Eragrostis

Liebesgras, Süßgras, Poaceae

Gattung:

Eragrostis umfasst etwa 422 Arten (Kew 2022) bzw. 437 Arten (Kellogg 2015), die fast weltweit verbreitet ist mit Schwerpunkt in den Tropen und Subtropen. Die Gattung Eragrostis breitet sich in Mitteleuropa mit zahlreichen neophytischen Arten aus. So verzeichnet die Monographie von Portal & Duhem (2002) für West- und Mitteleuropa bereits 90 neophytische Arten.
 

 

Eragrostis multicaulis  

Japanisches Liebesgras,
Eragrostis multicaulis  
Süßgras, Poaceae

 

Steckbrief:

5–20 cm hohe Einjährige mit 0,5–3,5 mm breiten Blättern. Blattspreitengrund zumindest der oberen Blätter ohne Büschel aus längeren Haaren. Blütenrispe im Umriss dreieckig bis eiförmig, Ährchen kurz gestielt, 4–7-blütig, die meisten länger oder so lang wie ihr Stiel. Rispenäste dichtblütig, kahl. Rispenäste und Ährchenstiele glatt, selten schwach und unregelmäßig gezähnelt. Untere Hüllspelze mindestens halb so lang wie die obere. Blütezeit Juli bis September.
Verwechslungsmöglichkeit: Beim sehr ähnlichen, heimischen Behaarten Liebesgras, Eragrostis pilosa, ist der Blattspreitengrund mit einem Büschel aus längeren Haaren versehen. Beim Elbe-Liebesgras, Eragrostis albensis, sind die Rispenäste und Ährchenstiele meist deutlich gezähnelt.
 
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

Die ostasiatische Art breitete sich ursprünglich wahrscheinlich über Botanische Gärten aus und wird auch heute über Gärtnereien und Friedhöfe verschleppt. In Berlin seit 1825 nachgewiesen (Conert 1998), im Botanischen Garten Graz in der Steiermark bereits 1848 lokal eingebürgert (Melzer 1989, Hohla 2006). Im Botanischen Garten Karlsruhe seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Unkraut bekannt (Kneucker 1931) und sich von dort aus ausbreitend. Im Botanischen Garten Würzburg 1898 nachgewiesen. Die Art wird heute vor allem durch Fahrzeuge im Straßenverkehr und im Zuge des Mähens der Straßenränder sowie durch das Abkratzen der Straßenbankette verschleppt, aber auch durch den Pflanzenhandel über Gärtnereien (Geyer & al. 2011). Sie bevorzugt offenerdige, anthropogene Habitate wie Straßenränder, Bahnanlagen, Friedhöfe, Schottergruben, Pflasterfugen und ähnliche Lebensräume. Oft findet man sie in Gesellschaft von Eragrostis minor. Obwohl sie sich nach wie vor in Ausbreitung befindet, ist sie dennoch eine konkurrenzschwache Art, von der wohl keine Gefahr für die heimische Pflanzenwelt ausgeht (Hohla 2018). Mittlerweile in den meisten Regionen des Gebiets vorhanden.
 
DEUTSCHLAND:
Gegenwärtig in allen deutschen Bundesländern mit Verbreitungsschwerpunkten in Niedersachsen, Bremen und im Saarland (Feder 2008). Auch in Franken in starker Ausbreitung (Lippert & Meierott 2018). In Schleswig-Holstein nach den Erstfunden 2007 in Itzehoe und 2009 in Neustadt wurde das Japanische Liebesgras bis 2017 an zahlreichen weiteren Orten südlich des Nord-Ostsee-Kanals gefunden. Nach Funden auch im (Nord-)Westen des Landes im Jahr 2017 ist die Art aus allen Landesteilen mit Ausnahme der Nordfriesischen Inseln, jedoch auch auf Helgoland, von über 170 Fundorten bekannt, wo sie zumeist innerhalb größerer Siedlungen Pflasterritzen entlang der Durchgangsstraßen besiedelt (Hebbel 2023). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1898 in Würzburg (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
U.a. in Hörtendorf und Gösselsdorf bei Klagenfurt in Kärnten (Melzer 1999, Kniely & al. 2006), Gottsdorf, Nöchling, Weins, Göttlesbrunn und an der Raststätte Ybbs an der A1 in Niederösterreich (Hohla 2006), in einer Gärtnerei in Zell an der Pram und entlang der autobahnnahen Straßen um Suben und St. Marienkirchen bei Schärding in Oberösterreich (Hohla 2006a, Hohla 2001), 2011 bei Siggerwiesen im Flachgau und an der Tauernautobahn-Raststation Golling in Salzburg (Stöhr & al. 2012, Hohla & Melzer 2003), seit 1840 in Graz und 2017 in Spielfeld in der Steiermark (Melzer 1988, Hohla 2018), bei Telfs und Pettnau in Nordtirol (Pagitz 2012), 2011 bei Nußdorf nahe Lienz in Osttirol (Stöhr & al. 2012), in Schwarzenberg, bei den Autobahnraststätten Hohenems und Klösterle in Vorarlberg (Hohla 2014) und in einer Regenwasserrinne am Burgring im 1. Bezirk in Wien (Hohla 2013). In Südtirol u.a. in Prad, St. Martin im Passeier, Tschars, Mals, Terlan, Andrian, Gargazon, Burgstall, Tscherms und Untermais (Wilhalm 2001).
SCHWEIZ:
U.a. in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Graubünden, Luzern, Schwyz, Tessin, Thurgau, Uri, Waadt, Wallis und Zürich (Gasser & al. 2012, Infoflora 2024). Im Kanton Zürich wurde die Art um 1905 erstmals nachgewiesen. Aktuell findet sie sich im Kanton in der Stadt Zürich, Niederweningen, Höri, Oberrieden und Nänikon (Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch seit 1895 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 1879 in Polen (Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021) und seit 1961 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

 
Weitere Arten:

Eragrostis aegyptiaca

Das Ägyptische Liebesgras, Eragrostis aegyptiaca (Syn.: E. senegalensis) ist in Nordafrika vom Senegal bis in den Sudan beheimatet und wird für das Gebiet vorübergehend für Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Eragrostis albensis

Das Elbe-Liebesgras, Eragrostis albensis, wurde erst 1995 beschrieben. Es wird seit dem Jahr 1990 beobachtet, wobei besonders die Massenbestände an der Elbe auffallen. Es wird vermutet, dass die Art in Mitteleuropa aus einer aus dem Osten eingeschleppten, dem Behaarten Liebesgras, Eragrostis pilosa, verwandten Art neu entstand (Rothmaler 2011). Die Eigenständigkeit der Art wurde auf moleku­largenetischer Basis von Wróbel & al. (2021) bestätigt. 
Die bisher im Gebiet als E. amurensis bezeichneten Pflanzen gehören nach Untersuchungen von Wróbel & al. (2021) zu E. albensis var. scholziana. E. albensis findet sich vor allem an der Elbe eingebürgert (Amarell & al. 2016), aber auch sonst sehr zerstreut in den meisten deutschen Bundesländern (Hand & Thieme 2023). In Österreich in Klagenfurt in Kärnten (Pagitz 2012), im Gfletzgraben bei Göllersdorf im Glasweiner Wald und 2022 im Uferbereich des Fadenbachs im Schlosspark bei Eckartsau in Niederösterreich (Lefnaer 2021, Gilli & al. 2024), Suben, Gurten und im Naturschutzgebiet „Unterer Inn“ bei St. Peter am Hart in Oberösterreich (Hohla 2006, Hohla 2013), seit 2008 im Flachgau und Tennengau in Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013, Wittmann & al. 2020), in Nordtirol besonders entlang der Autobahnen in rascher Ausbreitung befindlich und geschlossen von Wörgl bis Telfs auftretend (Pagitz 2012), am Bahnhof Oberdrauburg und Dölsach in Osttirol (Stöhr & Brandes 2014) und in Wien 2014 in Simmering und in der Landstraßer Hauptstraße (Diran 2016, Hohla & al. 2016). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2001 (Glaser & al. 2025).
In Europa mittlerweile in mehreren Ländern subspontan, so in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1968 in Tschechien (Pyšek & al. 2012), seit 1968 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012), in Polen (Verloove 2017), Weißrussland (Verloove 2017) und im europäischen Russland (Verloove 2017).
 

Eragrostis atrovirens

In Afrika und Südasien weit verbreitet ist das Dunkelgrüne Liebesgras, Eragrostis atrovirens, das für die Wollkämmerei Bremen von 1964 bis 1980 (Conert 1998, Hand & Thieme 2023) und 1940 für Bürglen im Kanton St. Gallen (Conert 1998) angegeben wird. Subspontan u.a. auch 1921 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021).
 

Eragrostis bahiensis

Das Bahia-Liebesgras, Eragrostis bahiensis, ist im tropischen und subtropischen Amerika beheimatet. Es hat die Fähigkeit, als Hyperakkumulator von radioaktivem Cäsium-137 zu fungieren. Die Art wird 1902 für Rodleben in Sachsen-Anhalt mit Schafwolle eingeschleppt angegeben (Conert 1998, Hand & Thieme 2023). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und in den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Eragrostis barrelieri

Nach dem französischen Botaniker und Dominikanermönch Jacques Barrelier (1606−1673) ist das Barrelier-Liebesgras, Eragrostis barrelieri, benannt. Es ist von Makaronesien und vom Mittelmeergebiet bis zur Arabischen Halbinsel und bis Pakistan verbreitet und tritt im Gebiet sehr selten eingeschleppt auf, so 1967 am Stadtgüterbahnhof Stuttgart in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1998, Hand & Thieme 2023), 2014 in Branzoll und in der Schlachthofstraße Bozen in Südtirol (Wilhalm & al. 2014) und u.a. in den Kantonen Graubünden, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis (Infoflora 2024). Subspontan u.a. 1911 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), 1948 auf Korsika (Seebens & al. 2017) und (seit) 1894 auf Madeira (Seebens & al. 2017).
 

Eragrostis bicolor

Im südlichen Afrika ist das Zweifarbige Liebesgras, Eragrostis bicolor, beheimatet, das unbeständig eingeschleppt für Luterbach und Derendingen im Kanton Solothurn angegeben wird (Conert 1998). Subspontan u.a. 1911 auch für Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021) angegeben.
 

Eragrostis brownii

In Australien und Südost-Asien ist das Brown-Liebesgras, Eragrostis brownii, beheimatet. Es wurde mit Wolltransporte mehrfach für Derendingen im Kanton Solothurn eingeschleppt (Conert 1998) angegeben. Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021). Es ist zu Ehren des englisch-schottischen Botanikers Robert Brown (1773−1858) benannt. Brown wurde 1795 zunächst Militärarzt und war lange in Irland stationiert, Exkursionen führten ihn in die schottischen Highlands. Es folgte eine Expedition nach Australien mit dem Auftrag, vor allem Pflanzen, Insekten und Vögel zu sammeln. Nach der Rückkehr 1805 bearbeitete er fünf Jahre lang die Sammlungen, worunter 2000 unbekannte Arten waren. Brown unterschied als Erster zwischen Nackt- und Bedecktsamern, (wieder-)entdeckte auch die heute nach ihm benannte Brown'sche Molekularbewegung (Burkhardt 2018).
 

Eragrostis cilianensis

Vom Mittelmeergebiet bis Ostasien und Südafrika ist das Große Liebesgras, Eragrostis cilianensis (Syn.: E. megastachya) beheimatet. Es wird in der Trockenzone von Kenia zur Wiederansaat von zerstörtem Weideland verwendet (Mansfeld 1986)
Es ist unter anderem als Vogelfutterbegleiter eingeschleppt worden und findet sich sehr zerstreut im gesamten Gebiet von Schleswig-Holstein bis ins Tessin, Südtirol und ins Burgenland.
In Deutschland wurde es 1813 erstmals subspontan gefunden (Müller & al. 2021), um 1827 in Äckern bei Gießen in Hessen (Becker 1828). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte um 1849 aus Regensburg (Meierott & al. 2024), der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1870 (Glaser & al. 2025). Im Kanton Zürich ab 1916 in der Stadt Zürich (Wohlgemuth & al. 2020).
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), in den Niederlanden (FLORON 2021), in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1920 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Eragrostis curvula

Das im südlichen und östlichen Afrika beheimatete Krumme Liebesgras, Eragrostis curvula, wird vor allem mit Böschungsansaaten eingebracht. Es wird als Weide- und Futtergras gebaut und dient zum Erosionsschutz (Mansfeld 1986), in mehreren Sorten wie `Witbank´, `South African Robusta Blue´ oder `Kromdraai´. Mittlerweile vermehrt auch als Zierpflanze genutzt. Die Pflanzen werden durch Aussaat vermehrt, die Art sät reichlich aus und keimt gut. Gärtnerische Kulturen können als kurzlebige Mehrjährige gehalten werden, Verwilderungen sind oft nur einjährig (Englmaier & Münch 2019). 1935 kam die Art In die USA, wo sie zur Böschungsbefestigung genutzt und in den 1970er- und 1980er-Jahren auf den Autobahnböschungen ausgebracht wurde. Heute gilt sie dort regional als invasiv (CABI 2021).
 
Im Gebiet subspontan u.a. 1992 in Altenheim, Meisenheim, 1993 bei Ottenheim, in Rastatt, Karlsruhe und Hockenheimring in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1998, Amarell 2004, Hassler 2021), 2007 am Berliner Ring in Bamberg und 2019 auf einer Straßenböschung bei Seibersdorf nahe Kirchdorf am Inn in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024), 1964 bis 1980 bei der Wollkämmerei Bremen und 2003 im Getreidehafen Bremen (Conert 1998, Feder 2005), Hamburg (Hand & Thieme 2023), 1983 bei Pfungstadt und 1985 in Darmstadt-Griesheim in Hessen (Sebald & al. 1998, Hand & Thieme 2023), Hannover-Döhren, 2003 am Eixter See und 1999 auf einer Flusstaldüne an der Ems bei der Schleuse Hünteler Brook in Niedersachsen (Conert 1998, Feder 2005), 1922 und 1929 mit Wolle in Essen-Kettwig, 1997 im Brachter Wald im Kreis Viersen, 2011 am Rhein-Herne-Kanal in Bottrop, 1975 in Pulheim bei Köln und in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1937, Conert 1998, Büscher 2009, Buch & al. 2013), 1990 bis 1995 Oggersheim, im Bahnhofsgelände Igel im Moseltal, 1981 bei Neupotz und 1969 bis mindestens 1997 in Mainz-Gonsenheim in Rheinland-Pfalz (Mazomeit 1995, Hand & al. 2016, Sebald & al. 1998) und 1940 bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006). Die Art nimmt in der Oberrheinebene auf sandigen Ruderalfluren stellenweise stark zu, so in Rheinhessen und Nordbaden (Hassler 2021). In Österreich 2002 in Wien am Praterstern und in Liesing (Adler & Mrkvicka 2006). Weiters bei Meran und Deutschnofen in Südtirol (Naturmuseum Südtirol 2018), Derendingen im Kanton Solothurn (Probst 1924), im Tessin und in der Waadt (Infoflora 2024). Subspontan u.a. auch in Großbritannien (Seebens & al. 2017), Belgien (Verloove 2021) und in den Niederlanden (FLORON 2021).
 
 

Eragrostis cylindriflora

In Afrika ist das Zylinderblütige Liebesgras, Eragrostis cylindriflora (Syn.: E. trichophora) beheimatet. Es wird als Wolladventive für die Wollkämmerei Bremen (Conert 1998, Hand & Thieme 2023) und für Derendingen im Kanton Solothurn (Conert 1998) angegeben. Die Art wird in Kew science (2023) für D und CH subspontan angegeben.
 

 

Eragrostis dielsii

Diels-Liebesgras, Eragrostis dielsii, ehrt den deutschen Botaniker Friedrich Ludwig Diels (1874−1945), zu dessen Ehren 13 Pflanzengattungen und zahlreiche Arten benannt sind. Diels war von 1913 bis zu seinem Tod Direktor des Botanischen Gartens Berlin. Er unternahm zahlreiche botanische Reisen, so nach Südafrika, Java, Australien, Neuseeland, Neuguinea, Ecuador und China (Burkhardt 2018). Das Diels-Liebesgras ist in Australien weit verbreitet und wurde als Wolladventive 1932 für Derendingen in Solothurn eingeschleppt angegeben (Conert 1998), ebenso für Belgien (Verloove 2021).
 

Eragrostis elongata

Das australisch-südostasiatische Verlängerte Liebesgras, Eragrostis elongata, wird für 1929 von Derendingen im Kanton Solothurn als Wolladventive eingeschleppt angegeben (Conert 1998), ebenso auch für Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021).
 

 

Eragrostis falcata

In Australien ist das Sichel-Liebesgras, Eragrostis falcata, beheimatet. Es wird einmal 1932 eingeschleppt für Derendingen in Solothurn angegeben (Conert 1998).
 

Eragrostis frankii

In den südöstlichen USA ist das Frank-Liebesgras, Eragrostis frankii, beheimatet. Die Art ist zu Ehren des deutschen Botanikers und Physikers Joseph C. Frank (1782−1835) benannt, der vor allem in Ohio botanisch forschte und für den Württembergischen Reiseverein schrieb. E. frankii wird 2004 für das Gebiet in Niederwerrn bei Schweinfurth in Bayern erstmals angegeben (Scholz & Ristow 2005) und auch für Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2020) genannt. Die deutschen Fundmeldungen dürften Fehlbestimmungen sein (Hassler & Muer 2022). Der Fund in Aulendorf in Baden-Württemberg (Amarell 2013) wurde von Amarell 2020 verworfen und zu E. minor gestellt (Breitfeld & al. 2021). Der bayrische Fund wurde als E. virescens revidiert (Meierott & al. 2024). 2007 in Jenbach in Nordtirol (Pagitz 2012, Glaser & al. 2025) und 2004 bei Gargazon und 2011 bei Montiggl in Südtirol (Wilhalm 2011). Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Eragrostis heteromera

Im südlichen und östlichen Afrika ist das Wilms-Liebesgras, Eragrostis heteromera (Syn.: E. wilmsii) beheimatet. Es wird mit Wolle eingeschleppt angegeben von 1964 bis 1980 für die Wollkämmerei Bremen (Conert 1998, Hand & Thieme 2023) und 1927 und 1930 für Derendingen im Kanton Solothurn (Conert 1998). Der deutsche Name und das Synonym ehren den deutschen Apotheker, Mykologen und Botaniker Friedrich Heinrich Wilms (1811–1880), der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Südafrika auswanderte und dort zahlreiche bisher unentdeckte Pflanzenarten fand.
 

Eragrostis hypnoides

In Nord- und Südamerika, südlich bis Argentinien reichend, ist das Blaugrüne Liebesgras, Eragrostis hypnoides, beheimatet. Im Gebiet ehemals unbeständig in Baden-Württemberg aufgetreten (Hand & Thieme 2023).
 

Eragrostis japonica

Im tropischen und subtropischen Afrika und Asien ist das Nama-Liebesgras, Eragrostis japonica (Syn.: E. namaquensis) beheimatet, mittlerweile ist die Art auch in Nord-, Mittel- und Südamerika weit verbreitet. Aus dem Gebiet gemeldet 1907 vom Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1914) und 1894 aus Spremberg in Brandenburg (Wesenberg & al. 2017). Die Fundmeldungen aus dem Gebiet dürften Fehlbestimmungen sein (Hassler & Muer 2022, Hand & Thieme 2023).
 

Eragrostis lehmanniana

Im südlichen Afrika beheimatet ist das nach dem deutschen Botaniker und Bibliothekar Johann Georg Christian Lehmann (1792−1860) benannte Lehmann-Liebesgras, Eragrostis lehmanniana. Lehmann war Professor der Physik und Naturgeschichte sowie Gründer und Direktor des Botanischen Gartens in Hamburg. Die Art wird in den südwestlichen USA zur Wiederbegrünung von Halbwüstengebieten und als Erosionsschutz genutzt (Mansfeld 1986) und gilt in Arizona als invasiv (Uchytil 1992). Lehmans Liebesgras ist in Nord- und Südamerika eingebürgert und im Gebiet sehr selten und unbeständig für Bremen (Conert 1998, Hand & Thieme 2023), 1939 für die Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006) und für Solothurn (Conert 1998) angegeben.
 

Eragrostis leptocarpa

In Australien weit verbreitet ist das Schmalfrüchtige Liebesgras, Eragrostis leptocarpa. Im Gebiet einmal 1936 für Derendingen im Kanton Solothurn angegeben (Conert 1998). Subspontan u.a. auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021).
 

Eragrostis leptostachya

Aus Ostaustralien stammt das Schmalährige Liebesgras, Eragrostis leptostachya, das vom britischen Botaniker Robert Brown (1773−1858) um 1810 im australischen New Holland entdeckt wurde und im Gebiet 1938 für Coßmannsdorf bei Dresden in Sachsen (Conert 1998, Hand & Thieme 2023) und für Derendingen in Solothurn (Conert 1998) angegeben wird. Subspontan u.a. auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021). Die Art wird in Kew science (2023) für Deutschland und die Schweiz subspontan angegeben.
 
 

Eragrostis lugens

Vom südlichen Nordamerika bis Südamerika ist das Trauer-Liebesgras, Eragrostis lugens, beheimatet. Subspontan im Gebiet unbeständig 1930 in Salach in Baden-Württemberg (Conert 1998, Hand & Thieme 2023), Brandenburg (Hassler & Muer 2022), im Rhododendron-Park in Bremen (Feder 2009), Bochum, 1933 in Essen-Kettwig und 1922 und 1926 im Hafen Neuss in Nordrhein-Westfalen (Büscher 2009, Bonte 1930), 1938 bei der Spinnerei Coßmannsdorf in Sachsen (Conert 1998, Hand & Thieme 2023), 1906 Rodleben in Sachsen-Anhalt (Conert 1998, Hand & Thieme 2023), ehemals im Kanton Solothurn (Infoflora 2024) und mehrfach im Tessin (Infoflora 2024).
 

Eragrostis macilenta

Im zentralen Afrika ist das Magere Liebesgras, Eragrostis macilenta, beheimatet. Im Gebiet sehr selten subspontan, so 1955 für Ulm in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1998, Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Eragrostis mexicana

Vom südlichen Nordamerika bis Argentinien ist das Mexikanische Liebesgras, Eragrostis mexicana (inkl. E. orcuttiana) beheimatet. Im Gebiet sehr selten subspontan, so 1959 in Breisach, um 1935 in Neustadt bei Waiblingen und Stuttgart in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1998, Conert 1998, Hand & Thieme 2023), 1828 im Westhafen Berlin (Scholz & Sukopp 1960), 1930 in Guben in Brandenburg (Lademann 1937, Hand & Thieme 2023), 1893 im Kaffeehülsenschutt in Hamburg-Blankensee (Christiansen 1928, Hand & Thieme 2023), Dortmund, Ürdingen, Essen-Kettwig und Neuss in Nordrhein-Westfalen (Büscher 2009), 1940 in Leipzig-Probstheida in Sachsen (Fischer & al. 2019), 1949 am Bahnhof Graz-Puntigam in der Steiermark (Melzer 1954, Glaser & al. 2025), von 1965 bis 1971 mehrfach im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973, sub E. neomexicana), in den Kantonen Bern und Graubünden (Infoflora 2024), Cureggia und mehrfach im Tessin, in den Kantonen Waadt, Wallis und 1907 in der Stadt Zürich an der Schanze, auch in Liechtenstein (Baumgartner 1985, Wohlgemuth & al. 2020, Infoflora 2024). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), in den Niederlanden (FLORON 2021) und seit 1966 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Eragrostis obtusa

In Südafrika ist das Stumpfe Liebesgras, Eragrostis obtusa, beheimatet. Es tritt anderenorts unbeständig auf, so angegeben 1901 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1910), bei der Wollkämmerei Bremen (Conert 1998, Hand & Thieme 2023), 1922 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Büscher 2009), 1940 für die Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006) und für Langendorf in Solothurn mit Wolle eingeschleppt (Conert 1998). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als fraglich für Baden-Württemberg geführt. Subspontan u.a. auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021).
 

Eragrostis parviflora

Das Kleinblütige Liebesgras, Eragrostis parviflora, ist in Australien und Neuguinea beheimatet und tritt im Gebiet vorübergehend auf, so angegeben 1939, 1940 und 1950 im Wollschlamm in Salach in Baden-Württemberg (Müller 1950, Hand & Thieme 2023), 1896 in Hamburg-Reiherstieg (Christiansen 1928, Hand & Thieme 2023), 1934 in Lampertheim in Hessen (Sebald & al. 1998, Hand & Thieme 2023), Hannover in Niedersachsen (Conert 1998, Hand & Thieme 2023), Essen in Nordrhein-Westfalen (Büscher 2009), 1934 und 1938 bei der Kläranlage Leipzig-Rosental in Sachsen (Fiedler 1936, Hand & Thieme 2023), 1967 im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973), Bürglen in St. Gallen, im südlichen Tessin und 1959 am Katzensee im Kanton Zürich (Conert 1998, Wohlgemuth & al. 2020, Infoflora 2024). Subspontan u.a. auch in Rumänien (Seebens & al. 2017), Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021) und seit 1950 in Großbritannien (Seebens & al. 2017).   
 

 

Eragrostis pectinacea

Das nordamerikanische Büschel-Liebesgras, Eragrostis pectinacea (Syn. E. diffusa) findet sich subspontan angegeben 1954 auf Baumwollkompost bei der Spinnerei Unterhausen in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1998, Hand & Thieme 2023), 1998 im Bamberger Hafen in Bayern (Meierott 2008, Meierott & al. 2024), als Unkraut im alten Botanischen Garten Berlin (Ascherson & Retzdorff 1902, Hand & Thieme 2023), 1896 bei der Wollkämmerei Hamburg-Reiherstieg (Junge 1913, Hand & Thieme 2023), in Mecklenburg-Vorpommern (Hand & Thieme 2023), Gorleben in Niedersachsen (Feder 2005, Langbehn & Feder 2012) und Botanischer Garten Dresden in Sachsen (Seidel 1964, Hand & Thieme 2023). Der Fund von 1896 aus Hamburg wurde von Thellung zu E. parviflora revidiert. Die Art wird aber in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) für Hamburg akzeptiert. In Österreich für Zwentendorf in Niederösterreich angegeben (Bernhardt & al. 2013), am Bahnhof Graz-Puntigam in der Steiermark (Melzer 1959, Glaser & al. 2025) und bei Waidring und 2017 in Wörgl in Nordtirol (Polatschek & Neuner 2013, Jacq 2023). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1949 (Glaser & al. 2025). Die Fundangabe aus Niederösterreich ist unsicher und wird hier nicht berücksichtigt. Auch in Südtirol (Wilhalm & Hilpold 2006). In der Schweiz im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1985) und u.a. in den Kantonen Freiburg, Glarus, Schwyz, Tessin (Bellosi & al. 2011), Uri, Waadt und Wallis (Infoflora 2024). Im Kanton Zürich 1938 in der Stadt Zürich bei der Löwenbrauerei und 1949 am Güterbahnhof (Wohlgemuth & al. 2020)
In Oberitalien breitet sich E. pectinacea in jüngerer Zeit aus, in Südtirol ist die Art örtlich bereits eingebürgert (Wilhalm & al. 2006). Subspontan u.a. auch seit 2000 im europäischen Russland (Seebens & al. 2017), in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021) und seit 1968 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Eragrostis plana

Im tropischen Afrika ist das Flache Liebesgras, Eragrostis plana, beheimatet. In Südamerika, vor allem in Südbrasilien tritt die Art regional invasiv auf (CABI 2021). Eine Pflanze produziert bis zu 500.000 Samen, die viele Jahre keimfähig bleiben (CABI 2021). Im Gebiet tritt es sehr selten und unbeständig auf, so angegeben für Bremen (Conert 1998), 1914 in Hannover-Döhren in Niedersachsen (Scheuermann 1919, Hand & Thieme 2023), Essen in Nordrhein-Westfalen (Büscher 2009) und Dresden und 1937 bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Fiedler 1936, Gutte 2006, Conert 1998). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).
 

Eragrostis planiculmis

Das Flachhalmige Liebesgras, Eragrostis planiculmis, ist im südlichen und südöstlichen Afrika beheimatet und wurde mit Wolle u.a. in England und Belgien eingeschleppt. Selten wird die Art als Ziergras genutzt und kann daraus verwildern, so 2015 in Obernberg in Oberösterreich (Hohla & al. 2015). Subspontan u.a. auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021).
 
 

Eragrostis reptans

Das Kriechende Liebesgras, Eragrostis reptans, ist im südlichen Nordamerika beheimatet und wird im Gebiet 1902 für die Hautwollfabrik Rodleben in Sachsen-Anhalt (Höck 1910, Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Eragrostis setifolia

In Australien weit verbreitet ist das Borstige Liebesgras, Eragrostis setifolia. Es zählt in Australien zu den wertvollen Weidegräsern, das hohem Weidedruck standhält. Im Gebiet nur einmal angegeben 1913 in Derendingen im Solothurn (Conert 1998).
 

 

Eragrostis spectabilis

Das Purpur-Liebesgras, Eragrostis spectabilis, ist in Nordamerika beheimatet und wird in Mitteleuropa als Zierstaude in Sorten wie `Purpurflirren´ kultiviert. Die Art kann leicht mit anderen Eragrostis-Arten wie E. trichodes, aber auch mit Arten anderer Gattungen wie Panicum capillare verwechselt werden. E. spectabilis ist mehrjährig, wächst horstig, ist etwa 50 cm hoch und bildet große, purpurn überlaufene Rispen aus. Diese stehen aufrecht, sind weit ausgebreitet, 30–40 cm lang und etwa 25 cm breit. Die Basis der Rispenäste und deren untere Verzweigungspunkte sind weißlich behaart, mit ca. 2–3 mm langen Haaren. Die Ährchen sind 5–10 mm lang gestielt, 4–6 mm lang, 1,1–1,3 mm breit und haben 6–11 Blüten. Die Hüllspelzen sind gekielt, beide etwa gleich lang und entlang des Kiels rauhaarig. Mit einer Länge von etwa 1,3 mm sind sie kürzer als die Deckspelzen der untersten Blüten. Die ca. 1,5 mm langen Deckspelzen sind rötlich, spitz, randlich kurzborstig und haben 3 deutliche, grüne Nerven. Die Karyopsen sind ellipsoid, rotbraun und ca. 0,8 mm lang. Ventral haben sie in ihrer unteren Hälfte eine leicht konkave Stelle, die von der Basis bis knapp zu ihrer Mitte reicht, und die durch eine etwas erhabene Leiste zweigeteilt ist. Bei der Fruchtreife fallen die Blüten als Ganzes ab (Leonhartsberger 2023). Subspontan konnte die Art 2022 von Susanne Leonhartsberger am Nordweg in Graz-Jakomini in der Steiermark gefunden werden (Leonhartsberger 2023).
 

 

Eragrostis superba

Das Wilman-Liebesgras, Eragrostis superba, ist im zentralen, östlichen und südlichen Afrika beheimatet und wird im Gebiet für Köln in Nordrhein-Westfalen adventiv angegeben (Hassler & Muer 2022). Die Angabe  aus NRW ist nach Hand & Thieme (2023) irrig.
 

Eragrostis tef

Aus Ostafrika und der Arabischen Halbinsel stammt das Äthiopische Liebesgras, Eragrostis tef, auch Teff genannt. Es wird v.a. in den Tropen und Subtropen als Getreide genutzt. Es ist glutenfrei und reich an essenziellen Fettsäuren. Teff ist das wichtigste Getreide Äthiopiens und Eritreas und wird in Sorten wie `Tefna´ oder `Quencho´ kultiviert. Gemahlen wird das Korn zu Brot verarbeitet. Teffmehl ist Grundlage für das dortige Nationalgericht Injera, ein Fladenbrot, das zu Gemüse- und Fleischgerichten gegessen wird. In Mitteleuropa wird die Art zur Böschungsbefestigung verwendet, sehr selten auch als Nahrungspflanze angebaut. Auch mit Vogelfutter selten eingebracht. 
Subspontan u.a. 2007 in Hohenheim, 1988 in Bad Dürrheim und 1979 in Weiherburg bei Riedhausen in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017, Sebald & al. 1998), Würzburg, bei Bischofsheim, 1975 zwischen Altstädten und Hinang, 1989 in Sulzdorf im Landkreis Landshut, 1975 zwischen Opfenbach und Niederstaufen und 1979 zwischen Faistenoy und Wertach in Bayern (Hetzel & al. 1992, Meierott 2008, Dörr & Lippert 2001, Meierott & al. 2024), in Berlin (Seitz & al. 2012), Bremen, Hamburg (Hand & Thieme 2023), Hessen (Hand & Thieme 2023), Mecklenburg-Vorpommern (Hand & Thieme 2023), Osnabrück in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Knetterhausen, Bielefeld, Bad Rothenfelde, Versmold, Bochum, Stiepel, Waltrop-Brockenscheidt und Dortmund in Nordrhein-Westfalen (Kulbrock & Lienenbecker 2002, Weber 1995, Jagel 2021, Büscher 2009), Kaiserslautern und Rheingönheim in Rheinland-Pfalz (Conert 1998, Mazomeit 1995, Hand & Thieme 2023), Saarland (Hand & Thieme 2023), 1970 bei den Hafensilos Leipzig in Sachsen (Gutte 2006), Rodleben in Sachsen-Anhalt (Conert 1998) und Schleswig-Holstein (Müller & al. 2021). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1955 bei Gemünden (Meierott & al. 2024). In der Schweiz Oberentfelden im Aargau, bei Basel (Brodtbeck & al. 1998), Bürglen in St. Gallen, Dulliken in Solothurn und am Belcherweg und 1902 an der Schanze in Zürich (Conert 1998, Wohlgemuth & al. 2020). Subspontan u.a auch in Belgien (Verloove 2021), in den Niederlanden (FLORON 2021) und seit 1965 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Eragrostis trichodes

Das nordamerikanische Haarfeine Liebesgras, Eragrostis trichodes, wird zur Wiederbegrünung von aufgegebenem Acker- oder Weideland auf sandigen Böden genutzt (Mansfeld 1986)
Verschiedentlich wird diese Art falsch etikettiert in den Handel gebracht, so etwa als „Eragrostis splendens“, ein Name, der nach derzeitigem Wissensstand nie gültig veröffentlicht wurde. Auch Verwechslungen von Handelsware mit E. spectabilis sind bekannt (Englmaier & Münch 2019)
Im Gebiet kommt es als Ziergras vor allem in Verkehrsinseln und Kiesgärten zum Einsatz und verwildert daraus sehr selten, so 2005 in Lohnsburg in Oberösterreich (Hohla 2006) und subspontan 1941 und 1959 in Elsbethen in Salzburg (Conert 1998, Pflugbeil & Pilsl 2013).
 
 

Eragrostis virescens

Aus Südamerika und dem westlichen Nordamerika stammt das Grüne Liebesgras, Eragrostis virescens (Syn.: E. mexicana subsp. virescens), welches im Gebiet subspontan auftritt. 
So u.a. 1936 in Wangen, Weil am Rhein und 2007 in Stuttgart-Lerchenfeld in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1998, Amarell 2010, Böcker & al. 2017), 2005 im Hafen Nürnberg in Bayern (Reger 2008), Berlin 2009 (Hand & Thieme 2023 sub. E. mexicana subsp. virescens), 2010 in Güterfelde in Brandenburg (Klemm 2012), 2012 im Bremer Hafen (Feder 2013, Feder 2014), 2012 in Oberrad in Hessen (Gregor 2013), Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen (Feder 2011), Dortmund-Huckarde und Ürdingen in Nordrhein-Westfalen (Büscher 2009), 1956 und 1958 bei der Wollkämmerei Leipzig und 2019 bei Bautzen in Sachsen (Gutte 2006, Wünsche & al. 2020), Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023 sub. E. mexicana subsp. virescens), Laa an der Thaya in Niederösterreich (Lefnaer 2020), 2015 bei Pischelsdorf und Reichersberg und 2020 auf dem Gelände einer Gärtnerei in Schärding in Oberösterreich (Hohla 2015, Hohla 2022), Graz in der Steiermark (Melzer 1959, Glaser & al. 2025) und Triester Straße und Augarten in Wien (Gilli & al. 2018). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1956 (Glaser & al. 2025). In Südtirol bei Algund, Siebeneich, Bozen und Vilpian (Wilhalm 2001, Martini & Scholz 1998)
In der Schweiz 1957 und 1958 im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973), Graubünden, Solothurn, Tessin (Bellosi & al. 2011), Waadt und Wallis (Infoflora 2024, Conert 1998). Im Kanton Zürich ein Fund 1948 bei Meilen am Güterbahnhof (Wohlgemuth & al. 2020)
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

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