Callianthe

Schönmalve, Malvengewächs, Malvaceae

Gattung:

Callianthe umfasst etwa 50 Arten (Kew 2024) in Mittel- und Südamerika.
 

Callianthe megapotamica

Rio-Grande-Schönmalve,
Callianthe megapotamica
(Syn.: Abutilon megapotamicum)  
Malvengewächs, Malvaceae

 

Steckbrief:

Bis 1,5 m hoher Strauch mit kahlen, kletternden oder niederliegenden Sprossachsen und herzförmig-lanzettlichen, bis 8 cm langen, gelegentlich 3-lappigen, am Rand gezähnten Blättern. Blüten einzeln in den Blattachseln, hängend, mit etwa 2,5 cm langen Stielen. Kelch leuchtend rot, bis 2,5 cm lang, röhrenförmig und geflügelt. Kronblätter bis 4 cm lang, gelb, im vollerblühten Zustand aus dem Kelch herausragend. Staubfäden gebündelt, schlegelförmig aus der Krone herausstehend. Blütezeit Juni bis August.
 

Heimat:

In der Provinz Rio Grande do Sul in Brasilien.
 

Nutzung:

Zierpflanze. Im Gebiet vor allem als Kübelpflanze, in sehr geschützten Lagen auch fürs Freie. Frostschäden treten ab etwa −9°C auf. Zurückgefrorene Pflanzen treiben meist im kommenden Frühjahr aus dem Rhizom wieder aus.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND: ---
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: Sehr vereinzelt, so in den Kantonen Bern, Genf, Wallis und Zürich (Infoflora 2024). Bei den Schweizer Fundangaben dürfte es sich um kultivierte Pflanzen handeln. In Infoflora (2024) findet sich unter Indigenat: „Kultivierte Pflanze ohne Tendenz zur Verwilderung“.

 
Weitere Art:

Callianthe picta

Die Bunte Samtpappel, Callianthe picta (Syn.: Callianthe striata, Abutilon pictum, A. striatum), ist in Südamerika beheimatet und wird bei uns als „Schönmalve“ kultiviert. In Europa seit spätestens 1837 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008).
Subspontan wird sie 2017 für Frankfurt-Heddernheim in Hessen angegeben (Breitfeld 2021, Hand & Thieme 2023). Bei dem Fund in Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913, Hand & Thieme 2023) handelte es sich um ein subspontanes Vorkommen in einem Privatgarten, das hier nicht als Verwilderung anerkannt wird.
 

Quellen

Breitfeld M. (2021): Flora der Westabdachung des Erzgebirges – Die Pflanzenwelt zwischen Adorf, Markneukirchen, Schöneck und Klingenthal. 294 S.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Infoflora (2024): Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora – https://www.infoflora.ch/de/



Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Kew (2024): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.