Cakile

Meersenf, Kreuzblütler, Brassicaceae

Gattung:

Cakile umfasst etwa 7 Arten in Eurasien, Amerika und Nordafrika (Kew 2022) mit Verbreitungsschwerpunkt im südlichen Nordamerika.
 

Cakile lanceolata

Lanzenblättriger Meersenf,
Cakile lanceolata  
Kreuzblütler, Brassicaceae

 

Steckbrief:

10−60 cm lange Einjährige mit dicklichen, etwas sukkulenten Blättern. Spreiten lanzettlich, mit seicht gezähnten bis eichenartig gebuchten Blatträndern. Kronblätter weiß bis helllila, rechteckig, mit leicht ausgerandetem Ende. Früchte zweigliedrig mit verjüngtem Schnabel. Blütezeit Juni bis August.
 

Heimat:

Von den Küsten Südfloridas über Mittelamerika und die Karibik bis nach Kolumbien.
 

Nutzung:

Keine, die Pflanze wird aber als Wildgemüse genutzt.
 

Ausbreitung:

Ehemals vor allem als Luzerneunkraut unbeständig aufgetreten.
DEUTSCHLAND:
1895 für die Tegeler Straße in Berlin angegeben (Schulz 1896), 1899 für Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern (Krause 1901), 1912 für Hildesheim-Sorsum in Niedersachsen (Höck 1914), Magdeburg in Sachsen-Anhalt (Schube & Dalla Torre 1900) und für Nordhausen-Krimderode in Thüringen (Brandes 1900). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht angegeben.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Cakile edentula

Der Amerikanische Meersenf, Cakile edentula, ist an den Küsten und Dünen des östlichen Nordamerikas, aber auch im Innenland beheimatet. Die Pflanze wird als Wildgemüse genutzt. Cakile edentula gab Poeverlein (1906) mit Bezug auf F. Zimmermann bei den Lagerhäusern Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz für die Jahre 1903−1905 an. Bei Zimmermann (1907) findet sich ein entsprechender Hinweis aber nicht. Vollmann (1914) übernahm Poeverleins Angabe (Mazomeit 1995). Auch in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) wird die Art für Rheinland-Pfalz angegeben. Wahrscheinlich beziehen sich alle Meldungen auf die fragwürdige von Poeverlein (1906).  
 

Quellen

Brandes W. (1900): Neue Beiträge und Veränderungen zur Flora der Provinz Hannover – Jahresbericht der Naturhistorischen Gesellschaft zu Hannover 48/49: 127-200.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Höck F. (1914): Ergänzungen zu meinen Arbeiten über Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 32: 71-110.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Krause E. H. L. (1901): J. Sturm´s Flora von Deutschland. 5. Band. 2. Auflage. Lutz, Stuttgart, 228 S.

Mazomeit J. (1995): Zur Adventivflora (seit 1850) von Ludwigshafen am Rhein – mit besonderer Berücksichtigung der Einbürgerungsgeschichte der Neophyten – Mitt. Pollichia 82: 157–246.



Poeverlein H. (1906): Beiträge zur Flora der bayerischen Pfalz. - Mitt. bayer. bot. Ges., 1: 497-501 u. 524-529, München.

Schube T. & K.W.V. Dalla Torre (1900): Bericht der Commission für die Flora von Deutschland 1896-1898. I. Phanerogamen – Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft 18: 3-72.

Schulz (1896): Adventivpflanzen aus der Berliner Flora – Verhandlungen des Botanischen Vereins für die Provinz Brandenburg 38: XLV-IL.

Vollmann F. (1914): Flora von Bayern – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 840 S.

Zimmermann F. (1907): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Mannheim, 171 S.