Arenaria

Sandkraut, Nelkengewächs, Caryophyllaceae

Gattung:

Arenaria umfasst, exkl. Eremogone, etwa 175 Arten (Kew 2022), vor allem in den gemäßigten und kalten Gebieten der Nordhalbkugel. Mannigfaltigkeitszentrum ist China mit etwa 100 Arten.
 

Arenaria montana

Berg-Sandkraut,
Arenaria montana 
Nelkengewächs, Caryophyllaceae

 

Steckbrief:

Bis zu 15 cm hohe immergrüne Mehrjährige mit lanzettlichen, gegenständigen, sitzenden Blättern und weiß bewimperten Stängeln. Blüten leinartig, groß, 2−2,5 cm im Ø, Blütenmitte gelbgrün. Kronblätter 5, weiß, geadert, eiförmig. Blütezeit Mai bis Juni.
 

Heimat:

In zwei Unterarten (subsp. montana und subsp. intricata) in Südwest-Europa und Marokko.
 

Nutzung:

Zierpflanze für Steingärten. In mehreren Sorten, so `Ronda´, `Mont Blanc´ und `Summer White´.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
2017 an einem Waldweg im Ebersberger Forst bei Anzing-Frotzhofen (Dickoré & Dickoré 2019, Meierott & al. 2024) und ehemals am Südbahnhof München in Bayern (Höck 1900).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021) und in Großbritannien (Clement & Foster 1994).

 
Weitere Art:

Arenaria controversa

Das Kontroverse Sandkraut, Arenaria controversa, ist in Südwest- und Zentralfrankreich endemisch und wird für das Gebiet 1901 und 1902 im Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg angegeben (Zimmermann 1910, Höck 1910, Hand & Thieme 2023). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1990) nicht geführt.
 

Quellen:

Clement E. J. & Foster M. C. (1994): Alien plants of the British Isles. – London: Botanical Society of the British Isles. 591 p.

Dickoré B. & Dickoré (2019): Neufunde und Bestätigungen von Gefäßpflanzen, überwiegend aus dem südbayerischen Moränengürtel – Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft 89: 265-285.

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1979): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 3 (Teil 2). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 453–1264.

Höck F. (1900): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, II. Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 9: 321-333.



Höck F. (1910): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, XXVI - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 26: 391-433.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Sebald O., Seybold S. & G. Philippi (1990): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 1: Lycopodiaceae bis Plumbaginaceae. 2. Aufl., Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11−171.