Cotoneaster

Zwergmispel, Rosengewächs, Rosaceae

Gattung:

Cotoneaster umfasst etwa 259 Arten (Kew 2022), je nach Artumgrenzung auch zwischen 75 und 370 Arten, die in Eurasien und Nordafrika beheimatet sind mit Mannigfaltigkeitszentrum im Himalaya-Gebiet. Die Taxonomie der oft nur kleinräu­mig verbreiteten Sippen ist vielfach umstritten. Die Gattungsrevision von Fryer & Hylmö (2009) splittet über 350 Arten auf, wobei viele darin neu beschriebene Taxa in der Folge nicht anerkannt wurden. Etliche Arten sind in der Natur nur durch Einzelexemplare oder überhaupt nicht mehr bekannt, werden aber seit dem 19. Jahrhundert als Gartenpflanzen kultiviert. In Mitteleuropa werden etwa 100 Cotoneaster-Sippen kultiviert, einige davon verwildern auch mit zunehmender Tendenz. Zu den gärtnerisch häufig verwendeten Sippen gehören oft verwildernde wie C. dammeri, C. horizontalis, C. ×suecicus und C. salicifolius. Die häufige Verwilderung von anderen Arten wie C. dielsianus, C. divaricatus oder C. acutifolius können nicht so einfach durch die gärtnerische Kultur erklärt werden, weil sie nur mäßigen Zierwert besitzen und so nur selten zur Gartengestaltung ausgewählt werden. Ihre häufige Verwilderung in den heimischen Wäldern muss andere Gründe haben. Taxonomische Probleme innerhalb der Gattung hängen wahrscheinlich sowohl mit der Hybridisierung als auch mit Polyploidie und Apomixis zusammen (Meierott & al. 2024).
 

Cotoneaster dammeri 

Teppich-Zwergmispel,
Cotoneaster dammeri  
Rosengewächs, Rosaceae

 

Steckbrief:

Immergrüner, 10–50 cm hoher Zwergstrauch mit oft wurzelnden Zweigen. Blätter kurz gestielt, Spreite 1–2,5 cm lang, elliptisch, ledrig, oberseits glänzend. Blüten einzeln, selten zu 2–3. Kelchblätter spitz, grün. Kronblätter rundlich bis breit-eiförmig, weiß. Staubblätter 20 mit purpurnen Staubbeuteln. Früchte hellrot, kahl, rundlich, 6–7 mm im Ø. Blütezeit Mai bis Juni.
 

Name:

Die Art ist zu Ehren des deutschen Botanikers Carl Lebrecht Udo Dammer (1860–1920) benannt, nach dem auch die Palmengattung Dammera ihren Namen trägt. Dammer war Kurator am Botanischen Garten in St. Petersburg und später in Berlin von 1893 bis 1919. Er schrieb u.a. ein 'Handbuch für Pflanzensammler' sowie umfangreich zu Palmen (Burkhardt 2018).
 

Nutzung:

Häufig gepflanzter, stadtklima- und windfester Bodendecker, besonders in der Sorte `Major´ mit rundlichen Blättern und im Herbst einzelnen orangeroten Blätter kultiviert (Bärtels & Schmidt 2014). Die ebenfalls häufig verwendete Sorte `Radicans´ ist eine natürlich vorkommende Varietät mit längeren Blatt- und Blütenstielen. Zu ihr gehört `Eichholz´ (1965) mit besonders kompaktem, dichtem Wuchs (Bärtels & Schmidt 2014).
 

Ausbreitung:

Die in China beheimatete Art ist seit spätestens 1900 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014). Erste Kulturnachweise aus dem Gebiet finden sich aus dem Jahr 1909 aus Brandenburg (Kowarik 1992). Die Fernausbreitung geschieht durch Vögel und Gartenauswurf (Dickoré & Kasparek 2010). Bisher waren Verwilderungen meist in Siedlungsnähe zu beobachten, doch zeigen sich neuerdings Populationen auch inneralpin und abseits von urbanen Gebieten in mehr oder weniger naturnahen Biotopen wie Extensivweiden, Waldrändern oder an Felsstandorten (Stöhr & al. 2007). Subspontan im Gebiet seit spätestens dem Jahr 1977 nachgewiesen (Rothmaler 2011). Gegenwärtig häufig verwildert, lokal auch eingebürgert.
DEUTSCHLAND:
Gegenwärtig in Deutschland zerstreut, so etwa bei Stuttgart, Baindt, Ravensburg und Achberg in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017, Dörr & Lippert 2004), Kirchham, Julbach, Zellerberg, Starzlach, Fischen, Oberstdorf, Hinterstein, Kauferin-Hurlach und Kempten in Bayern (Hohla 2004, Bauer 2020), Berlin (Hand & Thieme 2023), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Frankfurt am Main in Hessen (Gregor & Kasperek 2021), Mecklenburg-Vorpommern (Hand & Thieme 2023), Niedersachsen (Hand & Thieme 2023), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), Rheinland-Pfalz (FloraWeb 2013), Rodewisch, Pausa, Posseck und Klingenthal in Sachsen (Gutte & al. 2013), 2011 auf der Hohen Linde bei Sangershausen in Sachsen-Anhalt (John & Stolle 2021), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022) und in Thüringen (Zündorf & al. 2006). Wegen Verwechslung mit anderen Cotoneaster-Arten vermutlich untererfasst (John & Frank 2008).
ÖSTERREICH:
Verwilderungen, zum Teil auch Einbürgerungen, u.a. in Straßhof in Niederösterreich (Barta 2002), Grein an der Donau, Braunau, Diesbach, Schärding, Wels und Gilgenberg in Oberösterreich (Stöhr & al. 2007, Grims 2008), Hallein, Golling, Böckstein im Gasteinertal, Bad Hofgastein, Krimml und Ebenau in Salzburg (Stöhr & al. 2007), Graz in der Steiermark (Glaser & al. 2025), Unterpinsbach, Imst und Wohlmuting in Nordtirol (Dörr & Lippert 2004, Polatschek & Neuner 2013), Lienz und Matrei in Ost-Tirol (Stöhr & al. 2007, Polatschek & Neuner 2013), Bregenzer Ach bei Kennelbach, Nüziders und Fraxern in Vorarlberg (Dörr & Lippert 2004, Amann 2016) und 2017 in der Clemens-Holzmeister-Straße in Wien (Vitek & al. 2021). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1998 (Glaser & al. 2025) bzw. 1980 (Seebens & al. 2017). In Südtirol 2021 subspontan bei Eppan (Wilhalm & al. 2021). In Ausbreitung begriffen (Pilsl & al. 2008).
SCHWEIZ:
Vielfach, so im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018), in den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Uri, Waadt, Wallis, Zug (Infoflora 2024) und Hardbrücke und Altburg in Zürich (Landolt 2001). Im Kanton Zürich ab den 1950er-Jahren oft als Bodendecker angepflanzt. In der Stadt Zürich war die Art 1984 bis 1998 in allen Flächen verwildert vorhanden. Gegenwärtig kommt sie in 25% der Quadranten des Kantons subspontan vor (Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch seit 1990 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 1966 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1993 in Schweden (Seebens & al. 2017), seit 1976 in Großbritannien (Seebens & al. 2017) und in den Niederlanden (FLORON 2021).

 
Weitere Sippen:

Cotoneaster acuminatus

In Südasien von Pakistan bis Myanmar ist die Spitzblättrige Zwergmispel, Cotoneaster acuminatus, beheimatet. Die Art ist seit spätestens 1802 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014). Sie spielt in der mitteleuropäischen Gartenkultur praktisch keine Rolle, wird aber 2019 für Eubabrunn in Sachsen (Breitfeld & al. 2021) und die Dölauer Heide bei Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt (Schaberg & Weinert 1972) subspontan angegeben. Der Fund aus Sachsen-Anhalt ist nach Hand & Thieme (2023) zweifelhaft.
 

Cotoneaster acutifolius

In Ostasien vom russischen Sibirien bis Südchina ist die Peking-Zwergmispel, Cotoneaster acutifolius (Syn.: C. lucidus, C. pekinensis) beheimatet. Die Art ist seit spätestens 1840 als C. lucidus in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014). Sie ist stadtklimafest, rauchhart und hat ein hohes Ausschlagsvermögen (Bruns 2009)
Sie wird selten in der Garten- und Landschaftsgestaltung genutzt und findet sich subspontan u.a. in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), in Oberammersricht, 2009 Gleislager München-Neuaubing, 2014 in lichten Kiefernbeständen in Erlangen-Dechsendorf, 2017 Kiefernforst bei Nürnberg-Ziegelstein, Bamberg und Schweinfurt in Bayern (Breitfeld & Horbach 2014, Müller & al. 2021, Meierott 2008, Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern (Müller & al. 2021), 2022 zwischen Walle und Achterberg in Niedersachsen (Langbehn 2023), Kamen, Bonn-Duisdorf und Höntrop in Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, Gorissen 2015, Jagel 2021), Brand-Erbisdorf, Piskowitz, Mylau, 1990 Leipzig-Möckern und Ketzerbachtal bei Piskowitz in Sachsen (Golde 2005, Gutte & al. 2013, Gutte 2006, Hardtke & al. 2013), Calbe, Halle an der Saale, Salzwedel und Arendsee in Sachsen-Anhalt (John & Frank 2008, Brennenstuhl 2021), Paditzer Schanzen in Thüringen (Strumpf 1992, Hand & Thieme 2023), in Niederösterreich (Dickoré & Kasparek 2010), Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013), Pradl bei Innsbruck in Nordtirol (Polatschek 2000, Essl & Rabitsch 2002) und Augarten, Roßauer Kaserne, Zentralfriedhof und Schönbrunn in Wien (Adler & Mrkvicka 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1971 (Forstner & Hübl 1971, Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012) und Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 
 

Cotoneaster adpressus

In Südost-Asien ist die Niederliegende Zwergmispel, Cotoneaster adpressus, beheimatet. Die Art ist seit spätestens 1895 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014). Sie wird selten als Ziergehölz, vor allem in der kompakt wachsenden Sorte `Little Gem´ (vor 1946) genutzt, ist windfest und stadtklimafest (Bruns 2009) und findet sich lokal subspontan. 
So in Baden-Württemberg (Hassler & Muer 2022), 2003 Teufelsberg bei Hof, 2008 Mauerfußfuge in Loffeld, 2011 Liasgrube bei Unterstürmig, 2015 Röthenbach, 2011 Eichstätt-Preit und 2009 München-Allach in Bayern (Meierott & al. 2024), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), Sachsen-Anhalt (Hassler & Muer 2022), in Industriebrachen in Wien (Radler & Punz 1999), und in den Kantonen Luzern und Solothurn (Infoflora 2024). Die Fundangabe für Wien ist kritisch zu betrachten und wird auch bei Glaser & al. (2025) nicht angegeben. Subspontan u.a. seit 1984 auch in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1967 in Norwegen (Seebens & al. 2017) und seit 2004 in Schweden (Seebens & al. 2017).
 

Cotoneaster affinis

Im südlichen Himalaya-Gebiet ist die Stumpfblättrige Zwergmispel, Cotoneaster affinis, beheimatet. Sie spielt in der mitteleuropäischen Gartenkultur praktisch keine Rolle, konnte im Gebiet aber 2017 bis 2022 in Erlangen-Lange Zeile und 2018 in Erlangen-Anderlohe in Bayern (Müller & al. 2021, Meierott & al. 2024) und 1994 in Leverkusen in Nordrhein-Westfalen (Dickore & Kasparek 2010) subspontan gefunden werden. Die Art ist nach Hand & Thieme (2023) für NRW zweifelhaft.
 

Cotoneaster ambiguus 

In China und Taiwan ist die schwarzfruchtige Zweifelhafte Zwergmispel, Cotoneaster ambiguus (inkl. C. villosulus) beheimatet. Die Art ist seit spätestens 1903 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014). Sie spielt im heimischen Pflanzenhandel praktisch keine Rolle, fand/findet sich aber 1999 in der Parler Straße in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), mehrfach in Forsten im Raum Nürnberg-Erlangen-Bamberg-Bayreuth in Bayern, hier auch gelegentlich in >1000 m² großen Dominanzbeständen (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024), Göttingen in Niedersachsen (Müller & al. 2021), Iserlohn in Nordrhein-Westfalen (Müller & al. 2021) und Dölauer Heide bei Halle an der Saale und Nietleben in Sachsen-Anhalt (John & Frank 2008). Außerdem subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012).
 

Cotoneaster apiculatus

In Südost-Asien ist die Hjelmqvist-Zwergmispel, Cotoneaster apiculatus (inkl. Cotoneaster hjelmqvistii) beheimatet. Sie ist zu Ehren des schwedischen Botanikers und Universalgelehrten Karl Jesper Hakon Hjelmqvist (1905−1999) benannt. Hjelmqvist war ab 1954 Mitwirkender am Wörterbuch der Schwedischen Akademie und ab 1960 Mitwirkender am Kulturhistorischen Lexikon für das nordische Mittelalter. Die Art ist seit spätestens 1910 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014). Sie wird selten, vor allem in der Sorte `Blackburn´ kultiviert und verwildert sehr selten daraus, so in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 2017 bei Neufinsing, 2018 Zeilberg bei Maroldsweisach, 2021 an der Mainuferverbauung bei Kitzingen, bei Garching a. d. Alz, Seeshaupt, 1996 auf etwa 1200m am Palmenberg bei Oberstdorf und 2009 Mittenwald in Bayern (Dickoré & Dickoré 2019, Dickoré & Kasperek 2010, Müller & al. 2021), Zierenberg in Hessen (Müller & al. 2021), mehrfach im Ruhrgebiet Nordrhein-Westfalens (Fuchs & al. 2006), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022), Prellenkirchen in Niederösterreich (Nadler & Haug 2021), 2023 in Gaspoltshofen in Oberösterreich (Hohla 2023 sub Cotoneaster hjelmqvistii, Hohla & Kiràly 2024 sub Cotoneaster hjelmqvistii), 2024 Rosental an der Kainach in der Steiermark (Stöhr 2025 sub C. hjelmqvistii) und Osttirol (Pagitz & al. 2023). Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021) und in Belgien (Verloove 2021).
C. apiculatus sieht aus wie eine kräftige Form von Cotoneaster horizontalis und wird auch gelegentlich als deren cvar. `Robusta’ im Handel angeboten (Fryer & Helmö 2009). Die beiden Arten sind jedoch gut voneinander zu trennen: Cotoneaster apiculatus wird größer, wächst
eher aufrecht, mit gebogenen Zweigen, die weniger dicht mit Blättern besetzt sind als es bei C. horizontalis der Fall ist (hat daher ein weniger ausgeprägtes „Fischgrätenmuster“). Die Blätter von C. apiculatus sind größer (13–25 x 10–25 mm, bei C. horizontalis 5–12 x 5–9 mm), fast kreisrund, weniger dick, teilweise mit kleinen aufgesetzten Blattspitzen versehen und verfärben sich im Oktober kräftig rot und fallen im Herbst ab (Fryer & Hylmö 2009, Verloove 2011).
Dickoré & Kasperek (2010) schließen Cotoneaster hjelmqvistii in einen weiter gefassten C. apiculatus ein. Manche Taxonomen trennen C. hjelmqvistii als Art von C. apiculatus ab. Nach dem Bestimmungsschlüssel in Stace (2019) besitzt Cotoneaster apiculatus kräftig rote, 10–12 mm große Früchte, C. hjelmqvistii hingegen orangerote, 6–8 mm große Früchte. Auch die Blattformen der beiden Arten sollen sich unterscheiden, so hat C. apiculatus spitz zulaufende bis sehr kurz zugespitzte Blätter.


 

Cotoneaster bullatus

Die aus China stammende Runzelige Zwergmispel, Cotoneaster bullatus (inkl. C. rehderi), wird als Zierpflanze seit spätestens 1898 (Bärtels & Schmidt 2014) kultiviert, verwildert relativ leicht daraus und findet sich sehr zerstreut im ganzen Gebiet von Niederösterreich bis Hamburg subspontan, teilweise mit deutlicher Einbürgerungstendenz. Beispielgebend sei ein Bestand bei Bad Fischau in Niederösterreich genannt, der ob seiner Bestandsgröße und seiner Einfügung in naturnahe lichte, trockene Waldlebensräume bemerkenswert ist. Die Art hat sich dort auch schon weit weg von den Siedlungen, die den Ausgangspunkt der Verwilderung darstellen, in die Schwarzföhrenwälder und -forste ausgebreitet. Eine Einbürgerung von Cotoneaster bullatus in naturnahen Trockenwäldern und -gebüschen wurde in Niederösterreich in den letzten Jahren mehrfach beobachtet (Essl 2006). Auch in Teilen Südbayerns ein potentiell invasives „Forstunkraut“ (Meierott & al. 2024)
Weiters subspontan beispielsweise um Kirchham, Deggendorf, Bamberg und im Studentenwald bei Bayreuth in Bayern (Hohla 2004, Meierott 2008, Lauerer & Rösch 2009, Smettan 2016), bei Hallgarten und Bad Hersfeld in Hessen (Gregor & al. 2012), auf Usedom und Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Müller & al. 2021), Kamen und 2023 in Arnsberg-Neheim in Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, BBV 2024) und Halle an der Saale und Dölauer Heide in Sachsen-Anhalt (Müller & al. 2021, John & Frank 2008). In Österreich 2012 bei Techendorf in Kärnten (Stöhr & al. 2012), in den Schwarzföhrenwäldern bei Bad Fischau und in Marienhof bei Waidhofen an der Ybbs in Niederösterreich (Essl 2006, Essl & Stöhr 2006), 2011 bei Walding im Mühlviertel, Braunau, Schärding und Großraming in Oberösterreich (Stöhr & al. 2012, Hohla 2011, Hohla 2022), Salzburg (Pilsl pers. Mitt. 2019), Nordtirol (Pagitz & al. 2023), 2011 Debant und 2012 Lavanter Forchach bei Lienz in Osttirol (Stöhr & al. 2012), Vorarlberg (Glaser & al. 2025) und Frachtenbahnhof Wien-Nord (Schinninger & Rozanek 2008, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2002 (Glaser & al. 2025). Vielfach im Schweizer Mittelland, besonders im Kanton Zürich (Landolt 1993, Infoflora 2024). Weiters u.a. in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Bern, Graubünden, Jura, Luzern, Nidwalden, Schaffhausen, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Uri und Waadt (Infoflora 2024). Im Kanton Zürich in 12 % der Quadranten nachgewiesen und in Ausbreitung begriffen. Sie wurde ab 1950 im Umkreis der Stadt Zürich aus Gärten verwildert aufgefunden. Gegenwärtig vorhanden beispielsweise im Albisgebiet, im Unterland um Glattfelden, in den Regionen Glatttal und Tösstal und im Weinland (Wohlgemuth & al. 2020).
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021) und in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

 

Cotoneaster dielsianus

Die Diels-Zwergmispel, Cotoneaster dielsianus (inkl. C. fangianus, inkl. C. elegans), stammt ebenfalls aus China. Die Art ist stadtklimafest, hitzeresistent und trockenheitsertragend (Bruns 2009). Sie ist seit spätestens 1900 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014), findet sich meist als „Graue Zwergmispel“ selten im Pflanzenhandel und wird dann vor allem als anspruchsloser Flächenbegrüner gepflanzt.
Vielfach verwildert mit Einbürgerungstendenzen, so etwa in Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2023), häufig in Bayern, so Hohehaid, mehrfach zwischen Bamberg und Hassfurt, auf Felsstandorten um Gößweinstein und im Gleisschotter am Bahnhof Sulzbach am Inn (Breitfeld & al. 2017, Meierott 2008, Hetzel 2006, Hohla 2002, Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), in Hamburg (Poppendieck & al. 2010), Kassel und Frankfurt am Main in Hessen (Otypková & Tichý 2009, Gregor & Kasperek 2021), auf Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Müller & al. 2021), Niedersachsen (Hand & Thieme 2023), Kamen und Bochum-Innenstadt in Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, Jagel 2021), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), Leubetha, Breitenfeld und in der Thossen in Sachsen (Breitfeld 2021), Dölauer Heide bei Halle, bei Brietz, Eversdorf, Sienau, Salzwedel und Kuhfelde in Sachsen-Anhalt (John & Frank 2008, Brennenstuhl 2021), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022), Thüringen (Müller & al. 2021), 2022 Quellenstraße in Nikitsch und 2023 Mittermühl bei Olbendorf im Burgenland (Hohla & Kiràly 2024), bei Oberdrauburg und 2012 in Techendorf in Kärnten (Essl 2008, Stöhr & al. 2012), 2006 bei Bad Fischau, bei Berndorf im Großen Geyergraben und Prellenkirchen in Niederösterreich (Essl 2008, Nadler & Haug 2021), Franking, Burgkirchen und am Ufer des Heradingersees in Oberösterreich (Hohla 2006, Stöhr & al. 2006), Seekirchen am Wallersee, Grödig, Elsbethen, Hallein und Kuchl in Salzburg (Schröck & al. 2004), Steiermark (FKÖ 2021), bei Barwies, Kitzbühel, Reutte, Scharnitz, Fritzens, Inzing und Natters in Nordtirol (Polatschek & Neuner 2013, Pagitz & Lechner-Pagitz 2015), Ainet im Iseltal in Osttirol (Stöhr 2011), Gebhardsberg bei Bregenz in Vorarlberg (Stöhr & al. 2009) und 2020 in Pflasterspalten in der Würzburggasse am Küniglberg und 2016 beim ehemaligen Frachtenbahnhof Praterstern in Wien (FKÖ 2021, Vitek & al. 2021). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1994 (Glaser & al. 2025). Auch in Südtirol (FloraFaunaSüdtirol 2023). In der Schweiz in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Bern, Graubünden, St. Gallen, Tessin, Waadt, Zug (Infoflora 2024) und ab 1910 im Kanton Zürich, so Entlisberg, Schäppistraße, Sellnau und Öschbrig in der Stadt Zürich (Landolt 2001) und in Rüschlikon und Weisslingen (Wohlgemuth & al. 2020). Subspontan u.a. auch seit 1990 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 1993 in Irland (Seebens & al. 2017), seit 1965 in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1929 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), den Niederlanden (FLORON 2021) und seit 2011 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
Die Art ist nach dem deutschen Botaniker Ludwig Diels (1874−1945) benannt. Diels war von 1913 bis zu seinem Tod 1945 Direktor am Botanischen Garten in Berlin und unternahm Forschungsreisen nach Südafrika, Java, Australien, Neuseeland, Neuguinea und Ecuador. Er schrieb u.a. über die Annonaceae, die Pflanzenwelt Australiens, Chinas und Ecuadors. 13 Pflanzengattungen sind nach ihm benannt (Burkhardt 2018).

 

Cotoneaster divaricatus

In China ist die Sparrige Zwergmispel, Cotoneaster divaricatus, beheimatet. 1904 wurde sie nach Europa eingeführt und selten als Zierstrauch und Flächenbegrüner genutzt. Die Art ist stadtklimafest, schattenertragend, hitzetolerant und verträgt Trockenheit (Bruns 2009). 1924 im Gebiet in Brandenburg erstmals kultiviert (Kowarik 1992), seit spätestens 1980 subspontan bekannt (Adler & al. 2017).
Die Fernausbreitung vollzieht sich wie bei vielen fremdländischen Cotoneaster-Arten vorrangig durch Vögel. Besiedelt werden vor allem Felsstandorte, Trockengebüsche und lichte Wälder. Wahrscheinlich die häufigste verwilderte Cotoneaster-Art in Europa (Dickoré & Kasperek 2010), mit starker Ausbreitungstendenz (Kleinbauer & al. 2010). Die Fundmeldungen sind wegen der Verwechslung mit anderen Cotoneaster-Sippen vermutlich untererfasst (John & Frank 2008)
In Deutschland in allen Bundesländern verwildert bis eingebürgert, so etwa in Stuttgart und Bruchsal in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017, Hassler 2021), bei Pocking, Zellerberg, Dösingen, Kohlhunden, Horn, Kulmbach und im Studentenwald bei Bayreuth in Bayern (Hohla 2004, Bauer 2020, Bauer 2019, Horbach & Breitfeld 2004, Lauerer & Rösch 2009, Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Frankfurt am Main in Hessen (Gregor & Kasperek 2021), auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern (Müller & al. 2021), Niedersachsen (Hand & Thieme 2023), Kamen, in der Stapelsenne und in Bochum in Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, Sonnenborn & Sonnenborn 2018, Jagel 2021), Kaiserwörthhafen Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Mazomeit 1995), Saarland (Hand & Thieme 2023), Kringelsdorf, Markkleeberg, 2005 Leipzig-Rückersdorf und 2005 Leipzig-Plagwitz in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006), Diemitz, Halle an der Saale, bei Darsekau, Brietz, Gerstedt, Böddenstedt, Kemnitz, Dambeck und Sienau in Sachsen-Anhalt (Danihelka & Lososovà 2009, John & Frank 2008, Brennenstuhl 2021) und auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022). Bereits 1966 in der Dölauer Heide in Sachsen-Anhalt verwildert nachgewiesen (Dickoré & Kasperek 2010). Gegenwärtig in ganz Deutschland mit zerstreuten Vorkommen (John & Frank 2008). In Österreich vielfach verwildert und in allen Bundesländern (Glaser & al. 2025), so u.a. bei Bernstein im Burgenland (Essl & Stöhr 2006), Klagenfurt in Kärnten (Stöhr & al. 2007), Prellenkirchen, Traiskirchen, Waldegg im Piestingtal, Marienhof bei Waidhofen a. d. Ybbs, Melk, Wiener Neustadt, Strasshof und Kirchschlag in der Buckligen Welt in Niederösterreich (Nadler & Haug 2022, Sauberer & Till 2015, Melzer & Barta 2003), bei der Minihuber-Mühle in Aurolzmünster, in einem Wald bei Linz-Urfahrwänd, in Stallhofen, Burgkirchen, Ettenau, Gmunden, Kirchdorf an der Krems, Ried im Innkreis, Gamischberg, Enge Vornbach und Leithen in Oberösterreich (Hohla & al. 2005, Stöhr & al. 2006, Grims 2008), Krimml und Badgastein in Salzburg (Stöhr & al. 2007), Weißkirchen in der Steiermark (Melzer 2006), Jenbach, Kössen, Arzl, Wattens, Scharnitz und Pflach in Nordtirol (Polatschek & Neuner 2013), Iselaue, Prägraten, Obermauern und Lienz in Osttirol (Brandes 2011, Brandes 2015), Bregenz, Bludenz, Lorüns, Schruns und Egg in Vorarlberg (Polatschek & Neuner 2013) und im 11., 16., 17., 19., 20. und 23. Wiener Gemeindebezirk (Essl & Stöhr 2006, Schinninger & Rozanek 2008, Vitek & al. 2021). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2002 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz vielfach, so 45 Fundorte im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018), vielfach in den Kantonen Basel-Stadt, Bern, Waadt und Zürich (Infoflora 2024, Landolt 2001), sonst zerstreut bis selten (Infoflora 2024). Im Kanton Zürich 1984 bis 1998 in allen Flächen der Stadt Zürich verwildert festgestellt. Heute ist sie in 45% der Quadranten in allen Regionen des Kantons nachgewiesen (Wohlgemuth & al. 2020).
 
Subspontan u.a. auch seit 2001 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 1929 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1943 in Schweden (Seebens & al. 2017), seit 1974 in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1925 in Polen (Seebens & al. 2017), seit 1956 in Estland (Seebens & al. 2017), den Niederlanden (FLORON 2021), seit 2012 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1992 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Cotoneaster floccosus

In Sichuan in China ist die Flockige Zwergmispel, Cotoneaster floccosus (Syn.: C. salicifolius var. floccosus), beheimatet. Sie wird von manchen Taxonomen auch nur als Unterart oder Varietät zu C. salicifolius gesehen und findet sich selten in der mitteleuropäischen Gartengestaltung. Sie ist stadtklimafest (Bruns 2009) und seit spätestens 1908 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014).
Sehr selten im Gebiet verwildert angegeben, so 1990 im Wernhaldepark Stuttgart in Baden-Württemberg (Schäfer 1992) und in der Region Mainfränkische Platten in Bayern (Dickoré & Kasperek 2010). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als fraglich für Bayern geführt.
 

Cotoneaster franchetii

Aus Südchina stammt die gelegentlich kultivierte Franchet-Zwergmispel, Cotoneaster franchetii. Die Art ist stadtklimafest, hitzeverträglich, trockenheitstolerant und etwas frostempfindlich (Bruns 2009). Sie ist seit spätestens 1895 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014) und zu Ehren des französischen Botanikers Adrien René Franchet (1834−1900) benannt. Franchet arbeitete am Muséum national d'Histoire naturelle und Jardin des Plantes in Paris und beschrieb als Spezialist Pflanzen aus China und Japan, die u. a. von Jean Pierre Armand David, Pierre Jean Marie Delavay und Paul Guillaume Farges dort gesammelt worden waren (Burkhardt 2018).
 
Im Gebiet vereinzelt subspontan, so 1990 im Wernhaldepark Stuttgart in Baden-Württemberg (Schäfer 1992), 2008 Saupurzel bei Karlstadt, 2018 Thonwald bei Herzogenaurach, Marktheidenfeld, 2014 München-Fürstenrieder Wald, 1981 im Erlanger Stadtforst und Spardorf in Bayern (Müller & al. 2021, Asmus 1981, Lippert & Meierott 2018), Frankfurt am Main in Hessen (Müller & al. 2021) und Kamen, Köln, Herne, Essen und Bochum in Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, Sumser & al. 2015, Keil & Loos 2005). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als fraglich für BW, BY und NRW geführt. In Österreich lokal eingebürgert im niederösterreichischen Marchfeld bei Straßhof (Stöhr & al. 2007), Wernstein am Inn in Oberösterreich (Hohla 2014) und zwischen Penzing und Hütteldorf in Wien (Adler & Mrkvicka 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1971 (Forstner & Hübl 1971, Glaser & al. 2025) bzw. 1950 (Seebens & al. 2017). Bei der Angabe in Jacq (2023) von Brunner aus dem Jahr 1946 vom Schlossbergsteig in Graz in der Steiermark geht nicht hervor, ob es sich um eine subspontan aufgetretene oder kultivierte Pflanze gehandelt hat. In der Schweiz in den Kantonen Basel-Landschaft, Bern, Freiburg, Genf, Neuenburg, Tessin, Uri und Wallis (Infoflora 2024). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und den Niederlanden (FLORON 2021)

Cotoneaster horizontalis

Ostasiatischer Herkunft ist die Fächer-Steinmispel, Cotoneaster horizontalis (inkl. C. ascendens, inkl. C. atropurpureus, inkl. C. perpusillus), die vor allem als Zierstrauch und Flächenbegrüner in Gärten eingesetzt wird. Im Pflanzenhandel auch in wenigen Sorten wie `Variegatus´ mit gelblichweiß berandeten Blättern. Die Art ist stadtklimafest, hitzeverträglich, trockenheitsvertragend, schnittverträglich und windfest (Bruns 2009). Sie wurde um das Jahr 1877 in Frankreich eingeführt und ist seit spätestens 1889 aus Großbritannien bekannt (CABI 2021). Nach Nordamerika kam sie um das Jahr 1880 (Slabaugh & Shaw 2008). Erste Kulturnachweise aus dem Gebiet finden sich von 1893 aus Brandenburg (Kowarik 1992), erste Verwilderungen von 1959 auf Rügen (Dickoré & Kasparek 2010).
Gegenwärtig im Gebiet weit verbreitet, lokal eingebürgert. In Deutschland in allen Bundesländern, lokal auch eingebürgert. In BW, BY, HE, NI, NRW, RP, SH und SL mit Einbürgerungstendenz (Hassler & Muer 2022). In Österreich häufig verwildert und teilweise eingebürgert, in allen Bundesländern (Glaser & al. 2025), so beispielsweise im Nord- und Südburgenland (Gilli & al. 2022), Hallstatt in Oberösterreich (Berger 2018), Mattsee, Großgmain, Puch bei Hallein, Niederalm und Kuchl in Salzburg (Pilsl & al. 2002), Graz-St. Peter in der Steiermark (Leonhartsberger 2016), bei Lechaschau in Nordtirol (Dörr & Lippert 2004) und am Gebhardsberg bei Bregenz in Vorarlberg (Stöhr & al. 2009). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1970 (Forstner & Hübl 1971, Glaser & al. 2025) bzw. 1935 (Seebens & al. 2017). Auch in Südtirol mehrfach, so bei Oberschnauders, Kaltern, zwischen Albeins und Sarns, in Bozen, Brixen usw. Die Art tritt in Südtirol lokal beständig, aber kaum eingebürgert auf (Wilhalm & al. 2004). In der Schweiz häufig, so in Waldenburg/Oberdorf im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018) und u.a. in den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Waadt, Wallis, Uri und Zürich (Infoflora 2024). Im Kanton Zürich seit 1950 als Bodendecker kultiviert und bereits 1984 bis 1998 in allen Flächen der Stadt Zürich als verwildert festgestellt. Gegenwärtig ist die Art in 37 % der Flächen des Kantons nachgewiesen (Wohlgemuth & al. 2020). Auch in Liechtenstein, so in Balzers und Allmeind (Waldburger & al. 2003)
Subspontan u.a. auch seit 1982 in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), seit 2004 in Portugal (Seebens & al. 2017), seit 1992 in Litauen (Seebens & al. 2017), seit 1982 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1969 in Schweden (Seebens & al. 2017), den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1986 in Tschechien (Pyšek & al. 2012), seit 1995 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012) und in zumindest 961 Quadranten in Großbritannien (CABI 2021).
 

Cotoneaster integrifolius

Aus dem weiten Himalaya-Gebiet stammt die Ganzrandige Zwergmispel, Cotoneaster integrifolius (inkl. C. conspicuus). Die Art ist seit spätestens 1842 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014) und wird fast ausschließlich als Bodendecker genutzt. `Silver Shadow´ (1998) hat einen kompakteren Wuchs und hellrote Früchte.
Selten verwildert die Pflanze aus der Kultur, so in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 2006 bei den Gleisen am Hauptbahnhof Aschaffenburg und 2009 Gleislager München-Neuaubing in Bayern (Meierott & al. 2024), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Hessen (Hand & Thieme 2023), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023) und Schleswig-Holstein (Hassler & Muer 2022). In Österreich in Raab und Franking in Oberösterreich (Hohla 2014, Hohla 2022) und Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2008 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz u.a. in den Kantonen Bern, Neuenburg, Tessin, Uri, Waadt, Wallis und an den Bahnlinien Wollishofen–Kilchberg und Örlikon–Wallisellen in Zürich (Landolt 2001, Infoflora 2024). Ob es sich bei allen Fundangaben in Infloflora (2024) um subspontan aufgetretene Pflanzen handelt, ist mir nicht bekannt. Im Text zu finden: „Kultivierter Neophyt, nach dem Jahr 1500 in der Schweiz aufgetreten und Neophyt, aus Kultur verwildert“. Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und den Niederlanden (FLORON 2021).

 

Cotoneaster laxiflorus

Die Schwarzfruchtige Zwergmispel, Cotoneaster laxiflorus (Syn.: C. melanocarpus, C. niger) ist in großen Teilen Eurasiens beheimatet und findet sich seit etwa 1829 (Bärtels & Schmidt 2014) selten im heimischen Pflanzenhandel. Verwildert sehr selten daraus, so im Erlanger Stadtforst in Bayern (Asmus 1981) und Berlin (Hassler & Muer 2022). In der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024) als infolge Verwechslung mit C. acutifolius wahrscheinlich irrtümlich für Bayern angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) als fraglich für Bayern und Brandenburg geführt. 2002 bis mindestens 2005 in der Grabenstraße in der Stadt Salzburg (Pilsl & al. 2008) und an der Bahnlinie südlich des Zentralfriedhofs in Wien (Adler & Mrkvicka 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2002 (Glaser & al. 2025).
 

Cotoneaster microphyllus

In Zentralasien ist die flachwachsende Kleinblättrige Zwergmispel, Cotoneaster microphyllus (inkl. C. procumbens) beheimatet. Die Art ist stadtklimafest (Bruns 2009), seit spätestens 1824 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014) und wird vor allem als Bodendecker und in Steingärten in den Sorten `Heco´s Green´ und `Tanja´ genutzt. 
Vereinzelt verwildert sie daraus, so 1998 und 2000 in Cannstatt in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 2007 Bahnhof Parsberg, 2008 Taufkirchen und 2017 am Friedhof Altusried in Bayern (Dickoré & Kasperek 2010, Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), Frankfurt in Hessen (Buttler 2009), 2022 bei Groß Hehlen im Landkreis Celle in Niedersachsen (Langbehn 2023), alte Schlossanlage Hemmerich bei Bornheim in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015) und 2019 in Klingenthal in Sachsen (Breitfeld 2021). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als fraglich für Hessen geführt. Der von Ottich 2007 vom Frankfurter Westbahnhof gesammelte Beleg (FR-33313) erlaubt keine sichere Bestimmung, sodass die Art vorerst nicht für die hessische Florenliste übernommen werden sollte (Gregor & al. 2012). Die Fundmeldung für Schleswig-Holstein auf Helgoland (Theisinger & Hebbel 2022) betrifft Verwilderungen in Gärten und wird hier deshalb nicht berücksichtigt. In Österreich 2015 am Friedhof Ostermiething in Oberösterreich (Hohla & al. 2015). In der Schweiz u.a. in den Kantonen Aargau, Bern, Genf und Waadt (Infoflora 2024). Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021)

Cotoneaster moupinensis

In China ist die schwarzfruchtige Moupin-Zwergmispel, Cotoneaster moupinensis (inkl. C. cornifolius) beheimatet. Die Art ist seit spätestens 1907 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014), spielt in der heimischen Gartengestaltung kaum eine Rolle, konnte aber mehrfach verschleppt bis tendenziell eingebürgert aufgefunden werden, so 2018 bei Bindlach-Stöckig, 2020 Erlangen-Bruck in einem Kiefernforst und 2009 München beim Gleisdreieck Neuaubing in Bayern (Müller & al. 2021, Meierott & al. 2024), in Hessen (Hand & Thieme 2023), auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern (Müller & al. 2021), in Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), Sachsen (Hand & Thieme 2023) und Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt (John & Frank 2008).
 

Cotoneaster multiflorus

Die zentralasiatische Reichblütige Zwergmispel, Cotoneaster multiflorus, ist stadtklimafest (Bruns 2009) und seit spätestens 1837 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014)
Vereinzelt findet sie sich subspontan, so in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 2020 bei Röbersdorf, 2019 in Kiefernbeständen bei Alterlangen, 2016 Kiefernforste bei Nürnberg-Langwasser, 2009 München-Aubing, bei Bamberg und Schweinfurt in Bayern (Meierott 2008), mehrfach in Berlin (Seitz & al. 2012), Klein-Linde und Ponitz in der Prignitz Brandenburgs (Fischer 2012), in Hamburg (Hand & Thieme 2023), auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern (Müller & al. 2021), Reichwalde, 2002 in Leipzig-Dösen, 2003 Leipzig-Bienitz und 2017 bei Niesky in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006, Wünsche & al. 2018), bei Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt (John & Frank 2008, Müller & al. 2021) und am Döblinger Friedhof in Wien (Adler & Mrkvicka 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1971 (Forstner & Hübl 1971, Glaser & al. 2025) bzw. 1950 (Seebens & al. 2017). Subspontan u.a. auch seit 1984 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017) und seit 1978 in Schweden (Seebens & al. 2017).
 

Cotoneaster nitens

In Sichuan in China ist die Armblütige Zwergmispel, Cotoneaster nitens, beheimatet. Sie spielt in der mitteleuropäischen Gartenkultur praktisch keine Rolle, wird aber für das Gebiet sehr selten subspontan angegeben, so in Bayern (Hassler & Muer 2022), Hessen (Hand & Thieme 2023), Leipzig in Sachsen (Gutte & al. 2013), bei Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (John & Frank 2008), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022) und Prellenkirchen in Niederösterreich (Nadler & Haug 2021). Die Art ist in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024) nicht angegeben.
 

Cotoneaster obscurus

Die Dunkle Steinmispel, Cotoneaster obscurus, ist in China beheimatet. Sie spielt in der mitteleuropäischen Gartenkultur praktisch keine Rolle, wird aber für das Gebiet mehrfach subspontan angegeben, so in Bayern (Hassler & Muer 2022), Hamburg (Hassler & Muer 2022), Nordrhein-Westfalen (Hassler & Muer 2022) und im Industriegebiet Halle an der Saale-Ost in Sachsen-Anhalt (John & Frank 2008). Die Art ist in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024) nicht enthalten. In der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) wird sie als fraglich für BY, HH und NW geführt. Subspontan seit 1994 auch in Großbritannien (Seebens & al. 2017).
 

Cotoneaster racemiflorus

Im südwestlichen Asien ist die Rispen-Zwergmispel, Cotoneaster racemiflorus, beheimatet. Die Art ist seit spätestens 1829 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014), spielt aber in der heimischen Gartenkultur kaum eine Rolle und kann leicht mit C. multiflorus und C. nummularius verwechselt werden. Subspontan konnte sie im Gebiet 2018 am Friedhof Oberhaid, 2018 in Röbersdorf, 2022 in Alterlangen, 2019 in Erlangen-Sieglitzhof, 2021 Buckenhof und 2015 in einem Kiefernforst in Röthenbach an der Pegnitz in Bayern (Meierott 2008, Müller & al. 2021 Meierott & al. 2024), auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern (Dickore & Kasparek 2010), in Leipzig und Bienitz in Sachsen (Dickore & Kasparek 2010) und Dölau und Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt (Dickore & Kasparek 2010) gefunden werden.
 

Cotoneaster roseus

Die Rosa Zwergmispel, Cotoneaster roseus, ist vom östlichen Afghanistan bis zum westlichen Himalaya beheimatet. Die Art ist seit spätestens 1822 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014), spielt in der heimischen Gartengestaltung aber keine Rolle. Sie wird für die Dölauer Heide südlich vom Heidebahnhof Dölau in Sachsen-Anhalt (Stolle & Klotz 2004) angegeben. Nach Hassler & Muer (2022) und Hand & Thieme (2023) ist die Angaben für Sachsen-Anhalt fraglich.
 

Cotoneaster rotundifolius

Im Himalaya ist die Rundblättrige Zwergmispel, Cotoneaster rotundifolius, beheimatet. Die Art ist seit spätestens 1825 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014). Sie wird im Gebiet nur sehr selten als Ziergehölz kultiviert und konnte in der Stapelsenne bei Paderborn, 2001 in Duisburg, in Essen und 2002 auf Bahngelände in Bochum-Ehrenfeld in Nordrhein-Westfalen (Sonnenborn & Sonnenborn 2018, Keil & Loos 2005, Jagel 2021) subspontan gefunden werden. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als irrig für Schleswig-Holstein geführt. Subspontan u.a. auch 1939 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017) und 1957 in Großbritannien (Seebens & al. 2017).
 

Cotoneaster salicifolius

Aus China stammt die Weidenblättrige Zwergmispel, Cotoneaster salicifolius (inkl. C. henryanus, inkl. C. rugosus), die seit spätestens 1901 als C. henryanus in gärtnerischer Kultur ist (Bärtels & Schmidt 2014) und in zahlreichen Sorten kultiviert wird, so `Gnom´ (etwa 1938), `Herbstfeuer´ (um 1930) und `Parkteppich´ (1950). C. salicifolius gilt als ein Hauptüberträger des Feuerbrandes und wurde deshalb seit 1998 gebietsweise vernichtet (Landolt 2001)
Vereinzelt subspontan, so mehrfach in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 2005 im Gleisschotter in Ebrach, 2013 in einem Kiefernforst bei Hemhofen, 2015 in einem Kiefernforst bei Zirndorf und 2005 in Spalten der Begrenzungsmauern der Bahnsteige am Münchner Hauptbahnhof in Bayern (Dickoré & Kasperek 2010, Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Frankfurt am Main-Niedereschbach, 2011 in Frankfurt-Bockenheim, 2009 bei Rüdesheim und 2014 in Hochheim in Hessen (Gregor & al. 2012, Gregor 2015), Niedersachsen (Hassler & Muer 2022), Kamen, Köln und 2023 im Felsbereich Piusberg bei Warsteinin Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, Otýpková & Tichý 2009a, BBV 2024), Bahnhof Mundenheim, Rheinböschung am Lichtenberger Ufer und Rheingönheim in Rheinland-Pfalz (Mazomeit 1995, Hand & Thieme 2023) und in Thüringen (Zündorf & al. 2006). In Österreich 2020 in Haibach, Gemeinde Freinberg in Oberösterreich (Hohla 2021), in Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013), Nordtirol (Pagitz & al. 2023) und Vorarlberg (Amann 2016). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2002 (Glaser & al. 2025). Bei dem von Loibl 2001 gesammelten Beleg vom Wiener Zentralfriedhof in Jacq (2023) geht nicht hervor, ob es sich um eine verwilderte oder kultivierte Pflanze handelte. In der Schweiz vielfach um den Genfer See, den Neuenburger See und Bieler See, im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018) und u.a. in den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Graubünden, Luzern, Neuenburg, Solothurn, St. Gallen, im südlichen Tessin, Wallis und Zürich (Infoflora 2024). Im Kanton Zürich durch Landolt 1984 bis 1998 in allen Stadtzürcher Flächen als verwildert kartiert. Seit 2000 wurde sie in 7 % der Quadranten des Kantons von Wald bis nördlich Winterthur, am Pfannenstiel und im Sihltal festgestellt (Wohlgemuth & al. 2020). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Cotoneaster simonsii

Symonds Zwergmispel, Cotoneaster simonsii (Syn.: C. symondsii) ist im südlichen Asien vom Himalaya bis Myanmar beheimatet und spielt in der mitteleuropäischen Gartengestaltung keine Rolle. Subspontan wird sie von mehreren deutschen Bundesländern genannt, so 2014 und 2018 in einem Einzelexemplar in einem Kiefernforst in Erlangen (Meierott & al. 2024) und von Braunschweig in Niedersachsen (Brandes & Schlender 1999). Die (meisten?) Fundmeldungen aus dem Gebiet sind nach Hand & Thieme (2023) irrig oder fraglich. Die Nachweise aus Deutschland bezogen sich vermutlich weitgehend auf C. divaricatus (Dickoré & Kasperek 2010). Der zweifelhafte alte Name „C. symondsii“ kann infolge der Neotypifizierung von Fryer & Zika (2014) nicht mehr verwendet werden (Meierott & al. 2024).
 

Cotoneaster soongoricus

Die Dsungarai-Zwergmispel, Cotoneaster soongoricus (inkl. C. tomentellus) ist in China, Kirgistan und Tadschikistan beheimatet, spielt in der heimischen Gartengestaltung praktische keine Rolle, wird aber 1999 für Cannstatt in Baden-Württemberg subspontan angegeben (Böcker & al. 2017). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Cotoneaster ×suecicus

Die Schwedische Zwergmispel, Cotoneaster ×suecicus, die Hybride aus den ostasiatischen Arten Cotoneaster integrifolius (inkl. C. conspicuus) und Cotoneaster dammeri, entstand Anfang der 1940er-Jahre (Bärtels & Schmidt 2014). Die in Schweden erstmals aufgetretene Hybride war C. dammeri ähnlich. Sie kam 1950 in Schweden als `Skogholm´ in den Handel und wurde nach 1970 als Hybride aus Cotoneaster integrifolius (inkl. C. conspicuus) × C. dammeri erkannt (Jäger & al. 2008). Durch Samenvermehrung sind daraus mehrere Cultivare hervorgegangen, die teils C. integrifolius, teils C. dammeri ähnlich sehen (Gutte & al. 2013). Sie wird in der Gartengestaltung vielfach und in mehreren Sorten wie `Coral Beauty´ (1967) oder `Juliette´ (1995) eingesetzt. 
Im Gebiet zuweilen verwildert, so in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 1995 Deponie Himmelstadt, 2019 bei Strullendorf, 2020 in einem Kiefernforst bei Behringersdorf, 2009 in München-Moosach, Kleinmederschach, Neudrossenfeld und Wasserknoden in Bayern (Bauer 2020, Breitfeld & al. 2017, Meierott & al. 2024), Hessen (Hand & Thieme 2023), Kamen, beim Kemnader See in Bochum, in Dahlhausen und in Hiltrop in Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, BBV 2014, Jagel 2021), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023) und Sachsen (Hand & Thieme 2023). In Österreich in Waidhofen an der Ybbs und Prellenkirchen in Niederösterreich (Essl & Stöhr 2006, Nadler & Haug 2021), Braunau, Lauffen, Wanghausen, Perwang, Eggelsberg und Handenberg in Oberösterreich (Stöhr & al. 2006, Stöhr & al. 2007, Hohla 2003), Elsbethen und Hallein in Salzburg (Schröck & al. 2004), am Friedhof Kitzbühel in Nordtirol (Stöhr & al. 2006), in Osttirol (Pagitz & al. 2023) und in Wien-Stadlau (Schinninger & Rozanek 2008). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2002 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz in den Kantonen Graubünden, Tessin, Waadt und Zürich (Infoflora 2024)
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).
 
 

Cotoneaster ×watereri

Waterer-Zwergmispel, Cotoneaster ×watereri, ist eine Hybride aus der im Himalaya beheimateten Baum-Zwergmispel, Cotoneaster frigidus, und der chinesischen Weidenblättrigen Zwergmispel, Cotoneaster salicifolius.
 
Sie ist nach der englischen Gärtnerfamilie Waterer, vor allem nach Anthony Waterer (1822−1896) benannt und wird in Sorten wie `John Waterer´ (1928) und `Brandekjaerhoej´ kultiviert.
Verwildert u.a. 2000 in Cannstatt in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 2002 bei Coburg-Scheuerfeld und 2005 nahe dem Stadtbahnhof Schweinfurt in Bayern (Lippert & Meierott 2014, Meierott & al. 2024), Frankfurt am Main in Hessen (Gregor & Kasperek 2021), Markkleeberg-Großstädteln in Sachsen (Gutte 2014), am oberösterreichischen Innufer bei Obernberg (Hohla 2002), in der Kendlerstraße in der Stadt Salzburg (Pilsl & al. 2008), am Laaer Berg in Wien (Stöhr & al. 2007) und in der Waadt (Infoflora 2024). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2002 (Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).  
 

Cotoneaster zabelii

In China ist die Zabel-Steinmispel, Cotoneaster zabelii, beheimatet. Benannt zu Ehren des deutschen Gärtners und Botanikers Hermann Zabel (1832−1912). Zabel war ab 1854 am Botanischen Garten und Museum in Greifswald, dann 1869 bis 1895 königlicher Gartenmeister und Direktor am Arboretum der Forstakademie in Hannoversch-Münden und schrieb u.a. über die Flora von Vorpommern und Rügen sowie über „Die strauchigen Spiräen der deutschen Gärten“ (Burkhardt 2018). Zabel war wohl einer der kenntnis- und erfolgreichsten Dendrologen, ein gerader und doch liebenswürdiger und bescheidener Charakter (Hoemann 1912). Er war einer der hervorragendsten, wenn nicht der bedeutendste Laubholzkenner unter den deutschen Gärtnern (Hesdörfer 1912). In Hannoversch-Münden gibt es heute einen Hermann-Zabel-Weg (Pusch & al. 2015). Die Art ist seit spätestens 1907 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014). Sie spielt in der heimischen Gartengestaltung praktisch keine Rolle, konnte aber im Gebiet subspontan gefunden werden, so 1997 bei Weitramsdorf und 2021 in München-Moosach in Bayern (Meierott & al. 2024), Hessen (Hand & Thieme 2023) und Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt (John & Frank 2008). Subspontan u.a. seit 2005 auch in Tschechien (Pyšek & al. 2012), seit 2010 in Belgien (Seebens & al. 2017) und seit 1977 in Großbritannien (Seebens & al. 2017).
 

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