Securigera

Beilwicke, Hülsenfrüchtler, Fabaceae

Gattung:

Securigera umfasst etwa 12 Arten in Eurasien und Nordafrika mit Mannigfaltigkeitszentrum in Anatolien. Lange Zeit galt Securigera mit S. securidaca als monotypisch, bis 1989 mehrere Arten der Gattung Coronilla zu Securigera überstellt wurden (Lassen 1989). Manche Taxonomen bzw. botanische Institutionen führen die Securigera-Arten wieder bzw. nach wie vor innerhalb von Coronilla, so Kew Science (2023).
 

Securigera securidaca

Echte Beilwicke,
Securigera securidaca,
Hülsenfrüchtler, Fabaceae
 

Steckbrief:

Bis 50 cm hohe bzw. breite, wenig verzweigte, niederliegende oder aufsteigende Einjährige mit kantigen, zerstreut behaarten Stängeln und gefiederten Blättern. Fiederpaare 5−7, Blättchen beidseitig kahl, mit Stachelspitzchen. Dolde 6–8-blütig, Doldenstiel 1,5–3 × so lang wie das zugehörige Blatt. Blüten kräftiggelb. Früchte flach, 3–11 cm lang, 2–6 mm breit, kahl oder behaart, mit zwei Längsrippen auf der Bauch- und einer Rippe auf der Rückenseite. Blütezeit Mai bis Juli.
 

Heimat:

Nördliches Mittelmeergebiet, östlich bis in den Iran.
 

Nutzung:

Keine.
 
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Unbeständig eingeschleppt, so in Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2024), 1928 und 1929 in je einem Stück im Hafen Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen (Scheuermann 1930, Bonte 1930, Hand & Thieme 2024) und 1901 auf einem Komposthaufen in Speyer in Rheinland-Pfalz (Vollmann 1914, Hegi 1975, Hand & Thieme 2024).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
Ehemals mehrfach in Solothurn (Hegi 1975).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021).

 
Weitere Arten:

Securigera cretica

Im östlichen Mittelmeergebiet und um das Schwarze Meer ist die Kreta-Beilwicke, Securigera cretica (Syn.: Coronilla cretica) beheimatet.
Ihre Blüten sind unterschiedlich gefärbt und können weiß oder rosa sein.
Unbeständig eingeschleppt wird sie 1916 für die Malzfabrik Solothurn angegeben (Hegi 1975).
 

Securigera orientalis

Von Anatolien bis in den Iran ist die Östliche Beilwicke, Securigera orientalis (Syn.: Coronilla cappadocica) beheimatet. Sie wird 1910 für den Ludwigshafener Hafen in Rheinland-Pfalz angegeben (Zimmermann 1912, Hegi 1975, Hand & Thieme 2024).
 

Quellen

Bonte L. (1930): Beiträge zur Adventivflora des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. Verh. D. naturh. Ver. D. preuß. Rheinlande und Westfalens 86: 141−255.

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Gederaas L., Loennechen Moen T., Skjelseth S. & Larsen L.-K. (2012): Alien species in Norway, with the Norwegian Black List - http://www.scales-project.net/NPDOCS/
AlienSpeciesNorway_2012_scr_9C0ee.pdf

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 4 (Teil 3). 2.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 1114–1750.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Lassen P. (1989): A new delimitation of the genera Coronilla, Hippocrepis and Securigera (Fabaceae) - Willdenowia 19/1: 49–62.

Scheuermann R. (1930): Mittelmeerpflanzen der Güterbahnhöfe des rheinisch-westfälischen Industriegebiets – Verhandlungen des naturhistorischen Vereins der preussischen Rheinlande und Westfalen 86: 256-342. 

Verloove F. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be

Vollmann F. (1914): Flora von Bayern – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 840 S.

Zimmermann F. (1912): II. Nachtrag zur Adventiv und Ruderalflora von Ludwigshafen, der Pfalz und Hessen. Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft zur Erforschung der Flora – 14: 68−84.