Name:
Die Gattung ist gleich Sibbaldia zu Ehren von Robert Sibbald (ca. 1643−1722) benannt. Sibbald war schottischer Arzt, Antiquar und Professor der Medizin in Edinburgh und praktizierte dort als Arzt. Er war Leibarzt des Königs und wurde zum Ritter geschlagen. Allgemein naturkundlich interessiert beschrieb er 1692 erstmals wissenschaftlich den Blauwal (Burkhardt 2018).
Heimat:
Steppen, Sand- und Steinflächen im nördlichen und temperierten Asien von Osteuropa bis in die Mandschurei. In Tibet bis 4000 m Seehöhe steigend.
Nutzung:
Sehr selten als Zierstaude für Steingärten genutzt.
Ausbreitung:
DEUTSCHLAND:
Aus Mannheim in Baden-Württemberg an der Hafenkanalböschung zwischen Mühlau und dem Rhein war ein Vorkommen von 1886 bis 1941 in größerer Kolonie bekannt, mittlerweile aber erloschen (Sebald & al. 1992, Hegi 2003, Hassler & Muer 2022), weiters 1912 in der Rheinwerft Ürdingen in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hand & Thieme 2021) und 1960 bis 1963 bei der Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012), Schweden (Kurtto & al. 2004), Finnland (Kurtto & al. 2004), im nordwestlichen europäischen Russland (Kurtto & al. 2004), in Estland (Kurtto & al. 2004), Lettland (Kurtto & al. 2004), Litauen (Kurtto & al. 2004) und Weißrussland (Kurtto & al. 2004).