Chenopodium

Gänsefuß, Amarantgewächs, Amaranthaceae

Gattung:

Chenopodium umfasst, inkl. Einadia und Rhagodia, exklusive Dysphania, Teloxys, Blitum, Chenopodiastrum, Oxybasis und Lipandra, etwa 130 Arten (Kew 2022). Zuvor waren es rund 200 Arten. Phylogenetische Untersuchungen machten es notwendig, die Gattung aufzugliedern, um eine natürliche Verwandtschaftseinteilung zu bekommen. Auch in ihrer verringerten Form ist die Gattung fast weltweit verbreitet.
 

Chenopodium giganteum s.lat.

Riesen-Gänsefuß,
Chenopodium giganteum s.lat.
(= Ch. bengalense)  
Amarantgewächs, Amaranthaceae

 

Steckbrief: 

50–250 cm hohe Einjährige mit undeutlich dreilappigen, breit-dreieckigen, 7–18 cm langen, bläulichgrünen Blattspreiten und meist purpurn gefärbten Triebspitzen. Blüten unscheinbar, in zierlichen, dicht gereihten Blütenknäueln. Blütezeit September bis November, in Mitteleuropa aber oft nicht zum Blühen kommend.
Verwechslungsmöglichkeit: Unterscheidet sich von den sehr ähnlichen Arten aus der Gruppe um den Weißen Gänsefuß, Chenopodium album agg., durch die purpurn gefärbten Austriebe und dadurch, dass sie im Gebiet in der Regel nicht zum Blühen kommt. Die Blattspreiten sind beim heimischen Weißen Gänsefuß mit 3–8 cm Länge kürzer.
 

Nutzung: 

Als Spinat- und einjährige Zierpflanze oftmals gezogen, besonders in Bauerngärten. Als Zierpflanze für Einjährigen-Aussaaten wird besonders gerne die niedrigere Sorte `Magenta Spreen´ kultiviert. Es ist die Hybride Chenopodium ×reynieri (C. giganteum × C. album), bei der die Blätter im zunehmenden Alter ihre Rosafärbung verlieren und stärker gezackt sind (Hassler & Muer 2022).
 

Ausbreitung: 

Wahrscheinlich ist die Art erst in Kultur durch Auslese kräftiger Wildsippen aus der Chenopodium album-Gruppe entstanden und später rückverwildert. Breitet sich vor allem durch Erdaushub und Gartenauswurf aus, teilweise auch mit Handelsgütern wie Ölfrüchten, Wolle oder Baumwolle verschleppt (Hegi 1979). Die Sippe ist wahrscheinlich häufiger als angegeben, wird aber oft mit dem ähnlichen Weißen Gänsefuß, Chenopodium album, mit dem sie auch Hybriden bildet, verwechselt. J. Walter in Wißkirchen & Walter (2014–2020) geht davon aus, dass Chenopodium giganteum in Mitteleuropa kaum blüht und nie fruchtet und somit Verwilderungen immer auf Neueinschleppungen beruhen. Demgegenüber soll Chenopodium ×reynieri, die Hybride von C. album mit C. giganteum, die sich als `Magenta Spreen´ im Pflanzenhandel findet, in Mitteleuropa meist problemlos fruchten. Demnach sollte eine Etablierung der Hybride hierzulande möglich sein, wenn sie stabile Hybridpopulationen ausbilden kann und nicht aufspaltet (Bomble 2022). Nachgewiesen ist C. ×reynieri u.a. 2020 am Westfriedhof in Aachen (Bomble 2022), 2022 in Düsseldorf-Volmerswerth, 2024 in Essen-Bergeborbeck und 2024 in Bochum Gerthein Nordrhein-Westfalen (BBV 2023, BBV 2025), 2019 auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022), 2020 Möllersdorf, Tribuswinkel und Traiskirchen in Niederösterreich (Glaser & al. 2025, Sauberer & al. 2025), Salzburg (Glaser & al. 2025), 2024 in Rosental an der Kainach in der Steiermark (Stöhr 2025), Osttirol (Pagitz & al. 2023) und Wien (Glaser & al. 2025). Wahrscheinlich handelt es sich sogar bei den meisten der aus dem Gebiet genannten Funde von C. giganteum tatsächlich um C. ×reyneri. So werden in den Niederlanden 159 Rasterfelder für C. ×reyneri angegeben, für C. giganteum nur 13 (FLORON 2021, Bomble 2022).
Benannt ist die Hybride nach dem französischen Botaniker und Typographen Alfred Reynier (1845−1932). Nach dem u.a. Reynier-Eiche, Quercus reynieri, Reynier-Rose, Rosa reynieri, Reynier-Enzian, Gentiana reynieri und Reynier-Läusekraut, Pedicularis reynieri, ihren Namen haben, wenngleich diese heute alle als Synonyme bewertet werden.
DEUTSCHLAND:
Neuere Fundmeldungen liegen vor u.a. aus dem Rheinhafen bei Kehl und in Stuttgart-Hohenheim in Baden-Württemberg (Amarell 2010, Böcker & al. 2017), 2013 in Puchheim und nahe dem Kloster Heidenfeld in Bayern (Dickore & Springer 2014, Meierott 2008), 1961 in Berlin-Wittenau (Scholz & Sukopp 1965, Hand & Thieme 2024), Rhododendronpark in Bremen (Feder 2009), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2006), 2021 in Langenhorst, in Braunschweig und Osnabrück in Niedersachsen (Kelm 2022, Brandes 2016, Weber 1995), am Dörper Feldweg in Steinfurt-Borghorst, Werne und Bergkamen-Heil im Kreis Unna, Marsbruchstraße in Dortmund-Schüren, ehemaliger Güterbahnhof in Bochum-Dahlhausen, Bleichstraße in der Innenstadt von Bochum und Köln-Lindenthal in Nordrhein-Westfalen (BBV 2014,BBV 2016, BBV 2017), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), Dresden, Cröbern, Möckern, Fockeberg und Leinestraße in Leipzig in Sachsen (Gutte & Krusche 2015, Gutte 2006, Hardtke & al. 2013), bei Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt (Stolle & Klotz 2004), Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023), und Jena-Göschwitz und Großheringen in Thüringen (Schönfelder 2012).
ÖSTERREICH:
Mehrfach, so etwa bei St. Veit an der Glan in Kärnten (Glaser & al. 2025), Schiltern in Niederösterreich (Essl 2006), bei Esternberg, Linz, Höft und Weyregg am Attersee in Oberösterreich (Hohla 2013, Hohla 2018), Bergheim, Bürmoos und Hallwang in Salzburg (Wittmann & Pflugbeil 2017), bei Don Bosco und im Botanischen Garten in Graz und Graden bei Voitsberg in der Steiermark (Scharfetter & al. 2011, Melzer 1959), Niederndorf in den Chiemgauer Alpen Nordtirols (Smettan 2020), Lengberg im Lienzer Becken Osttirols (Stöhr 2018), in Vorarlberg (Hohla 2020 unpubl.) und in Wien bei der Pilgrambrücke (Baldinger 2017). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1960 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Vielfach, so in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg (Infoflora 2024), ehemals bei Derendingen im Kanton Solothurn (Probst 1933), St. Gallen, Tessin, Thurgau, in der Waadt, im Wallis und im Kanton Zürich (Infoflora 2024).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012), Frankreich (Jalas & Suominen 1980), Italien (Galasso & al. 2024), Großbritannien (Clement & Foster 1994) und seit 1978 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).

 
Weitere Arten:

Chenopodium acuminatum

In Zentral- und Ostasien ist der Stachelspitzige Gänsefuß, Chenopodium acuminatum, beheimatet. Er wurde mit Handelsgütern wie Wolle, Sojabohnen und Vogelfutter in Europa eingeschleppt und wurde hier 1917 erstmals in Kopenhagen gefunden (Hegi 1979). Im Gebiet sehr selten, so in Hessen (Hemm 2008), 1958 am Überseehafen Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), 1952 bei der Wollkämmerei Leipzig, 1954 beim städtischen Klärwerk Leipzig, 1964 in Möckern und 1989 in Seehausen in Sachsen (Hegi 1979, Gutte 2006). Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (Hegi 1979), Schweden (Hegi 1979), Großbritannien (Hegi 1979, Clement & Foster 1994) und 1953 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Chenopodium auricomiforme

In Ostaustralien ist der Ostaustralische Gänsefuß, Chenopodium auricomiforme, beheimatet. Er ist mit Wolle ins Gebiet eingeschleppt worden, so 1948 in Salach in Baden-Württemberg (Hegi 1979), 1922 und 1923 in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023), 1937 in Cossmannsdorf in Sachsen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023) und mehrfach in Derendingen in Solothurn (Hegi 1979). Außerdem adventiv in England und Schottland (Hegi 1979, Clement & Foster 1994).
 

Chenopodium baccatum

Der Beerenfrucht-Gänsefuß, Chenopodium baccatum (Syn.: Rhagodia baccata) ist in Westaustralien beheimatet. Er wird in Südafrika und Nord- und Südamerika als Schaffutter gebaut und wird im Gebiet 1935 für Derendingen in Solothurn eingeschleppt angegeben (Hegi 1979). Die Art wurde 1805 als Chenopodium beschrieben und 1810 in die Gattung Rhagodia gestellt, bis 2012 phylogenetische Untersuchungen Rhagodia wieder in Chenopodium einschlossen.
 

Chenopodium berlandieri

In 6 Varietäten von Mexiko und Texas bis Alaska beheimatet ist der Berlandier-Gänsefuß, Chenopodium berlandieri, der 1890 erstmals im Gebiet gefunden werden konnte und der hier gegenwärtig vielfach auftritt. Aellen in Hegi (1979) schrieb über Ch. berlandieri: „Das leichte Eingehen von Bastarden mit Ch. album bringt die Pflanze und ihre Spuren nach 2-3 Jahren völlig zum Verschwinden“.
Benannt ist die Art nach dem belgisch-schweizer Forschungsreisenden Jean Louis Berlandier (1805−1851), der im Auftrag der Genfer Botanischen Gesellschaft nach Mexiko reiste und die Art dort entdeckte (Hegi 1979). Berlandier diente als Hauptmann und Kartograf in der mexikanischen Armee beim Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko im Frühjahr 1846 unter dem Kommando von General und späteren Präsidenten Mariano Arista. Dabei war das umfangreiche Wissen über die Region, die Berlandier im Zuge des botanischen Sammelns gewonnen hatte, von unschätzbarem Wert für Arista. 1850 nahm Berlandier an der Internationalen Grenzkommission teil, welche die Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten definierte. Bei einer Flussüberquerung fiel er vom Pferd und ertrank (Burkhardt 2018).
Ch. berlandieri ist Ausgangsart der domestizierten Gänsefuß-Formen in Nordamerika.  Archäologische Funde zeigen, dass die Art bereits 6.500 v. Chr. im östlichen Nordamerika als Wildpflanze gesammelt wurde. Bis 1700 v. Chr. ist sie als Pseudogetreidepflanze domestiziert worden. Im heutigen Welternährungssystem spielt die Art praktisch keine Rolle mehr, insbesondere im Vergleich zu anderen Pflanzen der Gattung wie Ch. quinoa.
Im Gebiet 1906 im Mannheimer Hafen, 1933 in Heilbronn und 1939 Göppingen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1913, Sebald & al. 1990, Hand & Thieme 2023), 1997 in Bamberg, 1901 am Isartalbahnhof in München, 2006 Deponiegelände bei Trunstadt und 1989 bis 1991 im Regensburger Osthafen in Bayern (Meierott 2008, Vollmann 1914, Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Osnabrück-Hafen in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), 1992 bis 1995 in Ludwigshafen-Kaiserwörthhafen in Rheinland-Pfalz (Mazomeit 1995, Hand & Thieme 2023), Dresden, Coswig, Ottendorf-Okrilla und Übigau in Sachsen (Hardtke & al. 2013), Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023), Thüringen (Zündorf & al. 2006), Niederösterreich (Glaser & al. 2025), 1990 bei Asten in Oberösterreich (Hohla & al. 2009), Steiermark (Glaser & al. 2025), Innsbruck-Saggen in Nordtirol (Polatschek 1999, Glaser & al. 2025), Dornbirn und Feldkirch in Vorarlberg (Polatschek 1999, Glaser & al. 2025) und Wien (Fischer & al. 2008). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1908 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz 1964 und 1967 im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973), ehemals in den Kantonen Freiburg, Genf, Solothurn und Tessin (Infoflora 2024). Im Kanton Zürich 1903 bis 1917 Sihlfeldstraße, Giesshübel und Mühlebachstraße in der Stadt Zürich, in Eglisau und 2003 und 2005 in Rüschlikon (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021) und in Großbritannien (Clement & Foster 1994).

 

Chenopodium betaceum

Bereits fest eingebürgert hat sich der osteuropäisch-asiatische, 1821 neu beschriebene Gestreifte Gänsefuß, Chenopodium betaceum (Syn.: Ch. striatum, Ch. strictum; inkl. Ch. glaucophyllum) der gegenwärtig fast im gesamten Gebiet zu finden ist. 
Die Art dürfte sich kontinuierlich von Ost nach West ausgebreitet haben und tritt gegenwärtig im Gebiet eingebürgert auf. Der vermutliche Erstnachweis für Bayern erfolgte 1897 in Würzburg (Meierott & al. 2024). Alte Fundaufzeichnungen liegen vor aus Wien (1869), Genf (1874), Linz (1891), Innsbruck (1886) usw. (Hegi 1979). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1850 (Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994), Tschechien (Pyšek & al. 2012) und in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
Bezüglich des Artbeinamens scheint sich mittlerweile die Interpretation durchzusetzen, dass Chenopodium betaceum der gültige Name für diese Art ist und der auf einem sehr schlechten Typus basierende Name Ch. strictum eher zu Ch. album gehört (Hassler 2024).
Die Art gilt in Österreich laut Schratt-Ehrendorfer et al. (2022) als Neophyt. Die Unterscheidung zu Ch. album ist nicht immer ganz einfach. Als sicherstes Merkmal gilt die Größe der Samen, die bei Ch. album deutlich größer sind. Einen guten Hinweis bietet der meist rot gestreifte Stängel des – nomen est omen – Streifen-Gänsefußes und die Laubblätter, die fast immer ganzrandig und rot berandet sind (Sauberer & al. 2025).


 

Chenopodium borbasioides

In Argentinien ist der Keilblatt-Gänsefuß, Chenopodium borbasioides, ursprünglich. Eingeschleppt mit Wolle, Getreide, Ölfrüchten und anderen Gütern tritt er im Gebiet selten auf, so 1936 in Karlsruhe-Daxlanden, 1933 Heilbronn, 1952 Unterhausen und 1937 Salach in Baden-Württemberg (Hegi 1979, Sebald & al. 1990, Hand & Thieme 2023), Emmerich in Nordrhein-Westfalen (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), 1934 bei der städtischen Kläranlage Leipzig in Sachsen (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), Rodleben in Sachsen-Anhalt (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), im östlichen Kärnten (Hartl & al. 1992), bei der Tuchfabrik Roggwil im Kanton Bern (Hegi 1979) und 1926 bei Hallau in Schaffhausen (Hegi 1979). Ehemals subspontan auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

Chenopodium desiccatum

Im westlichen und zentralen Nordamerika ist der Schmalblatt-Gänsefuß, Chenopodium desiccatum, beheimatet. Manche Taxonomen inkludieren in diese Art Chenopodium pratericola (Hegi 1979). Im Gebiet konnte C. desiccatum subspontan in Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2023), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Hessen (Hand & Thieme 2023), Mecklenburg-Vorpommern (Hand & Thieme 2023), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), Sachsen (Hand & Thieme 2023) und Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023) gefunden werden.
 

Chenopodium hircinum

Der südamerikanische Bock-Gänsefuß, Chenopodium hircinum, der nach verderbenden Fisch riecht, wurde früher mit Getreide, Wolle und Ölfrüchten häufiger eingeschleppt und findet sich gegenwärtig nur mehr ganz vereinzelt. Fundmeldungen liegen vor u.a. von Cannstatt und Killersberg in Stuttgart und 1940 Söflingen in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017, Sebald & al. 1990), 1903 am Südbahnhof München, 1970 Müllplatz Oberstdorf und 1973 Müllplatz bei Schongau in Bayern (Dörr & Lippert 2001, Meierott & al. 2024), Spremberg in Brandenburg (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), Hamburg-Harburg (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), Frankfurt in Hessen (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), Rostock-Dierkow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück Hafen und Wüste in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Krefeld, Düsseldorf, Steele, Emmerich, Neuss und Kehl in Nordrhein-Westfalen (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), 1905 und 1906 im Hafen Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1910, Hand & Thieme 2023), in Dresden-Kaitz, 1978 in Leipzig-Leinestraße und 1966 in Leipzig-Küchenholzallee in Sachsen (Hardtke & al. 2013, Gutte 2006), Dessau in Sachsen-Anhalt (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), Erfurt in Thüringen (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), Theresienfeld in Niederösterreich (Melzer 1976, Glaser & al. 2025), Graz in der Steiermark (Melzer 1960, Glaser & al. 2025), Innsbruck in Nordtirol (Polatschek 1999, Glaser & al. 2025), Osttirol (Pagitz & al. 2023) und Vorarlberg (Polatschek & Neuner 2013). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1960 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz in Aarau im Aargau, Basel-Stadt, Liestal in Basel-Landschaft, Kanton Bern, Freiburg, Olten in Solothurn, Felben und Romanshorn im Thurgau (Thellung 1919, Hegi 1979) und 1902 bis 1918 Hardplatz, Sihlquai, Belvoir und Tiefenbrunnen in Zürich (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020). Subspontan u.a. auch 1874 in Belgien (Verloove 2021, Seebens & al. 2017), Italien (Galasso & al. 2024), 1902 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), 1930 in Polen (Seebens & al. 2017), 1898 in Großbritannien (Clement & Foster 1994, Seebens & al. 2017) und 1957 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Chenopodium hubbardii

Der Hubbard-Gänsefuß, Chenopodium hubbardii, ist in Queensland in Nordost-Australien beheimatet und soll im Zuge von Rohwolle-Lieferungen nach Europa gekommen sein. Im Gebiet früher mehrfach angegeben für Wollkompost in Derendingen in Solothurn (Hegi 1979). Die Art ist nach dem Leiter des Herbariums in Kew Charles Edward Hubbard (1900−1980) benannt. Hubbard war Süßgräserspezialist (Agrostologe) und veröffentlichte 1925 seine erste wissenschaftliche Arbeit, in der er zwei neue Arten der Gattung Stipa beschrieb. Auf Wunsch der Regierung von Queensland reiste Hubbard 1930 nach Australien, wo er die Gräserbestimmungen im Queensland Herbarium in Brisbane überprüfte. Er führte Feldarbeiten rund um Rockhampton und den Fitzroy River in Zentral-Queensland durch und sammelte 15.000 Pflanzen-Exemplare, darunter 1930 auch die neue Chenopodium-Art, die später nach ihm benannt wurde (Hegi 1979).
 

Chenopodium karoi

In Zentralasien beheimatet ist der Niederliegende Gänsefuß, Chenopodium karoi (Syn.: Ch. prostratum subsp. karoi). Er tritt im Gebiet sehr selten adventiv auf, eingeschleppt vor allem mit Getreide und Wolle, so 1975 in Rostock-Dierkow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), 1955, 1957 und 1960 bei der Wollkömmerei Leipzig und 1967 in Leipzig-Möckern in Sachsen (Gutte 2006). Außerdem adventiv u.a. in Dänemark, Niederlande, Norwegen, Schweden (Hegi 1979) und Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Chenopodium leptophyllum

Im westlichen Nordamerika ist der Zartblättrige Gänsefuß, Chenopodium leptophyllum, beheimatet. Er wird für das Gebiet angegeben 1935 und 1936 auf Müllplätzen in Stuttgart-Wangen in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 1899 und 1908 bei München in Bayern (Höck 1903), 1925 in Guben in Brandenburg (Lademann 1937), in Hamburg-Harburg (Christiansen 1928), ehemals mit Ölfrüchten und Getreide eingeschleppt in Osnabrück-Hafen in Niedersachsen (Weber 1995), 1922 in Köln-Deutz, 1922 und 1923 in Essen-Kettwig, 1911 im Hafen Uerdingen und 1912 im Hafen Neuss in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1914, Hupke 1934), 1909 in Schifferstadt in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913) und 1898 und 1903 bei der Marienbrücke Dresden in Sachsen (Schorler 1905). Die Art wird in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024) als fehlbestimmte Art (auct.) verstanden und wird auch nicht in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) geführt. Subspontan u.a. für Großbritannien angegeben (Clement & Foster 1994).
 
 

Chenopodium missouriense

Der nordamerikanische Missouri-Gänsefuß, Chenopodium missouriense (Ch. album var. missouriense) aus der Ch. album-Gruppe, unterscheidet sich von Ch. album u.a. durch kleinere und wenig gezähnte Blätter, rote Blattachseln und hängende Rispen. Er tritt im Gebiet immer wieder auf, wird aber leicht übersehen. Sein Status als eigene Art wird immer wieder angezweifelt, oft wird er nur als Varietät geführt oder komplett in Ch. album eingegliedert (Hassler 2024). Die Art wird aus dem Gebiet mehrfach verschleppt angegeben, so 1997 in Regensburg und 1931 auf einem Auffüllplatz bei Neu-Ulm in Bayern (Hegi 1979, Meierott & al. 2024), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), Sachsen (Hand & Thieme 2023) und Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023). In Österreich 1994 bei der Hausmülldeponie Asten in Oberösterreich (Jacq 2023) und in Wien (Fischer & al. 2008). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1992 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz 1967 und 1968 im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973). Subspontan u.a. auch 1857 in Belgien (Verloove 2021, Seebens & al. 2017), Großbritannien (Clement & Foster 1994), 1934 in Norwegen (Seebens & al. 2017), 1963 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und 1980 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Chenopodium nitrariaceum

Der Blattschuppen-Gänsefuß, Chenopodium nitrariaceum, ist in Australien beheimatet und wird 1917 für Derendingen in Solothurn mit Wolle eingeschleppt angegeben (Hegi 1979). Subspontan u.a. auch für Großbritannien (Clement & Foster 1994) und 1963 für Tschechien (Pyšek & al. 2012) vermerkt.
 

Chenopodium nutans

In Australien ist der Nickende Gänsefuß, Chenopodium nutans (Syn.: Rhagodia nutans, Einadia nutans) beheimatet. Er wird für 1927 auf Wollkompost bei Derendingen in Solothurn angegeben (Hegi 1979).
 

Chenopodium obscurum

Der Dunkle Gänsefuß, Chenopodium obscurum, ist in Argentinien beheimatet und wird 1953 für den Versuchsgarten Derendingen in Solothurn eingeschleppt angegeben (Hegi 1979). Subspontan auch für England (Hegi 1979) genannt.
 

Chenopodium pamiricum

Der Pamir-Gänsefuß, Chenopodium pamiricum, ist im Hochland von Pamir beheimatet und wird für 1972 vom Überseehafen Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005) und in den Jahren 1955 bis 1957 von der Leipziger Wollkämmerei in Sachsen auf Wollabfällen angegeben (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023).
 

Chenopodium petiolare

Der Gestielblättrige Gänsefuß, Chenopodium petiolare, ist im westlichen Südamerika beheimatet und wird im Gebiet adventiv 1937 für Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz (Probst 1949, Hand & Thieme 2023) und ehemals für Rodleben in Sachsen-Anhalt (Ascherson & Graebner 1919) angegeben.
 

Chenopodium phillipsianum

Im südlichen Afrika ist der Phillips-Gänsefuß, Chenopodium phillipsianum, beheimatet. Ins Gebiet kam er mit Wolle eingeschleppt, so 1922 und 1923 in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023), 1957 bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006), 1933 in Luterbach und 1929 und 1931 in Derendingen in Solothurn (Hegi 1979). Subspontan u.a. auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994). Die Art ist wahrscheinlich nach der britischen Pflanzensammlerin Louise Jane Lort-Phillips (1857−1946) benannt, die in Somalia Pflanzen sammelte und zeichnete (Burkhardt 2018).
 

Chenopodium pilcomayense

Von Bolivien bis Nordargentinien ist der Pilcomaya-Gänsefuß, Chenopodium pilcomayense, beheimatet. Im Gebiet eingeschleppt 1970 auf einem Müllplatz zwischen Wengen und Nellenbruck in Bayern (Dörr 1973, Dörr & Lippert 2001, Meierott & al. 2024) und 1932 im Hafen von Emmerich in Nordrhein-Westfalen als Ölfruchtbegleiter angegeben (Bonte 1937). Für NRW wird die Art in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht angegeben.
 

Chenopodium polygonoides

In Ostaustralien ist der Knöterich-Gänsefuß, Chenopodium polygonoides (Syn.: Einadia polygonoides) beheimatet. Im Gebiet wird er mit Wolle eingeschleppt angegeben 1913 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023) und Derendingen in Solothurn (Hegi 1979). Adventiv u.a. auch in Belgien (Hegi 1979).
 

Chenopodium pratericola

Der nordamerikanische Schmalblättrige Gänsefuß, Chenopodium pratericola, wurde früher mit Getreide häufiger eingeschleppt, heute nur mehr ganz vereinzelt zu beobachten. Subspontan aufgetreten etwa 1933 am Güterbahnhof Heilbronn und 1936 im Rheinhafen Karlsruhe in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1990, Hand & Thieme 2023), 1968 Sonthofen-Rieden und 1973 bei Schongau in Bayern (Dörr & Lippert 2001, Meierott & al. 2024), Brandenburg (Müller & al. 2021), früher auf dem Mennonitenfriedhof in Hamburg-Bahrenfeld (Poppendieck & al. 2011), Hessen (Hand & Thieme 2023), Rostock-Dierkow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück-Hafen in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Nordrhein-Westfalen (Hassler & Muer 2022), Rheinland-Pfalz (Müller & al. 2021), Meißen, Blattersleben, Hoyerswerda, Knappenrode, Leipzig, Dresden-Johannstadt und Meißen-Korbitz in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006, Otto & al. 2002, Hardtke & al. 2013) und Bräunigk-Kemberg in Sachsen-Anhalt (Willing & Willing 2014). Bei den Fundmeldungen aus Thüringen dürfte es sich um Verwechslungen mit jungen Stadien von Atriplex patula handeln (Zündorf & al. 2006). In Österreich in Niederösterreich (Glaser & al. 2025), Salzburg (Walter & al. 2002), Nordtirol (Glaser & al. 2025), Vorarlberg (Glaser & al. 2025) und Karlsplatz in Wien (Rechinger 1923, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1920 (Rechinger 1923, Glaser & al. 2025). In der Schweiz in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Bern, Freiburg, Graubünden, Jura, Luzern, Solothurn, Tessin, Thurgau und Wallis (Infoflora 2024, Welten & Sutter 1982). Im Kanton Zürich mehrere Funde in der Stadt Zürich von 1917 bis 1998, so Hardbrücke, Herdern, Winterthurerstraße und Lehensteig, außerdem Wädenswil, 1917 in Winterthur, 1964 in Oberglatt und 2005 in Horgen (Laubner & al. 2012, Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020). Subspontan u.a. 1954 auch in Belgien (Verloove 2021, Seebens & al. 2017), 1966 in Estland (Seebens & al. 2017), 1934 in Lettland (Seebens & al. 2017), 1950 in Island (Seebens & al. 2017), 1933 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), 1906 in Irland (Seebens & al. 2017), 1901 in Großbritannien (Seebens & al. 2017), Italien (Galasso & al. 2024) und in den Niederlanden (FLORON 2021).
Die Art ist nächstverwandt mit dem ebenfalls nordamerikanischen Ch. desiccatum. Manche Taxonomen sehen Ch. pratericola als Synonym zu dieser Art (Hegi 1979).

 

Chenopodium probstii

Wahrscheinlich nordamerikanisch ist der Probst-Gänsefuß, Chenopodium probstii. Bei der Art handelt es sich um eine fast weltweit verbreitete, schwierig zu bestimmende hexaploide Art des Ch. album-Aggregats (Dostálek & Jehlík 2004, Walter 2008, Mandák & al. 2018). Die Herkunft dieses Neophyten ist nach wie vor nicht ganz geklärt. Als Wolladventive wurde Ch. probstii erstmals 1913 in Schottland, 1914 in den Niederlanden und 1916 in der Schweiz (von Rudolph Probst) gesammelt, aber erst von Aellen (1930) beschrieben (Dostálek & Jehlík 2004).
In warmen Lagen des Pannonikums tritt die Art eingebürgert auf (Pachschwöll & Walter 2019). Sonst vorübergehend, u.a. in Karlsruhe, Brühl, Salach und 1972 Wangen bei Obermooweiler in Baden-Württemberg (Hassler 2021, Hegi 1979, Dörr & Lippert 2001, Sebald & al. 1990), 2015 Ruderalbrache Feldmoching-Hasenbergl in München, 1991 Regensburg-Osthafen, 1986 Zuckerfabrik Zeil und 1997 Deponie Trunstadt in Bayern (Dickoré & Springer 2016, Dostálek & Jehlik 2004, Dörr & Lippert 2001, Meierott & al. 2024), in Franken in Bayern mit Einbürgerungstendenz (BIB 2018), Berlin (Lauterbach 2018), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), ehemals Hamburg-Harburg (Christiansen 1928, Hand & Thieme 2023), Hessen (Hemm 2008), 1984 am Überseehafen Rostock Mecklenburg-Vorpommern (Dostalek & Jehlik 2004), Niedersachsen (Hand & Thieme 2023), 1930 in Essen-Kettwig und 1980 im Hafen Neuß in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1937, Stieglitz 1981, Hand & Thieme 2023), Oppau, Maudach, Mundenheim und Rheingönheim in Rheinland-Pfalz (Mazomeit 1995, Hand & Thieme 2023), Leipzig-Windorf, Riesa-Gröba, Dresden, Pirna, Weida und Cossmannsdorf in Sachsen (Gutte 2006, Dostalek & Jehlik 2004, Hardtke & al. 2013), 1979 im Stadthafen Wittenberg und im Handelshafen Magdeburg in Sachsen-Anhalt (Dostalek & Jehlik 2004) und 1982 in Rödigen in Thüringen (Strumpf 2006). In Österreich 1968 bei Neusiedl am See, 1990 südlich von Rust, 1993 bei Parndorf und 1996 bei Markt Allhau im Burgenland (Melzer 1969, Pachschwöll & Walter 2019), Kärnten (Fischer & al. 2008), Niederösterreich (Fischer & al. 2008), 2013 bei St. Marienkirchen bei Schärding und 1990 und 1994 bei Asten in Oberösterreich (Hohla 2013, Pachschwöll & Walter 2019), Salzburg (Fischer & al. 2008), Fohnsdorf, Zeltweg, Bruck an der Mur, Voitsberg, Löffelbach, Wildon und Graz in der Steiermark (Melzer 1967, Melzer 1969, Glaser & al. 2025), Innsbruck in Nordtirol (Polatschek 1999, Glaser & al. 2025), Lienz und Oberlienz in Osttirol (Polatschek 1999, Glaser & al. 2025) und 1934 am Küniglberg bei Hetzendorf in Wien (Pachschwöll & Walter 2019). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1934 (Glaser & al. 2025). In Südtirol in Brixen und Salurn (Wilhalm & al. 2007), in der Schweiz ehemals Luterbach und Derendingen in Solothurn (Hegi 1979). Subspontan u.a. auch seit 1991 in Belgien (Verloove 2021, Seebens & al. 2017), seit 1968 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1930 in Großbritannien (Clement & Foster 1994, Seebens & al. 2017), Luxemburg (Hegi 1979), Dänemark (Hegi 1979), Schweden (Hegi 1979), Polen (Dostálek & Jehlík 2004), Tschechien (Pyšek & al. 2012), Slowenien (Dostálek & Jehlík 2004), Kroatien (Dostálek & Jehlík 2004), Italien (Galasso & al. 2024), Rumänien (Dostálek & Jehlík 2004) und seit 1980 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
Benannt ist die Art zu Ehren des Schweizer Arztes und Adventivbotanikers Rudolf Probst (1855−1940), der die Art 1916 erstmals sammelte (Pachschwöll & Walter 2019). Probst erwarb sich besonders um die Erforschung der Wolladventivflora große Verdienste. Er verfasste u.a. eine „Flora des Kantons Solothurn und der angrenzenden Gebiete“. Von 1904 bis zu seinem Tod hat Probst in der Umgebung von Solothurn Adventivpflanzen gesammelt, zuerst auf Abfallplätzen der Malzfabrik und Hafermühle Solothurn, dann auf Komposthaufen der Kammgarnspinnerei Derendingen, bei der Baumwollspinnerei Emmenhof in Derendingen und auf Bahnhöfen, Schuttplätzen und Industrieanlagen des Kantons Solothurn. Er fand gegen 1100 verschiedene Fremdpflanzen, vor allem aus Südamerika, Südafrika und Australien, deren Samen mit Getreide, Wolle und Baumwolle eingeführt wurden. Dieses Studium brachte ihn in Kontakt mit Prof. Albert Thellung in Zürich, einem hervorragenden Adventivbotaniker und anderen Größen des botanischen Bereiches im In- und Ausland.

 

Chenopodium quinoa

Seit etwa 5000 Jahren wird Quinoa, Chenopodium quinoa (Syn.: Ch. purpurascens) als wichtige Nahrungspflanze in Südamerika kultiviert. Besonders in den Anden war Quinoa zusammen mit Amarant ein Hauptnahrungsmittel. Während der spanischen Eroberungszüge und Kriege gegen die Inkas und Azteken im 16. Jahrhundert wurde der Anbau von Quinoa und Amarant verboten, womit die Völker geschwächt werden sollten.
 
Quinoa gehört in eine Gruppe äußerst ähnlicher, untereinander kreuzbarer Arten. Samen der Pflanze kamen 1590 von Peru nach Spanien. Es wurden zahlreiche Anbauversuche in Deutschland, Frankreich und England unternommen, dennoch konnte sich die Kultur in Europa nicht durchsetzen. Mit ein Grund hierfür sind die enthaltenen Bitterstoffe in den Samen und wahrscheinlich auch die leichte Kreuzbarkeit der Art mit Chenopodium album (Hegi 1979).
Sie tritt im Gebiet sehr selten verschleppt auf, so 1897 im Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1910, Höck 1910, Hand & Thieme 2023), Neuburg an der Donau und Truppenübungsplatz Hohenfels in Bayern (Krach 2012, Lippert & Meierott 2018), 1933 beim Hedewigsteich Guben in Brandenburg (Lademann 1937), 1856, 1913 und 1990 im Hamburger Hafen (Mang 1991, Hand & Thieme 2023), ehemals im Hafen von Osnabrück in Niedersachsen (Weber 1995), 1987 in Gera-Untitz in Thüringen (Trinks & Gutte 1996) und 1920 in der Felsenau in Vorarlberg (Murr 1923-1926, Glaser & al. 2025). Eine Fundmeldung für Oberösterreich wird in Glaser & al. (2025) als irrig geführt, eine von Zwingendorf bei Mistelbach in Niederösterreich (Jacq 2023) ebenso. Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1920 (Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994) und 1966 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

 

Chenopodium sosnowskyi

Sosnowsky-Gänsefuß, Chenopodium sosnowskyi, ist im Gebiet des Schwarzen Meers und der Kaspischen See beheimatet. Im Gebiet eingeschleppt angegeben wird er 1953 für Leipzig in Sachsen (Hegi 1979). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt. Subspontan angegeben auch für Schweden (Hegi 1979). Benannt ist die Art zu Ehren des russischen Botanikers und Phytogeographs Dmitri Iwanowitsch Sosnowsky (1886−1953), der besonders im Kaukasus-Gebiet tätig war.
 

Chenopodium striatiforme

Der Kleinblättrige Gänsefuß, Chenopodium striatiforme, ist in Griechenland und der Nordwest-Türkei beheimatet und tritt im Gebiet unbeständig bis lokal etabliert auf. So in Baden-Württemberg (FloraWeb 2013), 1995 Bahngelände Schweinfurt-Oberndorf, 1997 im Bamberger Hafen und 2015in München-Bogenhausen in Bayern (Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Hessen (Hand & Thieme 2023), Mecklenburg-Vorpommern (Hand & Thieme 2023), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), Sachsen (Hand & Thieme 2023), Sachsen-Anhalt (FloraWeb 2013) und Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1900 in Regensburg (Meierott & al. 2024). In FloraWeb (2013) und in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) wird die Art als heimisch in Deutschland geführt. In Österreich im Burgenland (Glaser & al. 2025), Niederösterreich (Glaser & al. 2025), Nordtirol (Glaser & al. 2025) und Wien (Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1860 (Glaser & al. 2025). Auch in Südtirol (Fischer & al. 2008). Subspontan u.a. auch seit 1971 in Belgien (Seebens & al. 2017) und seit 1882 in Norwegen (Seebens & al. 2017).
 

Chenopodium trigonon

In Südost-Australien und Neuseeland ist der Dreieckige Gänsefuß, Chenopodium trigonon (inkl. Ch. stellulatum), beheimatet. Ins Gebiet kam er mit Wolle eingeschleppt, so 1934 und 1935 in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Hegi 1979, Hassler & Muer 2022) und Derendingen in Solothurn (Probst 1949, Hegi 1979). Subspontan u.a. auch in Frankreich (Hegi 1979) und England (Hegi 1979).
 

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