Centaurea

Flockenblume, Korbblütler, Asteraceae

Gattung:

Centaurea, inkl. Cnicus und Cyanus, exklusive Amberboa, Centaurothamnus, Cheirolophus, Crocodilium, Femeniasia, Mantisalca, Phalacrachena, Plectocephalus, Psephellus, Rhaponticoides, Rhaponticum, Stizolophus und Volutaria, umfasst etwa 755 Arten (Kew 2022) in Eurasien und Afrika. Am vielfältigsten ist die Gattung im Mittelmeerraum und in Südwest-Asien. Die generischen Grenzen von Centaurea sind seit langem umstritten. Einige separierte Gattungen haben sich mittlerweile mehr oder weniger allgemein durchgesetzt, so AmberboaRhaponticum und Psephellus (z.B. Tison & de Foucault 2014). Garcia-Jacas & al. (2000) zeigten, dass Cnicus in Centaurea inkludiert gehört, was heute allgemein anerkannt wird.
 

Centaurea diffusa 

Sparrige Flockenblume,
Centaurea diffusa 
Korbblütler, Asteraceae

 

Steckbrief:

10–70 cm hohe Ein- bis Zweijährige mit vielkörbigen, sparrig verzweigten Stängeln. Blätter graugrün, doppelt fiederschnittig, mit lanzettlichen, stachelspitzigen Abschnitten. Krone weiß. Hülle ohne Dornen 4–5 mm breit, Hüllblätter hellgrün, längsnervig, Hüllblattanhängseln kammartig gefranst, in einen 2–3 mm langen Enddorn auslaufend. Blütezeit Juli bis August.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

Beheimatet in Südost-Europa und Westasien. Verschleppt seit zumindest 1868 aus dem Gebiet bekannt. Regional auch eingebürgert, so im Saale- und Oberrheingebiet, in Berlin und bei Orbe im Kanton Waadt (Seitz & al. 2012, Wagenitz 1987).
Im 19. Jahrhundert kam die Pflanze als Getreide- und Südfruchtbegleiter mit Heu- und Strohverpackungsmaterial auf die Bahnhöfe Mitteleuropas und konnte sich vor allem entlang der Bahnstrecken ausbreiten. Außerdem wanderte sie ungewollt mit dem Saatgut von Kulturpflanzen ein. In Berlin wurde eine Pflanze der Sparrigen Flockenblume erstmals 1868 in Kreuzberg in einem Pflastersteindepot dokumentiert. Mittlerweile ist sie in Berlin und anderen Teilen Deutschlands eingebürgert. Bisher sind hier keine negativen Auswirkungen auf die heimische Pflanzenwelt bekannt. Neophyten können in einer neuen Umgebung auch eigene ökologische Nischen finden, ohne andere Arten zu verdrängen (Meißner 2014).
Anders in Nordamerika, dort gilt die Sparrige Flockenblume in einigen Teilen als invasiv. Sie gibt ein minderwertiges Futter ab, produziert bis zu 18.000 Samen je Pflanze und verdrängt mittels Allelopathie andere Arten (Harris & Cranston 1979). Sie wurde erstmals 1907 im US-Bundesstaat Washington nachgewiesen, wohin sie vermutlich mit verunreinigtem Luzerne-Saatgut eingeführt wurde. Heute ist die Art in mindestens 19 Staaten der USA und 4 Provinzen Kanadas verbreitet. Bis 1998 hatte sich die Sparrige Flockenblume auf etwa 26.640 Quadratkilometern im Westen der Vereinigten Staaten etabliert und weitete ihr Verbreitungsgebiet jährlich um 18 % aus.
Im Camas County in Idaho gab es erfolgreiche Versuche, die Sparrige Flockenblume auf 80 Quadratkilometern mit den Rüsselkäfern Larinus minutus und Cyphocleonus achates biologisch zu bekämpfen. Beide, ursprünglich in Europa beheimatet Arten, gehören zu den natürlichen Feinden der Sparrigen Flockenblume und sind mittlerweile in mehreren US-Staaten etabliert.

 
DEUTSCHLAND:
Stellenweise, regional auch eingebürgert, so im Saale- und Oberrheingebiet und in Berlin (Seitz & al. 2012). Im Hafen von Mannheim seit über 100 Jahren bis heute vorhanden (Sebald & al. 1996), sonst u.a. in Stuttgart in Baden-Württemberg (Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2023), in Würzburg seit 1955, in Nürnberg von 1889 bis 1991 beobachtet, 2010 am Truppenübungsplatz Hammelburg, 1955 am Bahnhof Wertingen und 1999 am Güterbahnhof Memmingen in Bayern (Vollmann 1914, Dörr & Lippert 2004, Meierott & al. 2024), in Berlin seit 1898 bekannt (Seitz 2012), Karnzow in Brandenburg (Fischer 2017), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Wiesbaden-Dotzheim in Hessen (Streitz 2005), Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Braunschweig in Niedersachsen (Brandes 2003), Köln, Homburg, Ürdingen, Krefeld, Aachen, Magdeburg, Oberhausen und Duisburg in Nordrhein-Westfalen (Wagenitz 1987, Savelsbergh 1988, BBV 2018), Wittlich-Wengerohr im Moseltal und Rheinufer, Luitpoldhafen, Walzmühle, Geleise der Hafenbahn und Güterbahnhof Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Hand & al. 2016, Schäfer 1965), Saarland (Hand & Thieme 2023), Leipzig, Dresden, Görlitz und Wanden in Sachsen, in Sachsen erstmals 1893 (Gutte 2006, Hardtke & al. 2013, Otto & al. 2014, Gutte & al. 2013), Magdeburg in Sachsen-Anhalt (Brandes 2007) und Reisdorf, Apolda, Heusdorf, Ohmgebiet, Unstrutaue, Erfurt und Nordhausen in Thüringen (Peterlein 2024, Zündorf & al. 2006, Wagenitz 1987).
ÖSTERREICH: 
Früher am Uferdamm der Schwechat und Breitenlee im Marchfeld, aktuell in Schleinbach bei Mistelbach und bei Wieselbach in Niederösterreich (Lefnaer 2018, Lefnaer 2021), Linz, St. Martin bei Linz und im unteren Trauntal in Oberösterreich (Essl & Rabitsch 2002, Zobodat Belege 2018) und in Wien vereinzelt, so Arsenal, Kelsenstraße und Grellgasse (Adler & Mrkvicka 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1918 (Rechinger 1950, Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Ehemals in Genf (Infoflora 2024) und im Kanton Waadt bei Orbe und vorübergehend bei Yverdon (Wagenitz 1987).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch seit 1893 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1904 in Schweden (Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), in Belgien (Verloove 2021), Italien (Galasso & al. 2024), seit 1803 in Estland (Seebens & al. 2017), seit 1906 in Lettland (Seebens & al. 2017), seit 1946 in Litauen (Seebens & al. 2017), in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1950 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).

 
Weitere Arten:
Anmerkung: Mehrere Arten, die im Hegi (1929) als adventiv angegeben wurden, sind kritisch zu betrachten. In der Neuauflage der „Illustrierten Flora Mitteleuropas“ (Wagenitz 1987) steht dazu: „Mehrere Angaben von adventiven Centaurea-Arten erscheinen recht unwahrscheinlich und dürften auf Fehlbestimmungen beruhen“.
 

Centaurea affinis

Auf der Balkanhalbinsel und in Rumänien ist die Verwandte Flockenblume, Centaurea affinis (Syn.: C. dissecta), beheimatet, die 1971 für Hoyerswerda in Sachsen (Breitfeld & al. 2021) und für Erfurt in Thüringen (Torges 1900, Hand & Thieme 2023) angegeben wird.
 

Centaurea alba

Mit 13 Unterarten ist die Blasse Flockenblume, Centaurea alba, in Südeuropa beheimatet. 
Für 1901 wird sie adventiv in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz angegeben (Vollmann 1914, Hand & Thieme 2023). Eine Fundangabe für Sachsen-Anhalt ist laut deutscher Florenliste (Hand & Thieme 2023) irrig. Subspontan auch in Belgien (Verloove 2021).
 

Centaurea albanica

In Griechenland ist die Aschgraue Flockenblume, Centaurea albanica, beheimatet. Für das Gebiet wird sie aus Baden-Württemberg angegeben (Hand & Thieme 2023).
 

Centaurea alexandrina

Die Alexandriner Flockenblume, Centaurea alexandrina, ist in Ägypten und Libyen beheimatet und wird im Gebiet 1915 für den Hafen von Neuß in Nordrhein-Westfalen eingeschleppt angegeben (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023).
 

Centaurea aspera

Im westlichen Mittelmeergebiet, östlich bis Italien reichend, ist die Raue Flockenblume, Centaurea aspera, ursprünglich. Im Gebiet ehemals eingeschleppt angegeben 1925 in Berlin (Seitz & al. 2012), 1922 und 1923 in einer Kiesgrube in Hamburg-Altona (Christiansen 1928, Hand & Thieme 2023), Torno, Lauta bei Hoyerswerda, Demitz-Thumitz und 1997 in Horka in Sachsen (Gutte & al. 2013, Otto 2012), 1925 in Bernburg in Sachsen-Anhalt (Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2023) und 1913 in Erfurt und 1918 in Gispersleben in Thüringen (Reinecke 1914, Reinecke 1919, Hand & Thieme 2023). Weiters subspontan u.a. 1872 in Belgien (Verloove 2021) und in Norwegen (Gederaas & al. 2012). In Australien lokal invasiv.
 

Centaurea benedicta

Mediterran-südwestasiatisch ist das Benediktenkraut, Centaurea benedicta (Syn. Cnicus benedictus), welches bei uns selten als Arzneipflanze kultiviert wird und gelegentlich subspontan auftritt. 
So 1987 bei Karlsdorf, 1964 bei Bruchsal und 1988 Cannstadt in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1996, Hassler & Muer 2022), 2013 am Ackerrand bei Rüdisbronn und ehemals auf Schutt in Bamberg in Bayern (Meierott 2008, Meierott & al. 2024), Berlin (Seitz & al. 2012), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Rheine in Nordrhein-Westfalen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), 1997 Mittel Horka bei Niesky und Bad Elster in Sachsen (Otto & al. 1999 sub Cnicus benedictus, Gutte & al. 2013), in Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) und Thüringen (Zündorf & al. 2006). In Österreich in Kärnten (Fischer & al. 2008) und bei Pillichsdorf in Niederösterreich (Janchen 1977, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1869 (Neilreich 1869, Glaser & al. 2025). Die Art wird zwar in Walter & al. (2002) und Fischer & al. (2008) für das Burgenland genannt, konkrete Funddaten fehlen aber (Gilli & al. 2022). Eine ehemalige Nennung für Nord- und Osttirol ist irrig (Pagitz & al. 2023). In der Schweiz früher bei Basel (Brodtbeck & al. 1998) und ehemals in den Kantonen Bern und Solothurn (Infoflora 2024 sub Cnicus benedictus). Ein Fund von 1893 im Kinderhauserfeld, Gemeinde Volketswil im Kanton Zürich (Wohlgemuth & al. 2020)
Subspontan u.a. 1886 auch in Belgien (Verloove 2021), in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und 1950 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Centaurea bruguieriana

Nach dem französischen Biologen und Arzt Jean Guillaume Bruguiére (1750–1798) ist die Bruguiér- Flockenblume, Centaurea bruguieriana (Syn.: C. phyllocephala) benannt. Bruguiér war reisender Naturforscher, nahm 1773/74 an der Expedition in den südlichen Indischen Ozean teil, bereiste 1790 Persien, ab 1792 die griechischen Inseln und den mittleren Osten und verstarb auf der Rückreise in Ancona. Er befasste sich auch mit Mollusken und begann eine Naturgeschichte der Würmer, gelangte aber nur bis zum Buchstaben C (Burkhardt 2018).
Die Bruguiér-Flockenblume ist von Südost-Anatolien bis Pakistan und zur Arabischen Halbinsel beheimatet. Im Gebiet subspontan angegeben 1952 für Atzenbach in Baden-Württemberg (Baumgartner 1975) und 1958 für die Kläranlage Leipzig-Rosental in Sachsen (Gutte 2006).

 
 

Centaurea calcitrapa

Die mediterrane Stern-Flockenblume, Centaurea calcitrapa, tritt gelegentlich adventiv auf, so etwa 1946 in Hohenheim, 1942 Dußlingen und 1930 Ebenweiler in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1996, Böcker & al. 2017), 2015 zwischen Greßthal und Rütschenhausen in Bayern (Meierott 2008, Meierott & al. 2024), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), Hamburg (Poppendieck & al. 2010), ehemals bei Vielbrunn und 1887 bei Bad König in Hessen (Gregor & al. 2012), ehemals in Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück-Wüste in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), 1996 in Oggersheim, weiters bei Zeltingen und Bernkastel im Moseltal in Rheinland-Pfalz (Mazomeit 2005), Bad Lausick, Dresden und 2004 Leipzig-Wachau in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006), Sachsen-Anhalt (Hassler & Muer 2022), Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) und früher bei Artern, Erfurt, Gotha, Obernissa, Arnstadt und Gera in Thüringen (Zündorf & al. 2006). In Österreich im Görtschitztal in Kärnten (Reif 1995, Glaser & al. 2025), bei Guntramsdorf, Tribuswinkel, Leesdorf, Achau und Oberwaltersdorf in Niederösterreich (Janchen 1977, Glaser & al. 2025), Oberösterreich (Hohla & al. 2009), im Pinzgau in Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013) und in Wien (Fischer & al. 2020). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1838 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz ehemals in den Kantonen Genf, Solothurn und Waadt (Infoflora 2024) und bei Martigny im Wallis (Gasser & al. 2012).
Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021), 1872 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und 1791 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012). Möglicherweise ist die Art im Gebiet ein Archäophyt.
 

Centaurea calocephala

In Südost-Europa auf der Balkanhalbinsel und in Rumänien ist die Dunkelpurpurne Flockenblume, Centaurea calocephala (Syn.: C. atropurpurea) beheimatet. Sie wird selten als Zierstaude genutzt und wird ehemals ruderal für Neuenburg in der Schweiz angegeben (Hegi 1929). Subspontan 2014 in Belgien (Verloove 2017).
 

Centaurea carduiformis

Vom östlichen Mittelmeerraum bis in den Iran ist die Distelartige Flockenblume, Centaurea carduiformis (inkl. C. thrinciifolia), ursprünglich.
Im Gebiet sehr selten, so angegeben 1893 für den Freihafen in Bremen (Bitter 1893, Hand & Thieme 2023).

Centaurea collina

In Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und auf Ibiza ist die Hügel-Flockenblume, Centaurea collina, beheimatet, die im Gebiet 1910 für Mannheim in Baden-Württemberg (Hegi 1929, Hand & Thieme 2023) und 1914 für Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Hegi 1929, Hand & Thieme 2023) eingeschleppt angegeben wird.
 

Centaurea cristata

In Slowenien, Nordwest-Italien, Kroatien und Montenegro ist die Kamm-Flockenblume, Centaurea cristata beheimatet. Im Gebiet angegeben 1884 für Mannheim-Mühlau in Baden-Württemberg (Baumgartner 1884), Hamburg-Wandsbek (Schmidt 1893) und 1904 für den Hafen von Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913, Hand & Thieme 2023).
 

Centaurea cyanoides

Im östlichen Mittelmeerraum, von Zypern und Syrien bis Israel ist die Ostmediterrane Kornblume, Centaurea cyanoides (Syn.: Cyanus cyanoides), beheimatet. Sie wird selten als Einjährigen-Zierpflanze, meist in der Sorte `Blue Carpet´ kultiviert und trat ehemals eingeschleppt am Südbahnhof München in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024) auf. Weiters subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012).
 

Centaurea depressa

Die Niedere Kornblume, Centaurea depressa (Syn.: Cyanus depressus), ist von der Ukraine und den Ostägäischen Inseln bis Zentralasien beheimatet. Die Art wird als einjährige Sommerblume und als Schnittblume genutzt und fand sich bereits in alten ägyptischen Gräbern (Wagenitz 1987)
Im Gebiet subspontan ehemals angegeben in Mannheim-Mühlau in Baden-Württemberg (Lutz 1910, Hand & Thieme 2023), ehemals am Südbahnhof München und 1955 bei der Dreikönigsmühle im Güterbahnhof Memmingen in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024), 1890 in den Langenfelder Tongruben in Hamburg-Altona (Christiansen 1928, Hand & Thieme 2023) und 1960 am Hafen Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005)
Weiters subspontan u.a. in Belgien (Verloove 2021) und Italien (Galasso & al. 2024).  
 

Centaurea dichroantha

In einem ziemlich kleinen Gebiet nördlich der Adria südlich der Alpen ist die Zweifarbige Flockenblume, Centaurea dichroantha, beheimatet, die ehemals für Bayern (Hassler & Muer 2022) und 1911 für den Ludwigshafener Hafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1914) angegeben wird. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt, auch nicht in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024). In Österreich 1958 auf Flussschotter an der Drau bei Lienz in Osttirol angegeben (Polatschek 1997, Glaser & al. 2025). Die Angabe für Osttirol dürfte irrig sein (Pagitz & al. 2023).
 

Centaurea diluta

Die im westlichen Mittelmeerraum beheimatete Nordafrikanische Flockenblume, Centaurea diluta (inkl. C. algeriensis) tritt in Italien lokal invasiv auf (Hassler & Muer 2022). In Großbritannien mit verunreinigtem Vogelfutter eingeschleppt. Im Gebiet vereinzelt, unbeständig und ehemals, so 1933 am Güterbahnhof Karlsruhe und 1939 in Göppingen in Baden-Württemberg (Jauch 1938, Sebald & al. 1996, Hand & Thieme 2023), 1971 bei Landsberg, 1969 bei Kaufbeuren, 1972 bei Rothenstein und 1966 bei Kempten in Bayern (Dörr & Lippert 2004), 1962 in Berlin-Spandau (Scholz 1967, Hand & Thieme 2023), 1925 in Hamburg-Altona (Christiansen 1928, Hand & Thieme 2023), 1926 in Dortmund-Huckarde und 1927 im Hafen Duisburg in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), ehemals bei der Großmarkthalle Leipzig in Sachsen (Fiedler 1936, Hand & Thieme 2023), 1929 in Guben und in Möckern in Sachsen-Anhalt (Lademann 1937, Gutte 2006), 1886 bei Gispersleben nahe Erfurt in Thüringen (Reinecke 1914), 1989 bei Lingenau in Vorarlberg (Polatschek 1997, Glaser & al. 2025), 1915 in Ruchfeld bei Basel (Wagenitz 1987), 1915 am Bahnhof Buchs in St. Gallen (Wagenitz 1987) und 1915 und 1916 bei Solothurn (Wagenitz 1987). Subspontan u.a. 1918 auch in Belgien (Verloove 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), 1950 in Norwegen (Seebens & al. 2017), 1932 in Polen (Seebens & al. 2017) und 1904 in Großbritannien (Seebens & al. 2017).
 
 

Centaurea eriophora

Im westlichen Mittelmeerraum ist die Wollige Flockenblume, Centaurea eriophora, beheimatet. Im Gebiet subspontan angegeben 1903 für Mannheim in Baden-Württemberg (Höck 1910, Hand & Thieme 2023) und 1982 für den Überseehafen Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005).
 

Centaurea hyalolepis

Mediterran-südwestasiatisch ist die Glasschuppige Flockenblume, Centaurea hyalolepis, verbreitet. Im Gebiet subspontan angegeben 1940 für die Kaufmannschen Mühle in Mannheim in Baden-Württemberg (Heine 1952, Hand & Thieme 2023), 1894 für Rüdersdorf in Brandenburg (Behrendsen 1896, Hand & Thieme 2023) und 1930 und 1931 für den Düsseldorfer Hafen in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1937). Subspontan u.a. 1954 und 1955 auch in Belgien (Verloove 2021) und in Italien (Galasso & al. 2024).
 

Centaurea iberica

Vom östlichen Mittelmeerraum bis Kaschmir ist die Iberische Flockenblume, Centaurea iberica, verbreitet. Subspontan angegeben 1894 für Rüdersdorf in Brandenburg (Behrendsen 1896, Hand & Thieme 2023), Hamburg-Wilhelmsburg (Meyer 1955, Hand & Thieme 2023), 1972 für Möckern, 1968 für das hintere Rosental und für die Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006) und ehemals für eine Kiesgrube bei Erfurt-Ilversgehofen in Thüringen (Höck 1902, Hand & Thieme 2023). Eine unbelegte ehemalige Angabe vom Münchner Südbahnhof ist unsicher (Meierott & al. 2024)
Subspontan u.a. 1932 auch in Estland (Seebens & al. 2017), 1961 in Lettland (Seebens & al. 2017), 1967 in Litauen (Seebens & al. 2017), in Italien (Galasso & al. 2024) und Großbritannien (Cabi 2021).
 

Centaurea kotschyana

Kotschys Flockenblume, Centaurea kotschyana, ist in Osteuropa beheimatet, wird kaum als Zierstaude kultiviert, wird aber 1993 subspontan für Eibau-Hänschenberg bei Görlitz in Sachsen angegeben (Wesenberg & al. 2017). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt
Die Art ist zu Ehren des österreichischen Botanikers Karl Georg Theodor Kotschy (1813−1866) benannt. Kotschy war Forschungsreisender, Kurator am Herbar des botanischen Museums in Wien und reiste von 1836 bis 1862 meist in den Orient (Syrien, Ägypten, Sudan, Kleinasien und Persien) und sammelte dort ausgiebig Pflanzen (über 300.000 Exemplare). Er gilt als Begründer der österreichischen Orientforschung (Burkhardt 2018).
 

Centaurea macrocephala

Die Großkörbige Flockenblume, Centaurea macrocephala, stammt aus Anatolien und dem Kaukasus-Gebiet und wird als Zierstaude kultiviert. Nach Mitteleuropa kam die Pflanze 1802 durch den russischen Geologen Graf Mussin-Puschkin, der die Pflanze Carl Ludwig Willdenow, dem Leiter des Botanischen Gartens Berlin schickte (Krausch 2003)
Selten tritt sie verwildert oder verschleppt auf, so bei Himmelstadt, Münnerstadt, Grettstadt und Bamberg in Bayern (Meierott 2008, Meierott & al. 2024), 1910 und 1914 in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2023) und Weimar in Thüringen (Breitfeld & al. 2021). 2023 in einem etablierten Bestand in einer hochrasigen Wiese bei Pfaffetschlag im Böhmerwald in Oberösterreich (Nadler 2023). Eine ehemalige Nennung für Nordtirol ist irrig (Pagitz & al. 2023). 2018 in Graun im Obervinschgau in Südtirol in 3 blühenden Pflanzen auf einer kiesigen Böschung aufgefunden (Wilhalm & al. 2018)
Subspontan u.a. auch 1988 und 2012 in Belgien (Verloove 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), 1982 in Schweden (Seebens & al. 2017) und in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Centaurea margaritacea

In der südlichen Ukraine ist die Blassgelbe Flockenblume, Centaurea margaritacea, beheimatet. Sie spielt in der heimischen Gartengestaltung keine Rolle und wird für 1904 adventiv im Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg angegeben (Höck 1910). Ein Fund in Sachsen-Anhalt wird in der Florenliste von Deutschland (Hand & Thieme 2023) als falsch geführt, der Fund aus Baden-Württemberg gar nicht.
 

Centaurea melitensis

Im Mittelmeergebiet ist die Malteser Flockenblume, Centaurea melitensis, beheimatet, die im Gebiet nur ganz selten und vor allem früher verschleppt gefunden wurde, so 1933 am Güterbahnhof Heilbronn, 1933 am Güterbahnhof Herbertingen und Mühlau bei Mannheim in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1996, Lutz 1910, Hand & Thieme 2023), ehemals am Münchner Südbahnhof und 1999 im Hafen von Bamberg in Bayern (Vollmann 1914, Meierott 2008, Meierott & al. 2024), ehemals in Berlin (Seitz & al. 2012), Brandenburg (Hand & Thieme 2023), 1877 bei Bremen (Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2023), 1922 in Hamburg-Altona (Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2023), 1912 im Hafen von Frankfurt am Main in Hessen (Gregor & al. 2012), Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), Zittau und bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006), ehemals in Thüringen (Zündorf & al. 2006), 1917 in Aarau im Kanton Aargau, 1964 und 1967 im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973), 1918 in Luzern und Solothurn (Thellung 1919, Wagenitz 1987) und 1902 am Sihlquai in Zürich (Wohlgemuth & al. 2020). Subspontan u.a. 1880 auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), 1909 in Schweden (Seebens & al. 2017), 1848 in Belgien (Verloove 2021), 1877 in Irland (Seebens & al. 2017), 1928 in Polen (Seebens & al. 2017) und 1901 in Tschechien (Pyšek & al. 2012)
Centaurea melitensis verbreitete sich im 18. und 19. Jahrhundert, während der Zeit der Kolonisation durch Spanien und Portugal, fast weltweit, so etwa mit Schiffsballast, Schafswolle und im Zuge von Getreidelieferungen. Aus den USA ist sie seit spätestens dem Jahr 1793 belegt, wo sie in Kalifornien erstmals gefunden wurde. Zur etwa gleichen Zeit erreichte die Malteser Flockenblume auch Südamerika, Hawaii, Australien und Neuseeland.
 

Centaurea napifolia

Im westlichen und zentralen Mittelmeergebiet ist die Geflügelte Flockenblume, Centaurea napifolia, beheimatet. Eingeschleppt im Gebiet wird sie für Dresden-Strehlen in Sachsen (Wobst 1881) und 1915 und 1916 für Solothurn angegeben (Hegi 1929). Die Angabe von Fiedler (1944) von der Mitteldeutschen Großmarkthalle Leipzig findet hier keinen Eingang, weil es sich bei den Funden um Pflanzenteile im Verpackungsmaterial gehandelt hat. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2022) nicht geführt.
 

Centaurea orientalis

Von Serbien und Moldawien bis Georgien ist die Östliche Flockenblume, Centaurea orientalis, beheimatet. Sie wird seit 1759 sehr selten als Zierstaude genutzt (Jäger & al. 2008). Subspontan wird sie angegeben 1884 für Mannheim-Mühlau in Baden-Württemberg (Lutz 1910, Hand & Thieme 2023), ehemals Südbahnhof und am Ostbahnhof München in Bayern (Vollmann 1914, Meierott & al. 2024), Bremen (Bitter 1894, Hand & Thieme 2023), Niedersachsen (Hassler & Muer 2022), Ürdingen und Krehfeld in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023), Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Vollmann 1914, Hand & Thieme 2023), 1881 bei Wettingen im Aargau (Hegi 1929) und ehemals bei Orbe im Kanton Waadt (Wagenitz 1987). Subspontan u.a. auch 1893 in Belgien (Verloove 2021, Seebens & al. 2017), in Italien (Galasso & al. 2024), 1965 in Polen (Seebens & al. 2017) und 1893 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017).
 

Centaurea ornata

Auf der Iberischen Halbinsel endemisch ist die Bläuliche Flockenblume, Centaurea ornata (Syn.: C. caerulescens). Sie wird als ehemals verschleppt am Südbahnhof München in Bayern angegeben (Hegi 1929, Hand & Thieme 2023). Der unbelegte Fund ist laut Flora von Bayern (Meierott & al. 2024) unsicher.
 

Centaurea ovina

Im Kaukasusgebiet ist die Pallas-Flockenblume, Centaurea ovina, beheimatet. Im Gebiet subspontan angegeben ehemals in der Tegeler Straße Berlin (Ascherson 1900, Hand & Thieme 2023), 1899 und 1900 bei Rüdersdorf in Brandenburg (Ascherson 1900, Hand & Thieme 2023) und 1912 im Hafen Krefeld in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023).
 

Centaurea pallescens

Von Ägypten bis Jemen und Syrien ist die Bleiche Flockenblume, Centaurea pallescens, beheimatet. Sie wird ehemals verschleppt bei Rüdersdorf in Brandenburg angegeben (Hegi 1929). Die Art findet in der Florenliste von Deutschland (Hand & Thieme 2023) keinen Eingang.  Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012).
 

Centaurea parlatoris

Zu Ehren des italienischen Botanikers und Arztes Filippo Parlatore (1816−1877) ist die auf Sizilien endemische Parlatore-Flockenblume, Centaurea parlatoris, benannt. Parlatore war Professor der Anatomie in Palermo, dann Professor der Botanik und Direktor des Botanischen Gartens in Florenz (Burkhardt 2018). Die Art ist im Gebiet 1910 für Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz eingeschleppt angegeben (Hegi 1929, Hand & Thieme 2023).
 

Centauera patula

Die Ausladende Flockenblume, Centauera patula, ist in der Türkei heimisch und wird für das Gebiet 1937 auf Schutt in Coswig angegeben (Huber-Morath 1962). Die Art findet in der Florenliste von Deutschland (Hand & Thieme 2023) keinen Eingang.
 

Centaurea pinardii

Im östlichen Mittelmeerraum ist die Pinard-Kornblume, Centaurea pinardii (Syn.: Cyanus pinardii), beheimatet. Benannt nach dem französischen Botaniker C. Pinard, der in Syrien, Ägypten, Israel und der Türkei um 1843 forschte. Angegeben für Mannheim in Baden-Württemberg (Hegi 1929, Hand & Thieme 2023), München in Bayern (Lippert & Meierott 2018), 1893 für Bremen (Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2023), 1905 und 1906 für Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2023) und für Orbe in der Waadt (Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2020). Der unbelegte bayrische Fund ist laut Flora von Bayern (Meierott & al. 2024) unsicher, ebenso die anderen Fundangaben (Wagenitz 1987).
 
 

Centaurea ×psammogena

Die Sandbürtige Flockenblume, Centaurea ×psammogena, ist eine Hybride aus der südosteuropäisch-südwestasiatischen Sparrigen Flockenblume, Centaurea diffusa, mit der heimischen Rispen-Flockenblume, C. stoebe. Sie ist fertil, variabel und kommt teilweise ohne die Elternarten oder zusammen mit nur einer Elternart vor. 
Gefunden worden u.a. in Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2023), 2015 im aufgelassenen Bahngelände Würzburg-Nürnberger Straße in Bayern (Meierott & al. 2024 sub C. ×simonescui), Berlin (Hand & Thieme 2023), Brandenburg (Hassler & Muer 2022), Kostheim in Hessen (Streitz 2005), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), Sachsen (Hand & Thieme 2023), bei Teutschenthal, Asendorf, Etzdorf, bei Morl und Halle in Sachsen-Anhalt (John & Zenker 1996, Hand & Thieme 2023), 1996 im Naturschutzgebiet Sonnenstein in Thüringen (Ochsmann 1998), 1992 in einer Sandgrube bei Tattendorf in Niederösterreich (Melzer & Barta 2001), Linz in Oberösterreich (Hohla & al. 2002) und beim Arsenal in Wien (Melzer & Barta 2005). In Linz am Rangierbahnhof über Jahrzehnte vorkommend (Hohla & al. 2002). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1918 (Neumayer 1922, Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. seit 2006 auch in Belgien (Verloove 2021) und in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Centaurea rupestris

In Südeuropa von Italien bis Bosnien-Herzegowina ist die Felsen-Flockenblume, Centaurea rupestris, beheimatet. 
Sie konnte 1817 und 1820 an der Schweinstratte der Mur in Graz in der Steiermark (Hegi 1929, Glaser & al. 2025) und ehemals im Etschtal in Südtirol (FloraFaunaSüdtirol 2023) subspontan gefunden werden. Die Hybride mit C. scabiosa subsp. fritschii wird für den Münchner Ostbahnhof angegeben (Hegi 1929 sub Centaurea sordida).
 

Centaurea sicula

Im westlichen Mittelmeerraum ist die Sizilianische Flockenblume, Centaurea sicula (inkl. C. nicaeensis) beheimatet. Subspontan angegeben für den Südbahnhof München in Bayern (Kreuzpointer 1877, Hand & Thieme 2023) und 1927 für den Düsseldorfer Hafen und 1930 den Hafen Köln-Deutz in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hupke 1934). Eine Fundangabe für Sachsen-Anhalt ist laut deutscher Florenliste (Hand & Thieme 2023) irrig. Der unbelegte bayrische Fund ist laut Flora von Bayern (Meierott & al. 2024) unsicher.
 

Centaurea solstitialis

Die Sonnwend-Flockenblume, Centaurea solstitialis, ist in 6 Unterarten im Mittelmeerraum und in Südwest-Asien beheimatet. Sie ist seit spätestens 1830 aus dem Gebiet bekannt und wurde besonders häufig zwischen 1850 und 1920 mit Luzerne- und Kleesaat eingeschleppt und streckenweise eingebürgert. Durch die Aufgabe der Dreifelderwirtschaft und zunehmend reinerem Saatgut geht die Art im Gebiet zurück und tritt nur mehr sehr vereinzelt auf (Wagenitz 1987)
In Deutschland früher häufiger verschleppt und streckenweise eingebürgert. In Baden-Württemberg 1981 am Rußheimer Altrhein, 1975 in Marbach, 1980 in Stuttgart und ebenfalls 1980 Geislingen (Sebald & al. 1996), 2017 am Ackerrand bai Nassach, 2015 am Staffelberg bei Loffeld, bei Langenzenn, 2002 hinter dem Dampflokmuseum Neuenmarkt bei Kulmbach, 2018 bei Rödelsee, Kaufbeuren, 1988 in einem Pflastersteinhaufen in Winterhafen Regensburg, Untermaiselstein und zwischen Wiedmar und Zell in Bayern (Meierott 2008, Dörr & Lippert 2004, Meierott & al. 2024), Berlin (Hand & Thieme 2023), in der Prignitz Brandenburgs (Fischer 2017), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Frankfurt-Osthafen in Hessen (Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2023), Groß-Werzin und Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), Trier und bei Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Hand & al. 2016, Schäfer 1965), Leipzig und Kleinzschachwitz bei Dresden in Sachsen (Gutte 2006, Hardtke & al. 2013), 1988 bei Brachwitz und 2021 in Bennstedt Richtung Köllme in Sachsen-Anhalt (John & Stolle 2021), Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) und früher bei Oberroßla, Niedertrebra, Erfurt und Ronneburg in Thüringen (Peterlein 2024, Zündorf & al. 2006). Gegenwärtig sehr selten.
In Österreich unbeständige Wanderpflanze, so bei Apetlon und Gols im Burgenland (Raabe 2015, Hacker 2024), Haugsdorf, Stetteldorf, Neuaigen, 2019 in Tribuswinkel, 2019 in Traiskirchen und 2020 Ebreichsdorf in Niederösterreich (Bauer 2011, Sauberer 2019, Sauberer & al. 2020, Sauberer & Mrkvicka 2023), ehemals Aspach, Neuhofen im Innkreis und Tumeltsham in Oberösterreich (Hohla 2022), im Pongau in Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013), ehemals an der Böschung der Mur in Graz in der Steiermark (Melzer 1953, Glaser & al. 2025), Innsbruck und Zirl in Nordtirol (Polatschek 1997, Glaser & al. 2025), Bregenz und Doren in Vorarlberg (Dörr & Lippert 2004) und am Bahnhof Floridsdorf, Laaerberg, Hafen Albern und Hetzendorf in Wien (Adler & Mrkvicka 2003). Ende des 19. Jahrhunderts im östlichen Niederösterreich und im nördlichen Burgenland vielfach und lokal eingebürgert, ab dem 20. Jahrhundert zusehends selten (Janchen 1977). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1846 (Glaser & al. 2025). In Südtirol ehemals mehrfach im Eisacktal (Naturmuseum Südtirol 2018).
Auch in der Schweiz früher häufiger, gegenwärtig sehr vereinzelt und unbeständig. Ehemals im Aargau (Infoflora 2024, Welten & Sutter 1982), 1861 am Ergolzufer bei Sissach, 1899 in Geltenkinden, 1926 bei Niederschönthal und 1949 bei Läufelingen im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018), in den Kantonen Bern, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Schaffhausen, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Waadt, Wallis, Zug und Zürich (Infoflora 2024, Welten & Sutter 1982). Im Kanton Zürich um 1900 vor allem in und um Zürich-Stadt, in Winterthur, Marthalen und Rheinau. Der letzte Beleg hier stammt aus dem Jahr 1982 von Winterthur (Wohlgemuth & al. 2020).
Subspontan weiters u.a. (seit) 1824 in Belgien (Verloove 2021), 1868 in Estland (Seebens & al. 2017), 1821 in Irland (Seebens & al. 2017), 1883 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), 1866 in Schweden (Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), 1823 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und 1791 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012). In den USA seit spätestens 1869 eingeschleppt und vor allem in Kalifornien invasiv, wo etwa 6,9 Millionen Hektar Land befallen sind (CABI 2021).

 

Centaurea spectabilis

Im weiten Kaukasus-Gebiet ist die Ansehnliche Flockenblume, Centaurea spectabilis, beheimatet. Adventiv wird sie für das Gebiet 1907 im Ludwigshafener Hafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913) und 1955 und 1956 bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006) angegeben. Die Art findet in der Florenliste von Deutschland (Hand & Thieme 2023) keinen Eingang.
 

Centaurea stereophylla

In Ost- und Südosteuropa von Serbien und Griechenland bis Moldawien und in die Ukraine ist die Starrblättrige Flockenblume, Centaurea stereophylla, beheimatet. Im Gebiet ehemals angegeben für Thüringen und ursprünglich als C. rumelica bestimmt (Zündorf & al. 2006).
 

Centaurea tenorei

In Zentralitalien endemisch ist die Tenore-Flockenblume, Centaurea tenorei. Benannt ist sie nach dem italienischen Botaniker und Arzt Michele Tenore (1780−1861), Professor der Botanik an der Universität und Direktor des Botanischen Garten in Neapel, der vor allem in den Abruzzen forschte. Im Gebiet ehemals adventiv angegeben für Erfurt-Ilversgehofen in Thüringen (Höck 1902, Hand & Thieme 2023).
 

Centaurea trichocephala

Westasiatisch ist die Haarköpfige Flockenblume, Centaurea trichocephala, die 1889 für Mannheim-Mühlheim in Baden-Württemberg (Lutz 1910, Hand & Thieme 2023), 1910 bis 1916 für den Hafen Homberg in Hessen (Bonte 1930), für Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023), 1929 für den Bahnhof Arneburg in Sachsen-Anhalt (Melchior 1930) und für Thüringen (Hand & Thieme 2023) angegeben wird, vermutlich mit Grünland-Saatgut eingeschleppt (Hassler & Muer 2022). Die Art ist in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1996) nicht angegeben. In Thüringen am Roten Berg nördlich von Erfurt seit mindestens Mitte der 1990er-Jahre beständig (Zündorf & al. 2006).
 

Centaurea triniifolia

In Südost-Europa ist die Faserschirmblättrige Flockenblume, Centaurea triniifolia, beheimatet. Adventiv wird sie 1917 für Erfurt-Ilversgehofen in Thüringen angegeben (Reinecke 1919). Die Art findet in der Florenliste von Deutschland (Hand & Thieme 2023) keinen Eingang.
 

Centaurea ustulata

Im Iran ist die Brand-Flockenblume, Centaurea ustulata, beheimatet. Sie wird für 1866 am Rheindamm bei Karlsruhe-Daxlanden in Baden-Württemberg angegeben (Kneucker 1888). Die Art findet in der Florenliste von Deutschland (Hand & Thieme 2023) keinen Eingang.
 

Centaurea verutum

Im Nahen Osten von Syrien bis Israel ist die Verutum-Flockenblume, Centaurea verutum, beheimatet. Im Gebiet 1914 für Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz angegeben (Hegi 1929, Hand & Thieme 2023).
 

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