Heimat:
Weites Mittelmeergebiet, östlich bis Kasachstan.
Nutzung:
Keine.
Ausbreitung:
In den 1880er-Jahren kam die Art nach Nordamerika, wo sie bis in die 1950er-Jahre nur gelegentlich zu finden war, heute hingegen weit verbreitet ist. Medusenhauptgerste ist aufgrund ihres hohen Kieselsäuregehalts ungenießbar für viele Weidetiere und gilt daher als Ungras. Vögel wie das Chukar-Rebhuhn fressen die Samen, verlieren aber an Körpergewicht, weil die Samen weitgehend unverdaut bleiben. In der Vogellosung konnten weitgehend unbeschädigte Samen gefunden werden (Savage 1969). Aus dem Gebiet liegen nur alte, vorübergehende Funde vor:
DEUTSCHLAND:
Angegeben ehemals für Mannheim in Baden-Württemberg (Höck, 1910, Conert 1998, Hand & Thieme 2024), 1894 bei Rüdersdorf in Brandenburg (Behrendsen 1896, Hand & Thieme 2024), 1893 bei der Dampfmühle Hamburg-Wandsbek (Junge 1913, Hand & Thieme 2024), 1960 Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), 1926 Essen in Nordrhein-Westfalen (Höppner & Preuss 1926, Conert 1998), 1960 bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006), 1919 Aken in Sachsen-Anhalt (Conert 1998, Hand & Thieme 2024) und ehemals Erfurt in Thüringen (Conert 1998, Hand & Thieme 2024). Die Art ist in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1998) nicht angegeben.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
Ehemals St. Moritz, Samaden, Tschiertschen, Pontresina und Zernez in Graubünden (Conert 1998) und in den Kantonen Solothurn und 1903 am Sihlquai in der Stadt Zürich (Conert 1998, Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).