Boltonia

Sternwolkenaster, Korbblütler, Asteraceae

Gattung:

Boltonia umfasst etwa 6 nordamerikanische Arten (Kew 2022), wobei die nordamerikanisch-ostasitische B. lautureana (= Aster lautureanus) von manchen Taxonomen zu Boltonia und anderen zu Aster gerechnet wird.
 

Boltonia asterioides 

Sternwolkenaster,
Boltonia asterioides  
Korbblütler, Asteraceae

 

Steckbrief:

Bis 120 cm hohe Staude mit aufrechten, kahlen Blütentrieben und lanzettlichen, dunkelgrünen Blättern. Blütenkörbe zahlreich, klein, mit grüngelben Röhrenblüten und weißen Zungenblüten, die blau oder rosa angehaucht sein können. Blütezeit September bis Oktober.
Verwechslungsmöglichkeit: Das ähnliche Einjährige Berufkraut, Erigeron annuus, wächst ein- bis zweijährig, die Rispen-Herbstaster, Symphyotrichum lanceolatum, hat schmälere, lang zugespitzte Laubblätter.
 

Name:

Benannt zu Ehren des englischen Naturforschers und Illustrators James Bolton (1735−1799). Bolton gab Werke mit selbst gestochenen und handkolorierten Abbildungen über britische Farne, Pilze und Singvögel heraus. Der treffliche deutsche Name stammt vom Staudenmeister Karl Foerster.
 

Heimat:

In den 3 Varietäten asterioides, latisquama und recognita in Nordamerika.
 

Nutzung:

Als Zierstaude, meist wird die Sorte `Snowbank´ kultiviert. `Nana´ erreicht höchstens 80 cm Wuchshöhe.
 

Ausbreitung:

In Europa seit spätestens 1879 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008). Breitet sich generativ und vegetativ durch Stolonen, die knapp unterhalb der Bodenoberfläche verlaufen, aus.
DEUTSCHLAND:
1910 am Neckar bei Heidelberg-Wieblingen in Baden-Württemberg (Höck 1914, Hand & Thieme 2023) und für Sachsen-Anhalt (Hassler & Muer 2022) angegeben.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
1907 für Küsnacht bei Zürich (Thellung 1913) angegeben.
ANDERE LÄNDER:
U.a. subspontan auch in Spanien (Verloove & Gullón 2012) und in den Niederlanden (FLORON 2021).

 
 

Quellen

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hassler M. & T. Muer (2022): Flora Germanica. Bildatlas der deutschen Flora. Mit Artbeschreibungen von Thomas Meyer. Unter Mitarbeit zahlreicher Spezialisten und Revisoren. - Band 1 und Band 2, zus. 1712 S., Ubstadt-Weiher.

Höck F. (1914): Ergänzungen zu meinen Arbeiten über Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 32: 71-110.



Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science2

Thellung A. (1913): Die in Mitteleuropa kultivierten und verwilderten Aster- und Helianthusarten nebst einem Schlüssel zur Bestimmung derselben. – Allgemeine botanische Zeitschrift für Systematik, Floristik, Pflanzengeographie – 19: 101 - 112.

Verloove F. & Gullón E. S. (2012): New records of interesting vascular plants (mainly xenophytes) in the Iberian Peninsula. II - Fl. Medit. 22: 5-24.