Tripsacum

Gamagras, Süßgras, Poaceae

Gattung:

Tripsacum umfasst etwa 14 Arten (Kew 2023), die von den USA bis Paraguay beheimatet sind. Gamagras ist nahe mit Mais verwandt. Hybriden von Mais, Zea mays, mit der oktoploiden Form von Tripsacum dactyloides wurden erzeugt (Wet & Harlan 1974).
 

Tripsacum dactyloides

Finger-Gamagras,
Tripsacum dactyloides,
Süßgras, Poaceae

 

Steckbrief:

Bis 120 cm hohe Mehrjährige mit rhizomatösen Wurzeln und bis 90 cm langen, 1−3,5 cm breiten Blättern. Blütenstand mit 1−4 Ähren. Männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze, aber getrennt. Blütezeit in der Heimat Juli bis Oktober.
 

Heimat:

Nordamerika bis nördliches Südamerika.
 

Nutzung:

Keine. In Indien und Nordamerika als Futtergras gebaut (Mansfeld 1986). Die Art ist überschwemmungstolerant und verträgt Überschwemmungen bis zu 3 Wochen lang. Sie galt bei den frühen Siedlern Nordamerikas weithin als hochwertige Futterpflanze, verlor später aber an Bedeutung, um in den 1990er-Jahren wieder an Bedeutung als hochwertiges Futtergras zu gewinnen.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Angegeben 1908 für Heidelberg in Baden-Württemberg (Zimmermann 1915) und 1908 für Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1915). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
 

Quellen

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Mansfeld R. (1986): Verzeichnis landwirtschaftlicher und gärtnerischer Kulturpflanzen - Band 3, 569 Seiten, Springer-Verlag.

 



Wet J.M.J.de & J.R. Harlan (1974): Tripsacum-maize interaction, a novel cytogenetic system – Genetics 78(1): 493-502.

Zimmermann F. (1915): Neue Adventiv- und neue Kulturpflanzen nebst einigen für die Pfalz neue Formen aus der einheimischen Flora der Pfalz – Mitteilungen der Bayerischen Botanischen Gesellschaft zur Erforschung der heimischen Flora 3 (11): 237-241.