Aristida

Dreigrannengras, Süßgras, Poaceae

Gattung:

Aristida umfasst etwa 299 Arten (Kew 2022), die vor allem in den Tropen und Subtropen kosmopolitisch verbreitet sind.
 

Aristida longespica  

Langähriges Dreigrannengras,
Aristida longespica  
Süßgras, Poaceae

 

Steckbrief:

10−60 cm hohe Einjährige mit sparrigem Wuchs und 1–2 mm breiten Blattspreiten. Ährchen mit drei Grannen, die mittlere Granne gerade, ohne spiraliger Basis, 7−12 mm lang. Seitliche Grannen 1−4 mm lang, nicht spreizend. Lemma 3−5 mm lang. Blütezeit Juli bis September.
 

Heimat:

Östliches und zentrales Nordamerika.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
1909 unbeständig für Mannheim in Baden-Württemberg angegeben (Zimmermann 1913, Hand & Thieme 2023). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1998) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).

 
Weitere Arten:

Aristida adscensionis

Das Sechswochen-Dreigrannengras, Aristida adscensionis, ist von Nord- bis Südamerika beheimatet, mittlerweile aber in weiten Teilen der Tropen und Subtropen verbreitet. Möglicherweise sind die Vorkommen in der alten Welt aber auch ursprünglich. Im Gebiet sehr selten und ehemals (1938, 1939, 1941 und 1955) bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006) und mehrmals in Derendingen in Solothurn (Conert 1998). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).
 

Aristida barbicollis

Das im zentralen und östlichen Afrika beheimatete Bärtige Dreigrannenras, Aristida barbicollis, ist als Wolladventive 1927 für Derendingen in Solothurn angegeben (Conert 1998).
 

Aristida caerulescens

Von Makaronesien bis Äthiopien, Arabien und Afghanistan ist das Bläuliche Dreigrannengras, Aristida caerulescens, beheimatet. Es wird 1940 eingeschleppt für Bürglen im Kanton St. Gallen angegeben (Conert 1998).
 

Aristida calycina

Aus Australien stammt das Becher-Dreigrannengras, Aristida calycina, das für Derendingen in Solothurn 1929 angegeben wird (Conert 1998).
 

Aristida congesta

Im östlichen Afrika von der Mittelmeerküste bis Südafrika ist das Gedrängte Dreigrannengras, Aristida congesta, beheimatet. Es wird 1933 und 1935 eingeschleppt für Cossmannsdorf bei Dresden in Sachsen angegeben (Probst 1949, Hand & Thieme 2023). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).
 

Aristida vagans

In Australien ist das Schweifende Dreigrannengras, Aristida vagans, beheimatet, das 1911 und 1918 adventiv für Derendingen in Solothurn angegeben wird (Conert 1998).
 

Quellen

Conert H.J. (Hrsg.) (1998): in Hegi Gustav., Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 1 (Teil 3, Poaceae), 3. Neubearbeitete Auflage, Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg.

Gutte P. (2006): Flora der Stadt Leipzig, einschließlich Markkleeberg – Weißdorn-Verlag, Jena, 278 S.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Probst R. (1949): Wolladventivflora Mitteleuropas – Solothurn. 192 Seiten

Sebald O., Seybold S, Philippi G. & Wörz A. (1998): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 7: Butomaceae bis Poaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Verloove V. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.