Sclerolaena

Dornmelde, Amarantgewächs, Amaranthaceae

Gattung:

Sclerolaena umfasst etwa 78 australische Arten (Kew 2023).
 

Sclerolaena muricata

Stachelige Dornmelde,
Sclerolaena muricata,
Amarantgewächs, Amaranthaceae

 

Steckbrief:

Bis 80 cm hoch werdende, reich verzweigte Staude mit wollig behaarten Trieben und lineal-lanzettlichen, graugrünen Blättern. Blüten unscheinbar, becherförmig, einzeln an den Blattbasen sitzend. Frucht von einem vergrößerten Perianth umhüllt mit jeweils 3−5 hellbraunen Dornen. Blütezeit im Gebiet nicht bekannt.
 

Heimat:

Ost-Australien.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

Ehemals mit Wollimporten vorübergehend eingeschleppt.
DEUTSCHLAND:
1910 bei der Wollwäscherei Hannover-Döhren in Niedersachsen (Scheuermann 1924, Hegi 1979, Hand & Thieme 2024), 1913 bis 1928 mehrfach in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hegi 1979, Hand & Thieme 2024), 1938 bei der Wollkämmerei Leipzig und 1936 und 1937 bei der Spinnerei Cossmannsdorf und Dresden in Sachsen (Probst 1949, Hegi 1979, Gutte 2006).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
Luterbach und Derendingen im Kanton Solothurn (Hegi 1979).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Frankreich (Hegi 1979), Schweden (Hegi 1979) und Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

 
Weitere Arten:

Sclerolaena bicornis

Die Zweihörnige Dornmelde, Sclerolaena bicornis, ist in Australien weit verbreitet und wird für das Gebiet 1935 als Wolladventive für die Spinnerei Coßmannsdorf in Sachsen (Probst 1949, Hand & Thieme 2024) angegeben. Subspontan auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

Sclerolaena birchii

In Zentral- und Ostaustralien ist die Birch-Dornmelde, Sclerolaena birchii, beheimatet. Sie ist dort lokal eine Plage und wurde nach C. W. de Burgh Birch, der sie erstmals bei Muttaburra in Queensland fand (Auld & Johnson 2011), benannt. Im Gebiet 1921 für Derendingen in Solothurn eingeschleppt angegeben (Hegi 1979).
 

Sclerolaena eriacantha

Die Wolldornige Dornmelde, Sclerolaena eriacantha, ist in Australien weit verbreitet und wird für das Gebiet 1922 als Wolladventive für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1937) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt.
 

Sclerolaena lanicuspis

Die Flachzähnige Dornmelde, Sclerolaena lanicuspis, ist in Australien weit verbreitet und wird im Gebiet 1954 mit australischer Wolle eingeschleppt für die Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Hegi 1979, Gutte 2006) angegeben.
 

Sclerolaena obliquicuspis

Die Immergezähnte Dornmelde, Sclerolaena obliquicuspis (Syn.: Bassia obliquicuspis) ist in Australien beheimatet. Im Gebiet 1967 adventiv für Leipzig-Möckern in Sachsen (Hegi 1979, Gutte 2006) angegeben.
 

Quellen

Auld B. A. & S. B. Johnson (2011): The biology of Australian weeds 57. Sclerolaena birchii (F.Muell.) Domin - ProQuest

Bonte L. (1930): Beiträge zur Adventivflora des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. Verh. D. naturh. Ver. D. preuß. Rheinlande und Westfalens 86: 141−255.

Bonte L. (1937): Beiträge zur Adventivflora des rheinisch-westfälischen Industriegebietes 1930-1934 – Decheniana 94: 107-142.

Clement E. J. & Foster M. C. (1994): Alien plants oft he British Isles – London: Botanical Society of the British Isles. 591 p.

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Hegi G. (1979): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 3 (Teil 2). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 453–1264.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Probst R. (1949): Wolladventivflora Mitteleuropas – Solothurn. 192 Seiten.

Scheuermann R. (1924): Dritter Beitrag zur Kenntnis der Adventiflora Hannovers - Jahresbericht der Naturhistorischen Gesellschaft zu Hannover 69-74: 54-66.

Verloove F. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be