Swainsona

Wüstenerbse, Hülsenfrüchtler, Fabaceae

Gattung:

Swainsona umfasst etwa 86 australische Arten (Kew 2023).
 

Swainsona galegifolia

Geißrauten-Wüstenerbse,
Swainsona galegifolia,
Hülsenfrüchtler, Fabaceae

 

Steckbrief:

Bis 80 cm hohe, kahle Mehrjährige mit gefiederten Blättern und 21–29 eilanzettlichen bis elliptischen, 8–15 mm langen, 3–5 mm breiten Blättchen. Blütentrauben 15–20-blütig mit 12–15 mm langen Blüten. Kelchzähne kürzer als die Röhre. Krone weiß, rosa, lila, gelb, orange oder dunkelrot. Fruchthülse elliptisch, 20–40 mm lang. Blütezeit im Gebiet nicht bekannt.
 

Name:

Benannt nach dem englischen Botaniker und Arzt Isaac Swainson (1746–1812), der vor allem durch den Verkauf eines Patentarzneimittels namens “Velnos Gemüsesirup” Bekanntheit erlangte. Swainson war zunächst Tuchhändler in London, wurde dann Assistent von einem Dr. Mercier in Soho, erwarb von diesem eine Herstellungsanleitung für das oben genannte Medikament auf Pflanzenbasis gegen Geschlechtskrankheiten, das auch gegen Gicht, Pocken, Tuberkulose, Krebs, Skorbut usw. helfen sollte, verdiente damit und mit Schriften über sein Wundermittel ein Vermögen, konnte sich dann ein großes Anwesen in Twickenham/London leisten und legte dort einen botanischen Garten mit Pflanzen aus aller Welt an, die damals in England erhältlich waren (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Ostaustralien.
 

Nutzung:

Im Gebiet seit etwa dem Jahr 1800 als Zierpflanze kultiviert (Hegi 1975). Gegenwärtig in der heimischen Gartengestaltung ± bedeutungslos.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
1908 als Gartenflüchtling von der Gartenbauausstellung Mannheim in Baden-Württemberg verwildert (Zimmermann 1913, Hegi 1975, Hand & Thieme 2024) angegeben.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 4 (Teil 3). 2.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 1114–1750.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.