Bothriochloa barbinodis
Wimperknoten-Bartgras,
Bothriochloa barbinodis
Süßgras, Poaceae
Steckbrief:
60−120 cm hohe Ausdauernde mit knotigen Halmen und blaugrünen, 20−30 cm langen Blättern. Fruchtbare Ährchen mit einer bis zu 3,5 cm langen, gedrehten Granne, sterile Ährchen kleiner, grannenlos. Blütezeit Juli bis September.
Verwechslungsmöglichkeit: Die Art ähnelt dem heimischen Bothriochloa ischaemum, ist aber hochwüchsiger (bis über 1 m hoch), hat bewimperte Knoten (bei B. ischaemum kahl), in den Ährchenpaaren ist das gestielte Ährchen deutlich kürzer als das sitzende (bei B. ischaemum sind beide etwa gleich groß).
Heimat:
Süd-, Mittel- und Nordamerika.
Nutzung:
Keine. In ihrer Heimat dient die dürretolerante Art als gutes Futtergras für Weidetiere und zum Wiederbegrünen von gerodetem Land. Es ist auch eine Zeigerpflanze für falsche Weidelandbewirtschaftung, da es eine der ersten Arten ist, die bei einer Überweidung verschwinden.
Ausbreitung:
Das aus dem subtropischen Amerika stammende Wimperknoten-Bartgras ist seit den 1990er-Jahren als Neophyt in Südfrankreich bekannt und findet sich dort an Wegrändern, in Brachen und auf Äckern. Seit etwa 2005 breitet sich die Art rasant nach Norden aus. Patrice Prunier konnte das Gras 2018 beim Autobahnkreuz Perly im Kanton Genf beobachten. Es ist zu erwarten, dass es sich entlang der Verkehrsachsen nach Osten weiterverbreiten wird (Eggenberg & al. 2020).
DEUTSCHLAND:
Bisher in Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
Mehrfach um den Genfer See in den Kantonen Waadt und Genf (Infoflora 2023).