Tripleurospermum

Strandkamille, Korbblütler, Asteraceae

Gattung:

Tripleurospermum umfasst etwa 41 Arten (Kew 2023) in Eurasien, dem nördlichen Nordamerika und in Nordafrika. Sie wurde 1844 als eigene Gattung von Matricaria abgetrennt. Tripleurospermum steht Anthemis näher als Matricaria.
 

Tripleurospermum disciforme

Scheiben-Strandkamille,
Tripleurospermum disciforme
(Syn.: Matricaria disciformis),
Korbblütler, Asteraceae

 

Steckbrief:

Bis 70 cm hohe Zweijährige mit 2−3-fach fiederschnittigen Blättern und pfriemlich-linealen, kahlen Blattzipfeln. Blütenkörbe knopfförmig, gelb, einzeln an den Stielenden. Zungenblüten fehlen. Blütezeit im Gebiet nicht bekannt.
 

Heimat:

Südwest-Asien von Anatolien bis Pakistan und Kasachstan.
 

Nutzung:

Keine. Die Art wird aber in ihrer Heimat traditionell medizinisch verwendet. Studien zufolge weisen ätherische Öle dieser Art eine entzündungshemmende, krampflösende, antiseptische, antimykotische, geschwürhemmende und antioxidative Wirkung auf (Chehregani & al. 2010).
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Ehemals unbeständig für Mannheim in Baden-Württemberg (Lutz 1910, Wagenitz 1987, Hand & Thieme 2024) angegeben.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Tripleurospermum caucasicum

Von Südost-Europa bis in den Nordiran ist die Teppich-Strandkamille, Tripleurospermum caucasicum (Syn. Chamaemelum tchihatchewii, Matricaria caucasica) beheimatet. 
Sie wird als widerstandsfähige, hitzeresistente, immergrüne, teppichartig wachsende Zierpflanze selten kultiviert und als Gartenflüchtling für Solothurn und Tiefenbrunnen in Zürich (Wagenitz 1987) angegeben. Die Art wird in der „Flora von Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) nicht genannt. Subspontan 1930 für die Slowakei angegeben (Medvecká & al. 2012). Im Pflanzenhandel wird die Art oft noch innerhalb der Gattung Matricaria geführt.
 

Quellen

Chehregani A., F. Mohsenzadeh, N. Mirazi, S. Hajisadeghian & Z. Baghali (2010): Chemical composition and antibacterial activity of essential oils of Tripleurospermum disciforme in three developmental stages – Pharm Biol. 48(11): 1280-1284.

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Lutz F. (1910): Zur Mannheimer Adventivflora seit ihrem ersten Auftreten bis jetzt – Mitt. d. Badischen Landesvereins f. Naturkunde 247/248: 365–376.

Medvecká J., Kliment J., Májeková J., Halada Ľ., Zaliberová M., Gojdičová E., Feráková V. & Jarolímek J. (2012): Inventory of the alien flora of Slovakia. – Preslia 84: 257–309.

Wagenitz G. (1987): in Gustav Hegi – Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band VI, Teil 4, 2.Auflage. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg. 863 S.