DEUTSCHLAND:
Erste subspontane Vorkommen sind aus dem Jahr 1986 von Dill-Westerwald in Hessen bekannt (Sonnberger & Schuhwerk 2005). In den letzten Jahren mehren sich die Fundmeldungen, so aus Stuttgart-Hohenheim und Esslingen in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017, Beck 2016), München, 1996 bei Altötting, 1996 Hafen Schweinfurt, Schwebheim, Hallstadt, Breitenau, Bamberg und Geisenried in Bayern (Sonnberger & Schuhwerk 2005, Meierott 2008, Bauer 2021, Meierott & al. 2024), Berlin (Seitz & al. 2012), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), Hessen (Hand & Thieme 2023), Mecklenburg-Vorpommern (Kiesewetter & Henker 2010), Braunschweig und Unterlüß in Niedersachsen (Langbehn & Gerken 2011), Bonn-Godesberg, Rheinufer Mondorf, Beuel, Hersel, Rheinbach, Unna und Bergkamen-Heil in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, Büscher & Loos 2017), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), Zwickau, Burkersdorf, Plauen, Bad Reiboldsgrün, Görlitz, Dresden und 2019 bei Weißwasser in Sachsen (Gutte & al. 2013, Otto & al. 2012, Hardtke & al. 2013, Wünsche & al. 2020), bei Mücheln, Oberburg, Stöbnitz, Steigra und Schkortleben in Sachsen-Anhalt (John 2019), Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) und Thüringen (Hand & Thieme 2023). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1996 (Meierott & al. 2024). In verschiedenen Landstrichen Deutschlands wie Brandenburg und Südost-Niedersachsen scheint Dianthus giganteus bereits lokal eingebürgert zu sein (Brandes & Pfützenreuter 2013). In Frankfurt am Main ist die Art Bestandteil von Naturschutzausgleichsflächen im Kelsterbacher Mittelfeld (Malten & al. 2002).
ÖSTERREICH:
Die meisten Vorkommen gehen ebenfalls auf Ansaaten zurück, so bei Parndorf im Burgenland (Gilli & al. 2022), Prellenkirchen, Breitenfurt und Tribuswinkel in Niederösterreich (Nadler & Haug 2021, Sauberer & al. 2020), 2012 bei Münzkirchen und 2018 bei Mining in Oberösterreich (Hohla 2022), 2020 in Bergheim und 2020 in Gnigl im Salzburger Flachgau (Stöhr & Pilsl in: Gilli & al. 2021), Graz in der Steiermark (Kögeler 1949, Glaser & al. 2025) und auf der Wiener Donauinsel, wobei letzterer Fundort auf eine „Schmetterlingswiesen“-Aussaat zurückgeht (Hohla 2012, Raabe & Adler 2016, Sauberer 2019, Essl & Rabitsch 2002, Lefnaer 2019). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1948 (Kögeler 1949, Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Vereinzelt, so in den Kantonen Basel-Landschaft, Bern, Glarus, Graubünden, Neuenburg, St. Gallen, Tessin, Waadt, Wallis, Zug und Zürich (Infoflora 2024). In Zürich vielfach, oft anstelle von Dianthus carthusianorum angesät und beständig (Landolt 2001). Im Kanton Zürich wurde die Art 1984 – 1998 von Landolt erstmals genannt, ab 2000 wurde sie auch am Uetliberg und in Uerikon gefunden (Wohlgemuth & al. 2020). Ob es sich bei den Angaben in Infoflora (2024) um subspontane oder kultivierte Pflanzen handelt, ist mir nicht bekannt, im Text steht: „wird oft angesät“.
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. seit 1993 in Belgien (Verloove 2021) und in den Niederlanden (FLORON 2021).