Nutzung:
Carob, das Fruchtfleisch und Carubin, die Samen der Johannisbrotfrucht werden in der Nahrungsmittelindustrie vor allem für Babykost, Eiscreme, Soßen, Käse, Diabetikerprodukte, Liköre und Limonade genutzt. Auch für Bio- und Naturproduktehersteller ist die Frucht interessant, genauso wie für die Kosmetik- und Pharmaindustrie als Tablettierhilfsmittel. Johannisbrotmehl wird als Kakao- und Kaffeeersatz genutzt, als Dickungsmittel für Saucen und als Tierfutter (Batlle & Tous 1997).
Da die Samenkörner ein konstantes Durchschnittsgewicht von rund 200 mg aufweisen und weil sich bei ihnen auch sehr kleine Gewichtsunterschiede von nur 5 Prozent zwischen einzelnen Samenkörnern mit erstaunlicher Genauigkeit schätzen lassen, wurden sie im Altertum als Wiegeeinheit für Diamanten genutzt. Daran erinnert die noch heute gebräuchliche Bezeichnung Karat (Batlle & Tous 1997).
Obstbauern schätzen die tiefen Wurzeln der Johannisbrotbäume, weil dadurch Obstanlagen vor Sturmschäden geschützt werden. Bei der Aufforstung von Küstengebieten, die von Erosion oder Austrocknung bedroht sind, leistet der Baum durch seine Genügsamkeit gute Dienste (Batlle & Tous 1997).