). Erigeron sumatrensis ähnelt wieder stark dem Südamerikanischen Berufkraut, E. bonariensis. Die beiden Arten sind habituell verschieden. E. sumatrensis wird mit bis über 2 m höher, die Blütenstände sind langgestreckt, pyramidal, gelegentlich schmal bis fast zylindrisch, ähnlich denen von E. canadensis, während E. bonariensis niedrig bleibt, oft kaum 50 cm erreicht und ebenstäußige Blütenstände besitzt. Beide unterscheiden sich von E. canadensis durch die größeren Körbe, was schon von weitem auffällt.

 
Eine Unterscheidung von E. sumatrensis und E. bonariensis ist oft nicht einfach, da Kümmerexemplare von E. sumatrensis durch Verbiss oder Störungen eine Übergipfelung des Haupttriebes zeigen können. Dieser corymbose Blütenstand ist eigentlich das charakteristische
Kennzeichen für E. bonariensis. E. sumatrensis besitzt oft mehr als 20 Blütenköpfe auf den unteren Seitenästen, bei E. bonariensis sind es meist weniger als 10. Die Hüllblattspitzen sind bei E. bonariensis meist rötlich, bei E. sumatrensis nicht (Buttler 2007).

 

Erigeron floribundus

Das Vielblütige Berufkraut, Erigeron floribundus (Syn.: Conyza floribunda; inkl. E. bilbaoanus) ist dem Kanadischen Berufkraut, E. canadensis, sehr ähnlich und vermittelt zwischen E. canadensis und E. sumatrensis, ein Merkmal sind die nicht-zylindrischen, sondern ausladenden Korbstände. Bei E. floribundus fehlen die Zungenblüten komplett, die Pflanze ist nicht gelblich-grün sondern eher gräulich bis dunkelgrün (vermittelt zu E. sumatrensis). Die Körbe sind ebenso klein wie bei E. canadensis und auch nur spärlich behaart (Unterschied zu E. sumatrensis). Der Stängel und die Blätter sind nur locker borstig und ohne anliegende Haare. An der Blattoberseite sind nur sehr vereinzelt Haare auf der Blattmittelrippe, sonst völlig kahl.
Es ist in Süd- und Mittelamerika beheimatet und tritt auf den Britischen Inseln etabliert auf, sonst in Westeuropa unbeständig, aber in Ausbreitung begriffen, so seit 1999 aus Belgien bekannt und dort in rascher Ausbreitung begriffen (Verloove 2021) und in den Niederlanden. Im Gebiet bisher aus Aachen in Nordrhein-Westfalen (Bomble 2021, Hand & Thieme 2022, Hassler 2024) und den Kantonen Neuenburg und Waadt (Infoflora 2024) bekannt. In Großbritannien wurden Hybriden von E. acer × E. floribundus gefunden und als Erigeron ×stanleyi beschrieben (Mundell 2016).

 

Erigeron ×huelsenii

Das Hülsen-Berufkraut, Erigeron ×huelsenii, ist eine Hybride aus E. acer × E. canadensis. Die Hybride wurde 1870 vom Priester R. Hülsen im Staykower Wald in der preußischen Provinz Posen gefunden und 1871 von Georg C. W. Vatke dem Finder zu Ehren beschrieben (Vatke 1871). Die Hybride tritt im Gebiet selten auf, so in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen (Hand & Thieme 2023) und kann mit E. bonariensis verwechselt werden. Die Hybride konnte bisher neben Deutschland auch in Großbritannien, Belgien (Verloove 2021), Polen (Pliszko & Jazwa 2017), Tschechien, seit 1920 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012) und im europäischen Russland (Kew 2022) gefunden werden.
 

Erigeron karvinskianus

Vom südlichen Nordamerika bis ins nördliche Südamerika ist das Karwinski-Berufkraut, Erigeron karvinskianus, beheimatet. Der Artbeiname ehrt den ungarisch-deutschen Botaniker und Bergbauingenieur Wilhelm Friedrich Karwinsky von Karwin (1780–1855), der in Mexiko und Brasilien Pflanzen sammelte. Im 18. Jahrhundert ist die Pflanze nach Europa gekommen und fand hier rasch als Zierpflanze Anklang. Erstmals subspontan gefunden werden konnte das „Spanische Gänseblümchen“ in Australien 1908, in Neuseeland 1940, Indien 1946 und Japan 1949 (CABI 2021)
Die Art verbreitet sich durch Selbstaussaat und tritt gegenwärtig in den Kantonen Tessin, Waadt und Genf eingebürgert auf, sonst nur vereinzelt. 
In Deutschland sehr vereinzelt, so 1993 in Stuttgart, 1991 in den Hafenmauern von Langenargen und in Grötzingen in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1996, Hassler 2021), 2017 Gars am Inn, 1997 Mühldorf am Inn, 2000 Schweinfurt-Judengasse, 2022 Obertheres, 2019 Kallmünz, 2016 in Pflasterfugen in Nördlingen, 1994 Hafenmauer Wasserburg, 2013 München-Tillystraße, München-Nikolaistraße und München-Deroystraße in Bayern (Dickoré & Dickoré 2019, Adler & al. 2017, Meierott 2008, Springer 2014, Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Bad Orb in Hessen (Gregor & al. 2012), Goslar und Braunschweig in Niedersachsen (Brandes 2003, Langbehn 2016), Bochum-Langendreer, Krefeld, Solingen, Münster, Essen, Wuppertal-Beyenburg, Heimbach, Duisburg-Dellviertel, mehrfach in Aachen, 2023 an der Straße Ostenmauer in Kamen, 2024 mehrfach in Soest, 2024 in Mönchengladbach-Windberg und 2024 in Köln-Mülheim in Nordrhein-Westfalen, wo sie bereits als etabliert angesehen werden kann (BBV 2021, BBV 2020, BBV 2016, BBV 2022, BBV 2023, BBV 2024, BBV 2025), Tawern und Föhren in Rheinland-Pfalz (Hand & al. 2016), im Saarland (Hand & Thieme 2023) und Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022). In Österreich sehr vereinzelt, so 2011 in Wolkersdorf und 2018 Bad Vöslau in Niederösterreich (Rožánek & Sauberer 2019), St. Gilgen am Wolfgangsee und Molln in den oberösterreichischen Voralpen (Stöhr & al. 2007), in der Stadt Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013), Feldkirch in Vorarlberg (Stöhr 2020) und in Schönbrunn im 13. Wiener Gemeindebezirk und am Karlsplatz im 1. Bezirk (Stöhr & al. 2009). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2004 (Glaser & al. 2025). In Südtirol u.a. in der Altstadt von Meran an der Passermauer (Wilhalm & al. 2007). Im grenznahen Gebiet zur Schweiz im Comer See-Gebiet schon vor dem Jahr 1900 bekannt. Am Nordufer des Genfersees mehrfach, zuerst 1920–1921 bei Clarens und Territet beobachtet (Wagenitz 1979). Gegenwärtig eingebürgert in den Kantonen Tessin, Waadt und Genf, sonst mehr vereinzelt, wie in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Luzern, Nidwalden (Infoflora 2024) und mehrfach im Kanton Zürich, so in der Seefeldstraße, Rückgasse, Jungholzhof und Stotzstraße in der Stadt Zürich (Landolt 2001). Im Kanton Zürich wurde die Art 1987 erstmals subspontan registriert (Wohlgemuth & al. 2020).
 
Subspontan u.a. seit 1856 auch in Frankreich (Seebens & al. 2017), seit 2000 in Belgien und sich hier seitdem stark ausbreitend (Verloove 2021), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1878 in Portugal (Seebens & al. 2017) und seit 1900 in Italien (Seebens & al. 2017).
 

 

Erigeron philadelphicus

Ähnlich dem Einjährigen Berufkraut, E. annuus, ist das nordamerikanische Philadelphia-Berufkraut, Erigeron philadelphicus, welches in Europa seit spätestens 1778 gärtnerisch kultiviert wird (Jäger & al. 2008). Früher als Zierpflanze im Pflanzenhandel, heute in der Gartengestaltung nicht mehr zu finden. Möglicherweise gehen aber auch die alten Funde auf Einschleppung mit Grassamen zurück (Hamburger 1948, Melzer 1975)
Früher vereinzelt subspontan, so u.a. in Freiburg, Neuenburg und zumindest von 1874 bis 1916 zwischen Lörrach und Brombach in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1996, Wagenitz 1979, Hand & Thieme 2023), von mindestens 1901 bis 1951 im Englischen Garten in München und Memmingen in Bayern (Lippert & Meierott 2014, Wagenitz 1979), Braunschweig in Niedersachsen (Brandes & Nitzsche 2013), 2015 bei Bannewitz nahe Dresden in Sachsen (Wünsche & al. 2016) und in der Ruckerlbergstraße und im Stadtpark von Graz und in Judenburg in der Steiermark (Hamburger 1948, Melzer 1953, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1947 (Glaser & al. 2025). in Südtirol in Meran nahe dem Bahnhof (Melzer 2001), in der Schweiz ehemals in Luterbach im Kanton Solothurn (Wagenitz 1979). Subspontan u.a. seit 1916 auch in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1947 in Norwegen (Seebens & al. 2017), seit 1869 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), in den Niederlanden (FLORON 2021), in Italien (Galasso & al. 2024) und seit 1943 auf Korsika (Seebens & al. 2017).
 

Erigeron speciosus

Nordamerikanisch ist das Pracht-Berufkraut, Erigeron speciosus, welches 1832 durch den schottischen Gärtner und Pflanzensammler David Douglas nach England gebracht wurde und 1836 Deutschland erreichte (Krausch 2003). Es wird als Zierstaude in mehreren Sorten wie `Rotes Meer´ (1971) oder `Sommerneuschnee´ (1935) genutzt (Jelitto & al. 1990).
 
Selten subspontan, so Ravensburg, Amtszell, 1977 am Galgenberg bei Münsingen und 1944 Hartmannsberg bei Vogt in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1996, Wagenitz 1979, Hand & Thieme 2023), ehemals Kirchhof zu Rötenbach bei St. Wolfgang bei Markt Wendelstein und 2016 auf einer Böschung bei Bamberg in Bayern (Ziegler 1952, Vollmann 1914, Meierott & al. 2024), 1868 in Züllichau in Brandenburg (Wagenitz 1979, Hand & Thieme 2023) und in Hessen (Hemm 2008). Der Münchner Fund von Vollmann (1904) wurde nachträglich zu E. philadelphicus korrigiert (Breitfeld & al. 2021, Meierott & al. 2024). In Österreich 1923 in der Weikendorfer Remise im Marchfeld Niederösterreichs (Janchen 1977, Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. auch seit 2012 in Island (Seebens & al. 2017), seit 1928 in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1869 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 1997 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1957 in Estland (Seebens & al. 2017), seit 1888 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 2002 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

 

Erigeron sumatrensis

Das nicht immer vom Südamerikanischen Berufkraut unterschiedene Naudin-Berufkraut, Erigeron sumatrensis (Syn.: Conyza sumatrensis), das entgegen seinem wissenschaftlichen Namen wahrscheinlich aus Süd- und Mittelamerika stammt, ist nach Wein (1932) als Gartenpflanze eingeführt worden. Der größte Teil der heutigen Vorkommen dürfte aber auf Verschleppung beruhen, denn der Zierwert der Pflanze ist überschaubar. 
Die Art zeigt eine zumindest teilweise Resistenz gegenüber Herbiziden (Weedscience 2017). Im Gegensatz zum diploiden E. canadensis ist E. sumatrensis hexaploid, ein Hinweis dafür, dass E. sumatrensis durch Hybridisierung entstanden sein könnte (Wohlgemuth & al. 2020 sub Conyza sumatrensis).
 
In Deutschland mit Schwerpunkt im Rheintal, so um Mannheim, Kehl und Offenburg in Baden-Württemberg (Amarell 2010), vielfach in Nordrhein-Westfalen (BBV 2013, BBV 2014, BBV 2021) und Rheinland-Pfalz (Hand & al. 2016), aber auch anderenorts, so etwa 2010 in Schweinfurt, 2016 Karlstadt, 2001 Bamberg-Laubanger, 2022 München-Albrechtstraße und 2022 München-Jörg-Hube-Straße in Bayern (Meierott & al. 2024), Berlin (Seitz & al. 2012), Frankfurt in Hessen (Buttler 2007, Buttler 2009), 2021 Walle im Landkreis Celle, Wendland und Braunschweig in Niedersachsen (Langbehn 2022, Brandes 2009), Bochum-Innenstadt, Soest, Oberhausen-Bedingrade, Bochum-Westenfeld, Menden, Wickede, Hagen und Olpe in Nordrhein-Westfalen (Jagel 2021, BBV 2022, BBV 2023), Trier in Rheinland-Pfalz (Hand & al. 2016), Saarland (Hand & Thieme 2023), Großenhain in Sachsen (Hardtke & al. 2013), im Osten von Schleswig-Holstein (Hebbel 2023) und in Thüringen (Hand & Thieme 2023). Vereinzelt in Österreich, so 2022 Zainetau bei Mannswörth, Baden und 2021 Möllersdorf in Niederösterreich (Gilli & al. 2024, Barta 2018, Sauberer & al. 2025), 2021 bei Obernberg am Inn und 2021 nahe dem Freibad in Enns in Oberösterreich (Hohla 2022, Kleesadl 2022), in der Stadt Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013), Peggau und Graz in der Steiermark (Melzer 1998, Glaser & al. 2025) und in der Schlachthausgasse und auf der Donauinsel in Wien (Melzer & Barta 2008). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1954 (Glaser & al. 2025). Auch in Südtirol (Wilhalm & Hilpold 2006), im südlichen Etschtal lokal eingebürgert (Fischer & al. 2008). In der Schweiz vorwiegend aus den Städten gemeldet, so Basel, Bern, Genf, Lausanne, Martigny, Sitten und Zürich und im südlichen Tessin (Möhl & al. 2014, Bellosi & al. 2011, Infoflora 2024). Der erste Nachweis aus dem Kanton Zürich stammt von 1917, aktuell ist sie in der Stadt Zürich (Wohlgemuth & al. 2020 sub Conyza sumatrensis).
 
Subspontan u.a. auch seit 1987 in Albanien (Seebens & al. 2017), seit 1990 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 1961 auf Korsika (Seebens & al. 2017), in Italien (Galasso & al. 2024), seit 1999 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1988 in Irland (Seebens & al. 2017) und seit 1999 in den Niederlanden (Seebens & al. 2017, FLORON 2021).
 
Von manchen Autoren wird Erigeron daveauanus von E. sumatrensis abgetrennt (z.B. Sell & Murrell 2006). Es soll sich durch lange, schlanke, starr aufrechte, gerade Blütenstandszweige und 3-4 mm lange und 0,4-0,5 mm breite Hochblätter auszeichnen (im Gegensatz zu kürzeren, kräftigeren Zweigen mit einer größeren Neigung zu gekrümmten Hochblättern, die 4-5 mm lang und 0,5-0,6 mm breit bei E. sumatrensis s.str. sind) (Verloove 2021).
 

 

Quellen

Adler B., Adler J. & Kunzmann G. (2017): Flora von Nordschwaben – Arbeitsgemeinschaft Flora Nordschwaben e. V. – Deiningen, 813 S.

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