Emilia

Emilie, Korbblütler, Asteraceae

Gattung:

Emilia umfasst etwa 128 Arten (Kew 2023), und besiedelt vor allem die Tropen weltweit. Mannigfaltigkeitsgebiet sind die Tropen Afrikas. Einige Arten haben sich weit über ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet hinaus ausgebreitet und sind zu pantropischen Unkräutern geworden (Verloove 2021).
 

Emilia coccinea

Orangerote Emilie, Orange Quastenblume,
Emilia coccinea s.lat.
(inkl. E. javanica; Syn.: E. fosbergii p.p., Senecio sagittatus)  
Korbblütler, Asteraceae

 

Steckbrief:

Bis 60 cm hohe Einjährige mit spatelförmigen Grundblättern und stängelumfassenden, spießförmigen oberen Blättern. Blütenkörbe ohne Zungenblüten, auffallend leuchten orangerot gefärbt. Hüllblätter schmal-lanzettlich, an der Spitze dunkler. Blütezeit Juni bis August.
 

Name:

Benannt zu Ehren der französischen Mathematikerin, Physikerin, Philosophin und Übersetzerin der frühen Aufklärung Émilie du Châtelet (1706–1749). Châtelet übersetzte 'Philosophiae Naturalis Principia Mathematica' von Isaac Newton und verband sie mit der Infinitesimalrechnung von Gottfried Wilhelm Leibniz. Sie machte sich dadurch in Frankreich bekannt und verständlich, schrieb u.a. 'Institutions de Physique', 'Les Principes de Newton', 'Dissertation sur la nature et la propagation du feu', und war Freundin und Geliebte von Voltaire, mit dem zusammen sie die `Elemente der Philosophie Newtons´ verfasste (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Tropisches Afrika.
 

Nutzung:

Selten als Zierpflanze für Sommerblumenbeete genutzt. In ihrer Heimat auch Gemüse- und Arzneipflanze.
 

Ausbreitung:

In Europa seit etwa dem Jahr 1800 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008). Gegenwärtig in großen Teilen der tropischen und subtropischen Zone verbreitet, so in Amerika von den USA bis Brasilien und in Asien von Indien bis Japan.
DEUTSCHLAND:
1899 für den Hafen von Mannheim in Baden-Württemberg eingeschleppt (Höck 1910, Hand & Thieme 2023) angegeben.
ÖSTERREICH:
2021 subspontan in der Stollenstraße in Thaur in Nordtirol gefunden (Waldner in: Griebl 2021, Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen_2018_teil_1.pdf

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.


Griebl (2021): Emilia coccinea neu für Österreich - Forum Flora Austria (flora-austria.at)



Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Höck F. (1910): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, XXVI - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 26: 391-433.

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science