Clinopodium

Steinquendel, Lippenblütler, Lamiaceae

Gattung:

Clinopodium umfasst, inklusive Acinos, Calamintha, Satureja p.p. und Xenopoma, etwa 165 Arten (Kew 2022), die in Eurasien, Afrika und Amerika beheimatet sind.
 

Clinopodium suaveolens

Wohlriechender Steinquendel,
Clinopodium suaveolens
(Syn.: Calamintha suaveolens)  
Lippenblütler, Lamiaceae
 

Steckbrief:

10−25 cm hohe, niederliegende bis aufsteigende Mehrjährige mit abstehend behaartem Stängel. Blätter lang gestielt, Blattspreite 2−3 × so lang wie breit, eilanzettlich, am Grund schmal keilförmig, vorne zugespitzt. Blüten in Scheinquirlen, wenigstens die oberen Blüten die Tragblätter weit überragend. Krone groß, 10−12 mm lang, hellviolett. Blütezeit Mai bis Juli.
 

Heimat:

Südost-Europa und Südwest-Asien von Italien bis Anatolien.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND: Unbeständig für Berlin angegeben (Hand & Thieme 2023, sub Calamintha suaveolens).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Arten:

Clinopodium arkansanum

Im östlichen und zentralen Nordamerika ist der Arkansas-Steinquendel, Clinopodium arkansanum (Syn.: Satureja glabra) beheimatet. Er wird 1910 adventiv für den Hafen von Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Clinopodium glabellum

In Nordamerika ist der Ozark-Steinquendel, Clinopodium glabellum, beheimatet. Adventiv wird er im Gebiet für Rheinland-Pfalz angegeben (Hassler & Muer 2022).
 

Clinopodium graveolens

Im weiten Mittelmeergebiet ist der Ruch-Steinquendel, Clinopodium graveolens, beheimatet. 
In seiner westmediterranen Unterart rotundifolium wird er als Südfruchtbegleiter 1901 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1910) und 1929 für den Düsseldorfer Hafen in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1937) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Quellen

Bonte L. (1937): Beiträge zur Adventivflora des rheinisch-westfälischen Industriegebietes 1930-1934 – Decheniana 94: 107-142.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hassler M. & Muer T. (2022): Flora Germanica – Bildatlas der Farn- und Gefäßpflanzen Deutschlands. 2 Bände.



Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 4). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11-171. 

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.