Dichanthium

Jargugras, Süßgras, Poaceae

Gattung:

Dichanthium umfasst, exklusive Pseudodichantium, etwa 19 Arten (Kew 2022) in Afrika, Südasien und Australien. Mannigfaltigkeitszentren sind Südost-Asien und Nordost-Australien.
 

Dichanthium sericeum 

Seidiges Jargugras,
Dichanthium sericeum  
Süßgras, Poaceae

 

Steckbrief:

Bis 80 cm hohe Ein- bis Mehrjährige mit 8–15 cm langen und 2–4 mm breiten Blättern. Blütenstand handförmig zusammengesetzt mit 2−7 Teilblütenständen. Blütezeit Juni bis Juli.  
 

Heimat:

Australien, Südost-Asien.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
1938 eingeschleppt angegeben bei der Spinnerei Coßmannsdorf bei Dresden in Sachsen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
Ehemals angegeben für Deredingen und Luterbach im Kanton Solothurn (Conert 1998).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. seit 1961 auch in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

 
Weitere Art:

Dichanthium annulatum

Das Einjährige Jargugras, Dichanthium annulatum, ist im tropischen Asien, Australien, im Nahen Osten und in großen Teilen Afrikas beheimatet. Es spielt in den wärmeren Regionen als wertvolles Futtergras eine Rolle, besonders in Indien, etwa in der Sorte `Marvel 8´. Es wurde in vielen anderen Teilen der Welt für den Anbau eingeführt und hat sich an vielen Orten eingebürgert. Im Gebiet 1953 im Baumwollabfall-Kompost bei Atzenbach in Baden-Württemberg verschleppt angegeben (Baumgartner 1975). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht angegeben, ebenso nicht in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs (Sebald & al. 1998).
 
 

Quellen

Baumgartner W. (1975): Die Baumwolladventivflora von Atzenbach (Baden BRD) und Issenheim (Elsass Frankreich) – Bauhinia 5/3: 119-129.

Conert H.J. (Hrsg.) (1998): in Hegi Gustav., Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 1 (Teil 3, Poaceae), 3. Neubearbeitete Auflage, Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Probst R. (1949): Wolladventivflora Mitteleuropas – Solothurn. 192 Seiten.

Pyšek P., Danihelka J., Sádlo J., Chrtek J. jr., Chytrý M., Jarošík V., Kaplan Z., Krahulec F., Moravcová L., Pergl J., Štajerová K. & Tichý L. (2012): Catalogue of alien plants of the Czech Re­public (2nd edition): checklist update, taxonomic diversity and invasion patterns. – Preslia 84: 155–255.

Sebald O., Seybold S, Philippi G. & Wörz A. (1998): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 7: Butomaceae bis Poaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.