Nutzung:
Zierstaude, vor allem in der Sorte `Neuschnee´ im Pflanzenhandel.
Ausbreitung:
Beheimatet in Nordamerika und in Asien von Pakistan bis ins Amur-Gebiet Russlands. Im 16. Jahrhundert nach England zum Londoner Kanzler Richard Garth gekommen und 1580 weiter zum in Wien tätigen Botaniker Carolus Clusius. Fortan verbreitete sich die Art in den Gärten Europas und im 18. und 19. Jahrhundert waren die ersten Verwilderungen bekannt (Krausch 2003), so vor 1789 „in fetten Wiesen um Hohenschwangau“ in Bayern (Schrank 1789), 1841 in Oberösterreich (Sailer 1841) und 1844 in Sachsen (Rückert 1844). Das Perlkörbchen wird vor allem mit Gartenauswurf verschleppt und kann sich dann an Schuttplätzen, Forstwegen und ähnlichen Standorten über viele Jahre halten.
DEUTSCHLAND:
Stellenweise, so etwa 1986 bei Löwenstein, 1987 Siebersbach, 1989 Schönbronn, 1985 Aichhalde, 1976 Argensee, Schleifertobel und Primisweiler in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1996, Hand & Thieme 2023), bei Rottershausen, Niederwerrn, Grafenrheinfeld, Abersfeld, Obereuerheim und Oberaudorf im Inntal, Babetsberg in der Oberpfalz, bei Bolsterlang, Hinterstein, Kempten, Heggen und Bad Oy in Bayern (Meierott 2008, Smettan 2016, Schuhwerk 2011, Dörr & Lippert 2004), in Berlin (Seitz & al. 2012), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Hessen (Hand & Thieme 2023), Bennien in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2023), Lannesdorf, Aachen-Monschau, Duisburg, am Rhein-Herne-Kanal bei Recklinghausen und 2023 in Drolshagen-Benolpe in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, Raape & Keil 2011, BBV 2014, BBV 2016, BBV 2024), in Deudesfeld in der Osteifel, Rheinland-Pfalz (Hand & al. 2016), Saarland (Hand & Thieme 2023), Chemnitz, Klingenthal, Wernersgrün, Leipzig, Oberau, Bühlau, Frohnau und Deutscheinsiedl in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006, Hardtke & al. 2013, Dietrich 2017, Golde & Olias 2019), Magdeburg in Sachsen-Anhalt (Brandes 2006), Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) und Luisenthal, Oberhof, Friedebach, Birkigt, Paulinz, Gehren und Lichtenhain in Thüringen (Zündorf & al. 2006).
ÖSTERREICH:
In allen Bundesländern (Essl & Rabitsch 2002, Glaser & al. 2025), so etwa bei Sieggraben, Oberkohlstätten und Rechnitz im Burgenland (Janchen 1977, Traxler 1972, Gilli & al. 2022), Bad Vellach in Kärnten (Melzer 1975), Pyrabruck bei Weitra in Niederösterreich, bei Sarmingstein, Gloxwald, Dambach bei Garsten, Kopfing, Tischling, Lindetwald, St. Florian, Lochen und am Bahnhof Hausruck in Oberösterreich (Essl 1999, Essl 2002, Grims 2008, Hohla 2001), beim Pass Thurn im Salzburger Oberpinzgau auf ca. 1300 m Seehöhe (Stöhr 2020), 1838 in Graz-Gösting in der Steiermark (Hamburger 1948), Mils, Fügen, Mayrhofen und Landeck in Nordtirol (Pagitz & Lechner-Pagitz 2015), Sulz bei Rankweil und Frutz in Vorarlberg (Polatschek 1997, Polatschek & Neuner 2013) und Neustift am Walde in Wien (Adler & Mrkvicka 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1838 (Glaser & al. 2025), zufolge Seebens & al. (2017) bereits 1792. Auch in Südtirol, so 2021 bei Vals im Pustertal (Wilhalm & al. 2021).
SCHWEIZ:
Vereinzelt, so in den Kantonen Bern, Freiburg, Graubünden, Schwyz, Waadt, Wallis (Infoflora 2023) und 1998 bei der Pauluskirche und in der Fuchsiastraße in Zürich (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch seit 1933 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1800 in Schweden (Seebens & al. 2017), den Niederlanden (FLORON 2021), Frankreich (INPN 2021), Großbritannien (Greuter 2021), Italien (Greuter 2021), seit 1846 in Dänemark (Greuter 2021, Seebens & al. 2017), in Belgien seit dem 19. Jahrhundert (Verloove 2021), seit 1796 In Estland (Seebens & al. 2017), seit 1887 in Tschechien (Pyšek & al. 2012), seit 1950 in Polen (Seebens & al. 2017) und seit 1928 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).