Anisodontea

Kapmalve, Malvengewächs, Malvaceae

Gattung:

Anisodontea umfasst etwa 19 südafrikanische Arten (Kew 2022).
 

Anisodontea capensis

Echte Kapmalve,
Anisodontea capensis
(Syn.: Malvastrum capense)  
Malvengewächs, Malvaceae

 

Steckbrief:

Bis etwa 1,5 m hoher, ausdauernder Halbstrauch mit graugrünen, tief gekerbten Blättern und rosa, im Durchmesser etwa 2 cm große Blüten. Kronblätter 5, rundlich, oben leicht ausgerandet bis annähernd zugespitzt. Kelchblätter etwa halb so lang wie die Kronblätter. Staubbeutel violett, quirlartig zusammenstehend. Blütezeit Mai bis Juni.
 

Heimat:

Südafrika.
 

Nutzung:

Als reichblühender Busch oder als Stämmchen für innen und außen in mehreren Sorten wie `El Rayo´ oder `Elegans Princess´ in gärtnerischer Kultur.
 

Ausbreitung:

Seit spätestens dem Jahr 1800 in Europa kultiviert.
DEUTSCHLAND:
Selten und vorübergehend, so 1994 auf der Deponie Miltenberg bei Guggenberg in Bayern (Meierott 2001, Meierott & al. 2024), 1894 am Kurfürstendamm in Berlin (Behrendsen 1896, Hand & Thieme 2023) und 1978 in Questin in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2006, Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Anisodontea scabrosa

Seltener als Zierpflanze, so in der Sorte `Miss Pinky´, wird die ebenfalls südafrikanische Raue Kapmalve, Anisodontea scabrosa, kultiviert. Sie tritt ganz vereinzelt unbeständig im Gebiet auf, so 1997 im Elsterbecken Leipzig in Sachsen (Gutte 2006, Hand & Thieme 2023).
 

Quellen

Behrendsen W. (1896): Zur Kenntnis der Berliner Adventivflora – Verhandlungen des Botanischen Vereins für die Provinz Bradenburg 38: 76-100.

Fukarek F. & Henker H. (2005): Flora von Mecklenburg-Vorpommern – Farn- und Blütenpflanzen. Herausgegeben von Heinz Henker und Christian Berg, Weißdorn-Verlag Jena, 428 S.

Gutte P. (2006): Flora der Stadt Leipzig, einschließlich Markkleeberg – Weißdorn-Verlag, Jena, 278 S.



Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Meierott L. (Hrsg. 2001): Kleines Handbuch zur Flora Unterfrankens. Würzburg.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.