Atriplex

Melde, Amarantgewächs, Amaranthaceae

Gattung:

Atriplex umfasst, inkl. Halimione, Obione und Pterochiton, etwa 247 Arten (Kew 2022), die fast weltweit vom subtropischen bis subarktischen Gebiet vorkommen. Australien, Amerika und Eurasien beheimaten die meisten Arten. Viele sind als Halophyten an trockene Lebensräume mit salzigen Böden angepasst. Die generischen Grenzen innerhalb der Gattung sind seit langem unklar. Halimione und Obione unterscheiden sich kaum von Atriplex s.str. Sie werden von neueren Taxonomen oft in Atriplex inkludiert. Kadereit & al. (2010) sind allerdings der Meinung, dass Halimione nicht in Atriplex eingeschlossen werden sollte (Verloove 2021).
 

Atriplex micrantha

Verschiedensamige Melde,
Atriplex micrantha
(Syn.: A. heterosperma)  
Amarantgewächs, Amaranthaceae

 

Steckbrief:

Bis etwa 2 m hohe Einjährige. Die unteren Äste aufrecht abstehend, v.a. die unteren Blätter buchtig gezähnt, mit dem Stiel bis 15 cm lang, die größte Spießecke an den Blattspreiten der 2. oder 3. Blätter von unten. Junge Blätter stark grau mehlig. Knäuel 8−14-blütig. Vorblätter eiförmig, ganzrandig, am Grund nicht verwachsen. Blütezeit August bis September.
Verwechslungsmöglichkeit: Bei der Glanz-Melde, Atriplex sagittata, ist die größte Spießecke an den Blattspreiten der 3. bis 5. Blätter von unten.
 

Heimat:

Osteuropäisch-westasiatische Art der Steppen von der Ukraine bis Turkestan und in den Iran. Sie kann sowohl in kalten Gebieten mit monatelangem Dauerfrost als auch in heißen, frostfreien Regionen gedeihen.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

Nach Mitteleuropa wurde die salzverträgliche Art vermutlich mit Getreidelieferungen aus Russland unabsichtlich eingeschleppt. 1906 wurde sie im Rheinhafen von Straßburg gesichtet, 1934 dann erstmals im heutigen Deutschland (Feder 2022). Von dort aus hat sie sich entlang der Wasser- und Verkehrswege stark ausgebreitet, vor allem entlang von Autobahnen. Sie findet aber auch auf Rückstandshalden etwa der Kaliindustrie zusagende Bedingungen und besiedelt auch andere Ruderalstandorte wie Schuttstellen und Deponien. Von der Autobahn aus greift die Art in Industriebrachen und auf Lärmschutzwälle über, ist dort aber nicht so häufig wie am Straßenrand. Besonders nach Baumaßnahmen, die größerflächige Rohbodensituationen erzeugen, kommt es zu einem vorübergehenden explosionsartigen Ausbreitung, nach Schließen der Vegetationsdecke, zum Teil mit Hilfe von Begrünungsmaßnahmen, geht die Art wieder auf ihr Randstreifenhabitat zurück (Wittmann & al. 2020).
Die Art bildet zweierlei Samen aus: Dünnschalige, braune Samen, die sofort keimfähig sind und dickschalige Samen, die erst ab dem zweiten Jahr keimen und so ungünstige Bedingungen überdauern können (Wohlgemuth & al. 2020). Wie viele Melden-Arten kann A. micrantha mit den kurzgestielten Blasenhaaren Salz ausscheiden, was ihr an Standorten wie Straßenrändern erhebliche Vorteile bringt.
 
DEUTSCHLAND:
Erste Fundmeldungen stammen von 1934 vom Oberrheingebiet (Meierott 2008, Barthel & Pusch 1999). Gegenwärtig weit verbreitet und weiter zunehmend (Belde & al. 1995, Schnedler & Bönsel 1989, Schnedler & Bönsel 1990). Nur im Nordosten noch zurücktretend. Auch an Flussufern wachsend, so an Rhein, Main und Elbe (Feder 2022). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1988 an der Raststätte Haidt bei Kitzingen (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
In allen Bundesländern, noch nicht in Osttirol (Glaser & al. 2025) und sich weiter ausbreitend. 1986 erstmals von Melzer (1986) aus dem Seewinkel im Burgenland angegeben. Dieser vermeintliche österreichische und burgenländische Erstfund von A. micran­tha wurde von Melzer als A. heterosperma publiziert, musste aber später zu A. nitens revidiert werden (Hohla & Melzer 2003). Es folgen Angaben aus Niederösterreich (Melzer & Barta 1997), Oberösterreich (Hohla 2001), für 1996 aus Salzburg (Wittmann & al. 2020), der Steiermark (Melzer 2000), Wien (Melzer & Barta 2000) usw.
SCHWEIZ:
2010 zum ersten Mal gemeldet, 2017 mit bereits 260 Fundmeldungen (Buholzer & al. 2017). Vor allem im Mittelland und im Rhonetal verbreitet und sich in weiterer Ausbreitung befindend (Buholzer & al. 2017, Infoflora 2023). Im Kanton Zürich nur aus Opfikon bekannt (Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021), Spanien (Jalas & Suominen 1980), Italien (Galasso & al. 2024), Schweden (Hegi 1979), England (Hegi 1979), seit 1957 in Belgien (Verloove 2021), Großbritannien (Clement & Foster 1994), seit 1962 in Estland (Seebens & al. 2017), seit 1980 in Lettland (Seebens & al. 2017), seit 1972 in Polen (Seebens & al. 2017), seit 1967 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1998 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).

 
Weitere Arten:

Atriplex acutibractea

Im südlichen Australien ist die Spitzbrakteen-Melde, Atriplex acutibractea, beheimatet. Für das Gebiet wird sie einmal 1935 auf Wollschutt bei Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen angegeben (Probst 1949, Hand & Thieme 2023).
 

Atriplex acutiloba

Aus Australien stammt die Spitzlappige Melde, Atriplex acutiloba, die 1923 mit Wolle eingeschleppt für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen angegeben wird (Probst 1949, Hand & Thieme 2023).
 

Atriplex angulata

Aus Australien stammt auch die Kantige Melde, Atriplex angulata, die ehemals mit Wolle eingeschleppt für Baden-Württemberg (Hassler & Muer 2022), 1922 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930) und 1929 für Derendingen in Solothurn (Hegi 1979) angegeben wird.
 

Atriplex arenicola

In Argentinien ist die Pampa-Melde, Atriplex arenicola, ursprünglich. Sie wird als mit Wolle und Futtermittel eingeschleppt angegeben, so Settin bei Crivitz in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005, Hand & Thieme 2024), mehrfach in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Hegi 1979), 1937 bei Cossmannsdorf in Sachsen (Hegi 1979) und 1917 und 1918 bei Derendingen in Solothurn (Hegi 1979). Subspontan auch in Schweden (Hegi 1979). Manche Taxonomen und Institutionen (z.B. Kew 2023) inkludieren die Sippe innerhalb der indigenen A. rosea.
 

Atriplex argentea

Die Silbriggraue Melde, Atriplex argentea, ist im zentralen und westlichen Nordamerika beheimatet und wird für das Gebiet 1917 am Areal der Badischen Lagerhäuser in Basel angegeben (Hegi 1979).
 

Atriplex aucheri

Die osteuropäisch-zentralasiatische Aucher-Melde, Atriplex aucheri, wahrscheinlich Ausgangsart der Garten-Melde, A. hortensis, wird für das Gebiet sehr selten subspontan angegeben, so 1960 für die Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Hegi 1979, Gutte 2006)
Die Art ist zu Ehren des französischen Botanikers, Apothekers und Naturforschers Rémi Aucher-Éloy (1792−1838) benannt, von dem das Typusexemplar stammt. Aucher-Éloy hatte einen Buchladen und eine Druckerei in Blois und Paris und lebte ab 1830 in Istanbul. Auf ausgedehnten Reisen sammelte er im Orient Pflanzen, die er an das Muséum national d'Histoire naturelle in Paris verkaufte (Burkhardt 2018). A. aucheri ist eng verwandt mit der Garten-Melde, A. hortensis, und der Glanz-Melde, A. sagittata und wird möglicherweise häufig mit diesen verwechselt.
 

Atriplex australasica

Die Südaustralische Melde, Atriplex australasica, ist im Südosten Australiens beheimatet und wird für Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Atriplex canescens

Aus Nordamerika stammt die Weißgraue Melde, Atriplex canescens (Syn.: Pterochiton canescens), die für das Gebiet einmal bei Darmstadt in Hessen angegeben wird (Ascherson & Graebner 1919, Hand & Thieme 2024 sub Pterochiton canescens).
 

Atriplex centralasiatica

Ihre Herkunft verrät die salzertragende Zentralasiatische Melde, Atriplex centralasiatica (inkl. A. megalotheca) bereits in ihrem Namen. Sie wird 1954 für Wollschutt bei Leipzig und 1967 für Seehausen in Sachsen angegeben (Hegi 1979, Gutte 2006).
 

Atriplex cinerea

Aus Australien stammt die bis 5 m hohe, strauchige Aschgraue Melde, Atriplex cinerea, die ehemals mit Wolle eingeschleppt für Derendingen im Kanton Solothurn angegeben wird (Hegi 1979).
 

Atriplex eardleyae

Aus Australien stammt die Eardley-Melde, Atriplex eardleyae, die ehemals mit Wolle eingeschleppt angegeben wird, so 1913, 1922 und 1923 in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023) und in Derendingen und Luterbach in Solothurn (Hegi 1979). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und Großbritannien (Clement & Foster 1994). Die Art ist zu Ehren der australischen Botanikerin Constance Margaret Eardley (1910−1978) benannt. Eardley beschäftigte sich mit den südaustralischen Torfmooren und der Sumpfvegetation, bevor sie sich auf Trockenzonenpflanzen und die Zytologie konzentrierte. Zu Eardleys Werken gehörte auch ein Katalog von Pflanzen der Simpson Desert Expedition von 1939 (JStor 2013).
 

Atriplex elachophylla

Aus Australien stammt die Schilfrige Melde, Atriplex elachophylla, die für 1923 mit Wolle in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen eingeschleppt angegeben wird (Probst 1949, Hand & Thieme 2023).
 

Atriplex holocarpa

Aus Halbwüsten Australiens stammt die Ganzfrüchtige Melde, Atriplex holocarpa, die für das Gebiet bei der Wollwäscherei Hannover-Döhren in Niedersachsen (Höck 1903) und für Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023) angegeben wird. Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).
 

Atriplex hortensis

Die Garten-Melde, Atriplex hortensis, ist nur aus der Kultur bekannt. Sie wird als Gemüse-, Arznei- und Färbepflanze genutzt, die purpurblättrige Form `Rubra´, die gelblättrige Form `Lutea´ und die Sorte `Cupreatorosea´ mit kupferfarbenen Blättern auch als Zierpflanze. Sie ist vermutlich aus der osteuropäisch-asiatischen Aucher-Melde, Atriplex aucheri, oder der heimischen Glänzenden Melde, A. sagittata, entstanden. Sie zählt zu den ältesten Kulturpflanzen, archäologische Funde lassen darauf schließen, dass sie bereits seit Jahrtausenden kultiviert wird. Nach Mittel- und Nordeuropa gelangte sie durch die Römer, wo sie im Mittelalter und in der Renaissance ein wichtiges Blattgemüse war, später aber vom Spinat verdrängt wurde (Körber-Grohne 1995). Die Garten-Melde kann zur Produktion von Biomasse angebaut werden. In Schweden wurden damit Erträge von 14 Tonnen pro Hektar erzielt, in südlicheren Gebieten sind höhere Erträge zu erwarten. Nach Extrahierung des Proteins aus den Blättern bleiben mehr als 13 Tonnen Biomasse als Nebenprodukt übrig, die zur Herstellung von Biokraftstoffen dienen können.
 
Erste aufgezeichnete subspontane Funde aus dem Gebiet sind seit etwa 1838 bekannt (Nobanis 2009). Sie findet sich im Gebiet vor allem auf Erdschüttungen, Deponien und Komposthaufen.
In Deutschland in allen Bundesländern verwildert oder verschleppt, so 1982 am Containerbahnhof Obertürkheim, 1979 in Schlichem, bei Eichenberg, Ravensburg, Stuttgart-Hohenheim, Esslingen-Hohenkreuz und Obermooweiler in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1990, Dörr & Lippert 2001, Smettan 2015, Beck 2016, Böcker & al. 2017), Steinfeld, Oberlauringen, Hofheim, Sennfeld, in Hindelang, zwischen Nonnenhorn und Wasserburg, bei Kaufering, Kronburg, Rothenstein, Obergünzburg, zwischen Engetried und Rohrhof und 2018 in Marktoberdorf in Bayern (Meierott 2008, Adler & al. 2017, Bauer 2018), mehrfach in Berlin (Seitz & al. 2012), Laaslich, Wittstock, Perleberg, Kyritz und Plänitz in Brandenburg (Fischer 2017), Hamburg (Poppendieck 2010), Wächtersbach in Hessen (Gregor & al. 2012), Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück-Quakenbrück und ehemals Goslar in Niedersachsen (Weber 1995, Bollmeier & al. 2004), Halle-Künsebeck, Rhöndorf, Bonn-Godesberg, Herne-Eickel, Dortmund-Deusen, Hofstede, Bochum-Dahlhausen und Dinslaken-Eppinghoven in Nordrhein-Westfalen (Lienenbecker 1980, Gorissen 2015, Jagel & Gausmann 2009, BBV 2010, BBV 2011, BBV 2019), Zweibrücken, 1989 in Friesenheim und 1992 bis 1993 in Ludwigshafen-Dhauner Straße in Rheinland-Pfalz (Vollmann 1914, Mazomeit 1995), Saarland (Hand & Thieme 2023), Chemnitz, Bautzen und 1989 Leipzig-Seehausen in Sachsen (Otto & al. 2011, Gutte 2006), Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023), Schulenburg und Kremperheide in Schleswig-Holstein (Jansen 1986) und Schönhagen, Abtbessingen, Gera, Gotha und Zürchau in Thüringen (Strumpf 1992, Zündorf & al. 2006). In Österreich sehr vereinzelt und unbeständig in allen Bundesländern bis auf Vorarlberg (Glaser & al. 2025), auch in Salzburg (Fritsch 1902), Osttirol (Polatschek & Neuner 2013) und Wien (Stöhr & al. 2012). Die Angabe für Osttirol ist allerdings irrig (Pagitz & al. 2023). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1838 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz sehr vereinzelt, so Itingen, Sissach und Liestal im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018). Im Kanton Zürich seit 1900 in der Stadt Zürich, Hardplatz und Örlikon, in Rüschlikon, Volketswil, Dietlikon und seit 2000 in Dietikon und bei Hirzel subspontan nachgewiesen (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020). Aus dem Tessin bisher nicht bekannt (Infoflora 2023)
Subspontan seit 1859 u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), seit 1850 in Norwegen (Seebens & al. 2017, Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1824 in Großbritannien (Clement & Foster 1994, Seebens & al. 2017), in Italien (Galasso & al. 2024), seit 1872 in Tschechien (Seebens & al. 2017, Pyšek & al. 2012) und in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Atriplex lasiantha

Von Anatolien bis Pakistan und Usbekistan ist die Behaartblütige Melde, Atriplex lasiantha, ursprünglich verbreitet. Im Gebiet ganz vereinzelt subspontan angegeben, so 1978 im Bahngelände Brüel in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005, Hand & Thieme 2023) und 1955 für die Großmühle im Hafen von Brake an der Weser in Niedersachsen (Hegi 1979). Außerdem u.a. in Schweden mit Getreide eingeführt beobachtet (Hegi 1979).
 

Atriplex leptocarpa

Aus Australien stammt die Zartfrüchtige Melde, Atriplex leptocarpa, die im Gebiet unbeständig 1895 für die Wollwäscherei Burg-Lesum bei Bremen (Hegi 1979), 1913 und 1922 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023), 1928, 1934 und 1937 für die Wollspinnerei Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), 1934 und 1938 für die Spinnerei Cossmannsdorf in Sachsen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023) und mehrfach für Derendingen in Solothurn (Hegi 1979) angegeben wird. Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).
 

Atriplex limbata

In großen Teilen Australiens ist die Gesäumte Melde, Atriplex limbata, ursprünglich. Sie wird für das Gebiet nur einmal mit Wolle eingeschleppt angegeben: 1936 bei der Spinnerei Cossmannsdorf in Sachsen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023). Subspontan auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

Atriplex lindleyi

In Australien ist die Lindley-Melde, Atriplex lindleyi (Syn.: Blackiella conduplicata, Blackiella inflata), beheimatet. Mit Wolle eingeschleppt wird sie 1923 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen angegeben (Bonte 1930, Hand & Thieme 2023). Eine Fundangabe aus Solothurn aus dem Jahr 1917 ist unsicher (Hegi 1979). Benannt zu Ehren des englischen Gärtners und Botanikers John Lindley (1799− 1865), 1829 bis 1861 Professor der Botanik in London und Gartenleiter am Chelsae Physic Garden (Burkhardt 2018).
 

Atriplex muelleri

Mit Wolle aus Australien ist auch die Müller-Melde, Atriplex muelleri, ins Gebiet gekommen, so 1969 angegeben für Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Wollwäscherei Hannover-Döhren in Niedersachsen (Aellen & Scheuermann 1937, Hassler & Muer 2022), mehrfach in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hassler & Muer 2022), 1937 bei der Spinnerei Cossmannsdorf in Sachsen (Probst 1949, Hassler & Muer 2022) und 1927 bei Derendingen in Solothurn (Hegi 1979). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und Großbritannien (Clement & Foster 1994). Die Art ist zu Ehren des deutsch-australischen Botanikers und Apothekers Ferdinand Jacob Heinrich Baron von Müller (1825−1896) benannt. Müller wanderte 1847 mit zwei Schwestern, die an Tuberkulose erkrankten aus gesundheitlichen Gründen nach Australien aus und wurde Direktor des Botanischen Gartens in Melbourne. Er sammelte australische Pflanzen und benannte viele davon, oft nach australischen Pionieren aller Art (Burkhardt 2018).
 

Atriplex platensis

Die südamerikanische La Plata-Melde, Atriplex platensis, wird von einer Mülldeponie im Landkreis Roth in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Hand & Thieme 2023) und für Mecklenburg-Vorpommern (Hand & Thieme 2023) angegeben. Die Fundangabe aus Bayern (Gatterer & Nezadal 2003) ist zufolge der Bayernflora (Meierott & al. 2024) fragwürdig. Die Fundangaben aus St. Gallen und dem Thurgau haben sich nachträglich als A. micrantha herausgestellt (Hegi 1979).  Die Sippe wird von Kew (2024) als Synonym zu A. prostrata geführt. In der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) hingegen wird sie als Art akzeptiert.
 

Atriplex pseudocampanulata

Aus dem östlichen Australien stammt die Glocken-Melde, Atriplex pseudocampanulata, die ehemals mit Wolle eingeschleppt 1913 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Hegi 1979, Hand & Thieme 2023) und für Derendingen und Luterbach in Solothurn (Hegi 1979) angegeben wird. Subspontan u.a. auch für Belgien angegeben (Verloove 2021).
 

Atriplex pumilio

Die Niedere Melde, Atriplex pumilio, ist in großen Teilen Australiens beheimatet und wird für 1938 mit Wolle eingeschleppt bei Cossmannsdorf in Sachsen angegeben (Hegi 1979, sub A. prostrata). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Atriplex semibaccata

Ebenfalls aus Australien stammt die Halbbeerige Melde, Atriplex semibaccata, die ehemals mit Wolle eingeschleppt 1924, 1926, 1929 und 1932 für Derendingen in Solothurn und 1950 für Bürglen im Thurgau angegeben wird (Hegi 1979). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).
 

Atriplex semilunaris

Aus Westaustralien stammt die Halbmond-Melde, Atriplex semilunaris, die 1923 mit Wolle eingeschleppt für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023) und von 1921 bis 1926 für Derendigen in Solothurn angegeben wird (Hegi 1979). Subspontan auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994) und seit 1963 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Atriplex sibirica

Aus Zentralasien stammt die einjährige Sibirische Melde, Atriplex sibirica (Syn.: Obione sibirica), die im Gebiet 1954 bei Wehlitz nahe Leipzig, 1989 in Seehausen, 1976 und 1978 in Möckern, 1957 bei der Kläranlage Leipzig-Rosental und 1941 und 1952 bei der Leipziger Wollkämmerei in Sachsen (Hegi 1979, Gutte 1978, Gutte 2006) angegeben wird. Subspontan u.a. 1967 auch in Belgien (Verloove 2021) und 1939 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Atriplex spinibractea

In Ostaustralien ist die Dornbrakteen-Melde, Atriplex spinibractea, beheimatet. Sie wird für das Gebiet 1934 mit Wolle eingeschleppt für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Atriplex spongiosa

In manchen Ländern ein Ackerunkraut ist die ursprünglich australische Schwamm-Melde, Atriplex spongiosa (Syn.: Senniella spongiosa), die für das Gebiet in Niedersachsen (Hand & Thieme 2023), 1922 auf Wollschutt für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930) und 1935 für Derendingen in Solothurn (Hegi 1979) angegeben wird.
 

Atriplex suberecta

Sehr selten auf Ruderalstandorten verschleppt tritt die australische Halbaufrechte Melde, Atriplex suberecta, auf, die mit Wolle aus Südafrika, wo sie eingebürgert auftritt, oder Australien unbeständig ins Gebiet kam, so in Hessen (Hand & Thieme 2023), Hannover-Döhren in Niedersachsen (Hegi 1979), Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Hegi 1979), 1995 in Dresden-Kleinzschachwitz, 1937 bei Cossmannsdorf und 1938 in Leipzig-Gohlis in Sachsen (Müller 1996, Hardtke & al. 2013, Hegi 1979, Hand & Thieme 2023), Sachsen-Anhalt (Hegi 1979), Luterbach und Derendingen in Solothurn und bei Bürglen im Thurgau (Hegi 1979). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Quellen

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