Baptisia

Färberhülse, Fabaceae, Hülsenfrüchtler

Gattung:

Baptisia umfasst etwa 18 Arten (Kew 2025), die alle im östlichen und zentralen Nordamerika beheimatet sind.
 

Baptisia australis

Blaue Färberhülse
Baptisia australis
Fabaceae, Hülsenfrüchtler
 

Steckbrief:

Bis 120 cm hohe, kahle, bereifte Staude mit unterirdischem Rhizom. Blätter dreiteilig unpaarig gefiedert, Fiederblättchen kurz gestielt, ganzrandig, eiförmig. Blütenstand traubig, mit violettblauen bis hellblauen, 2,5−3 cm großen Schmetterlingsblüten. Fruchthülse 3−7 cm lang, aufgeblasen, kahl. Blütezeit Juni bis Juli.
 
 

Heimat:

Östliches Nordamerika.
 

Nutzung:

Zierstaude. Bislang eher selten verwendet, als „klimawandeltaugliche“ Staude in den letzten Jahrzehnten häufiger kultiviert und genutzt. Auch in Sorten wie `Blue Perls´ mit blassvioletten Blüten, `Twilite Prairieblues´, eine Hybride aus B. australis mit B. sphaerocarpa oder `Purple Smoke´, eine Zufallskreuzung aus B. alba mit B. australis im Pflanzenhandel. Ehemals auch als Färberpflanze genutzt. Die Blätter färben blau, die Wurzeln enthalten einen schwarzen Farbstoff.
 

Ausbreitung:

Die Einzelpflanze am Kaltenbach in Bad Ischl macht keinen gepflanzten Eindruck. Sie wächst dort inmitten eines dichten Rohrglanzgras-Bestandes (Phalaris arundinacea). Im angrenzenden Park konnten keine kultivierten Vorkommen der Färberhülse beobachtet werden. Möglicherweise wurde die Art im Zuge eines Hochwassers angeschwemmt (Hohla & Kiràly 2024).
 
DEUTSCHLAND: ---
ÖSTERREICH: 2024 an der Uferböschung des Kaltenbach ca. 30 Meter vor der Einmündung in die Traun bei Bad Ischl im Salzkammergut Oberösterreichs (Hohla & Király 2024).
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Hohla M. & G. Király (2024): Aloë vera, Baptisia australis und Ginkgo biloba neu für Österreich und weitere floristische Beiträge – Stapfia 118: 69-89.



Kew (2025): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science