Heimat:
Mittelmeergebiet, Westeuropa.
Nutzung:
Selten zur Gründüngung.
Ausbreitung:
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vielfach in Äckern, meist unter Serradella, beobachtet, so besonders in Brandenburg (Wagenitz 1979). Später dann vor allem auf Bahnhöfen und Schuttplätzen aufgetreten, wahrscheinlich mit Südfrüchten, Wolle und Ölfrüchten eingeschleppt.
DEUTSCHLAND:
2004 auf der Friesenheimer Insel in Mannheim und 1937 in Karlsruhe in Baden-Württemberg (Amarell 2010, Jauch 1938), 1937 am Südbahnhof München und 1985 bei Sulzfeld gegen Wildburg in Bayern (Hepp 1956, Vollmann 1914, Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024), 1877 in Berlin-Grunewald (Kny 1878, Hand & Thieme 2023), 1859 in Trebbin-Schülzendorf in Brandenburg (Ascherson 1859, Hand & Thieme 2023), ehemals Hamburg-Altona (Christiansen 1928, Hand & Thieme 2023), 1869 in Langendorf bei Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück in Niedersachsen (Weber 1995), Düsseldorf, Duisburg, Homberg, Essen und Ürdingen in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023), 1909 im Hafen Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913, Hand & Thieme 2023) und 1938 bei der Großmarkthalle Leipzig in Sachsen (Fiedler 1944, Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH:
1949 am Frachtenbahnhof Graz in der Steiermark (Melzer 1954 sub Anthemis mixta, Glaser & al. 2025) und ehemals in Wien (Walter & al. 2002). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1949 (Glaser & al. 2025). In Südtirol 1921 und 1922 in Sterzing (Wagenitz 1979).
SCHWEIZ:
1916 und 1917 in Basel, 1901 Monbijou bei Bern, 1918 Luzern, 1930 Luterbach in Solothurn, Disentis, Mendrisio und Bironico im Tessin und 1902 und 1903 in Zürich (Wagenitz 1979, Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. 1856 auch in Belgien (Verloove 2021).